Anzeige

KI plant und handelt – wie Menschen die Kontrolle behalten

22. September 2026

Wie KI-Agenten menschenzentriert eingeführt werden können, beschreibt ein kostenfreies Whitepaper der Plattform Lernende Systeme.
Anzeige
Anzeige


Künstliche Intelligenz (KI) übernimmt in Unternehmen zunehmend nicht mehr nur einzelne Aufgaben. Systeme können nun mehrere Arbeitsschritte planen, digitale Werkzeuge sowie Datenquellen einbinden und mehrstufige Prozesse teilautonom ausführen. Beschäftigte werden verstärkt zu Koordinatoren und Kontrolleuren. Das neue Whitepaper „Generative KI und KI-Agenten in Unternehmen“ der Plattform Lernende Systeme zeigt, wie sich Tätigkeiten, Rollen und Organisationsstrukturen verändern – und welche Voraussetzungen Unternehmen für einen sicheren und produktiven Einsatz von KI-Agenten schaffen müssen.

Inhaltsverzeichnis

Nachweis für messbaren Erfolg mit KI steht noch aus

Zwischen ersten Anwendungen generativer und agentischer KI und ihrem produktiven Einsatz klafft in vielen Unternehmen eine deutliche Lücke. Trotz möglicher Effizienzgewinne verharren viele Projekte im Pilotstatus. Eine renommierte Studie zeigt, dass 95 % der untersuchten Unternehmen bislang keinen messbaren Return on Investment (ROI) nachweisen können. Mangelnde Zuverlässigkeit und Steuerbarkeit, hohe Kosten sowie Defizite bei Integration, Governance und Verantwortlichkeit erschweren den Dauerbetrieb.

Anzeige
Anzeige

Derweil betreffen mögliche Anwendungen die gesamte Wertschöpfungskette: Generative KI analysiert Informationen, unterstützt Simulationen und Ideenentwicklung oder erschließt Unternehmenswissen. Beschäftigte wechseln dabei vom Erstellen und Suchen zum Prüfen und Einordnen. KI-Agenten können zudem Experimente steuern, Geschäftsprozesse bearbeiten oder Fertigungsabläufe anpassen.

Ein Schritt weiter: von der generativen KI zum KI-Agenten

Generative KI erzeugt beispielsweise Texte, Code oder Analysen. KI-Agenten gehen einen Schritt weiter: Sie können innerhalb festgelegter Grenzen ganze Zielerreichungsprozesse bearbeiten. Sie planen Teilaufgaben, delegieren diese gegebenenfalls, bewerten Resultate und bessern nach. Beschäftigte definieren Ziele und Handlungsspielräume, überwachen Agentennetzwerke und greifen bei Unsicherheiten, Zielkonflikten oder sicherheitskritischen Entscheidungen ein.

„Wenn KI im Unternehmen selbstständig Aufgaben übernimmt, verändern sich auch die Fähigkeiten, die Menschen benötigen“, so Rahild Neuburger, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Neuburger ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion“ der Plattform Lernende Systeme. Neuburger weiter: „Sie müssen fundiert entscheiden, was sie an KI abgeben, ihre Ergebnisse kritisch prüfen und mit der KI kommunizieren können. Fachwissen bleibt dabei unverzichtbar – ergänzt durch Erfahrung, Steuerungs- und Delegationskompetenz sowie ein sicheres Gespür dafür, was die KI kann und wo die Grenzen liegen.“

Anzeige
Anzeige

Autonomie braucht klare Grenzen

Je mehr Arbeitsschritte ein System selbstständig ausführt, desto wichtiger werden nachvollziehbare Regeln und wirksame Kontrollmöglichkeiten. Fehler agentischer Systeme können sich über Prozessketten verstärken und nicht eindeutig definierte Lösungswege erschweren Tests, Zertifizierung und Erklärbarkeit. Systemübergreifende Zugriffe und das Langzeitgedächtnis von KI-Agenten werfen zudem Fragen zu Geschäftsgeheimnissen, personenbezogenen Daten, Zugriffsrechten und Löschkonzepten auf.

KI-Einführung nur mit klaren Zielvorstellungen

Die Autorinnen und Autoren des Papiers empfehlen, KI mit Zielbildern für Prozesse, Kompetenzen und Arbeitsstrukturen einzuführen. Gefordert sind verbindliche Leitlinien, ein verankertes Qualitätsmanagement, zielgruppengerechte Prüfstandards und ein systematischer Kompetenzaufbau der Mitarbeitenden. Mandatsüberschreitungen sollten durch Schutzschalter und begrenzte Zugriffsrechte verhindert werden. In Pilotphasen sollen Einsatzfelder, Datenbasis und Prozessreife von KI geprüft werden. Denn Erfolg bemisst sich nicht allein an Zeitersparnis, sondern auch an Faktoren wie Prozessstabilität, Ergebnisqualität, Innovationsgrad, Vertrauen und tatsächlicher Entlastung.

Anzeige
Anzeige

Menschen entlasten, qualifizieren und neue Arbeit schaffen

„Menschzentrierte Gestaltung von KI bedeutet, dass Automatisierung so in Arbeit integriert wird, dass sie Menschen entlastet, sie aber auch qualifiziert und ermächtigt – und zudem neue Arbeit schafft. Nur so kann KI zur nachhaltigen Entwicklung von Produktivität und Wertschöpfung von Unternehmen beitragen“, betont Norbert Huchler, Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e. V. und Mitglied der Arbeitsgruppe „Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion“ der Plattform Lernende Systeme.

Die Zielvision für Unternehmen sollte ein komplementäres Arbeitssystem zwischen Mensch und Technik sein: Der Mensch setzt Zweck, Ziele und Grenzen und bleibt Letztentscheider, KI-Agenten übernehmen hingegen die taktische Ausführung und beschleunigen die Zielerreichung.

Über das Whitepaper

Das Whitepaper „Generative KI und KI-Agenten in Unternehmen“ wurde von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion“ der Plattform Lernende Systeme verfasst. Es steht zum kostenfreien Download bereit.

(Quelle: Plattform Lernende Systeme)



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige