Hermes-Award 2027: die Bewerbungsphase ist eröffnet
Auch zur Hannover-Messe 2027 können sich Unternehmen wieder um den Hermes-Award oder den Hermes-Startup-Award bewerben. Die Bewerbungsphase hat begonnen; Bewerbungen sind bis Februar 2027 möglich.
Preisverleihung 2026 im Rahmen der Eröffnungsfeier: Gewinner 2026 Schaeffler (2.v.l.) und BTRY (2.v.r.).
Foto: Deutsche Messe AG
Anlässlich der Hannover-Messe 2027 hat die Deutsche Messe AG erneut den Hermes-Award und den Hermes-Startup-Award ausgeschrieben. Mit diesen Awards werden den Angaben zufolge Produkte oder Lösungen mit hohem technischen Innovationsgrad und aktueller Marktreife ausgezeichnet. Die Gewinner werden bei der Eröffnung der Messe bekannt gegeben.
Offen für alle Aussteller der Hannover-Messe 2027
Die beiden Auszeichnungen zählen zu den international bedeutendsten Auszeichnungen für Industrieinnovationen, führt die Deutsche Messe aus. Die Bewerbung ist offen für alle Unternehmen und Institutionen, die als Aussteller für die Hannover-Messe 2027 angemeldet sind. Interessierte können sich ab sofort bis zum 05. Februar 2027 über den folgenden Link bewerben: www.hannovermesse.de/de/rahmenprogramm/awards/hermes-award
Unabhängige Jury entscheidet
Im Nachgang nominiert, so die Messe weiter, eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Fraunhofer-Präsident Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka jeweils drei Innovationen für den Hermes-Award und den Hermes-Startup-Award, aus denen die finalen Gewinner hervorgehen. Die Beurteilung erfolgt anhand des technischen Innovationsgrads, des Nutzens für Industrie, Umwelt und Gesellschaft sowie der Wirtschaftlichkeit und Marktreife. Die feierliche Auszeichnung findet am 04. April 2027 im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier der Hannover-Messe statt.
Finalisten und Gewinner im Jahr 2026
In diesem Jahr standen die Unternehmen Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg im Finale:
- Festo hatte hochintegrierte Manifolds eingereicht. Das sind mehrlagige Kunststoff-Verteilerplatten, die Flüssigkeiten steuern, dosieren, mischen und sensorisch erfassen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kanalplatten, die überwiegend passive Verteilerfunktionen übernehmen, integriert das Festo-Manifold den Angaben zufolge aktive Funktionen auf engstem Bauraum: optimierte Mischkanäle, medientrennende Ventiltechnologien mit minimiertem Totvolumen und eingebrachte Sensorik für Temperatur, Durchfluss, Druck, Farbigkeit, pH-Wert.
- Schaeffler hatte sich mit einer Plattform für hochintegrierte Aktuatoren beworben, die speziell für die Anwendung in den Gelenken von Humanoiden Robotern konstruiert wurde.
- Ziehl-Abegg wurde für eine elektrische Aufzugssynchronmaschine nominiert, die ohne Magnete aus Seltenen Erden auskommt und dabei dennoch eine gleichbleibend hohe Leistung bietet. Die neue Aufzugsmaschine arbeitet den Angaben zufolge mit Ferritmagneten und verzichtet vollständig auf kritische Rohstoffe wie Neodym oder Dysprosium, die bislang aufgrund ihrer hohen Leistungsdichte als unverzichtbar für Hochleistungsantriebe galten.
Ausgezeichnet wurde das Unternehmen Schaeffler. Einen ausführlichen Bericht zu den ausgezeichneten Antrieben finden Sie auf ingenieur.de: Mit diesen Antrieben will Schaeffler den Roboterboom nutzen
Der Startup-Award 2026 ging an das junge Schweizer Unternehmen BTRY. Die Gründer überzeugten die Jury mit ihren ultradünnen, vollständig flexiblen Feststoffbatterien. Diese innovative Technik ermöglicht schnelles Laden, eine hohe Temperaturbeständigkeit und maximale Sicherheit und übertrifft damit herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen deutlich, heißt es weiter.
(Quelle: Deutsche Messe AG)




