Verbundprojekt BIMpact 28.02.2022, 09:26 Uhr

Energieeffizienz von Gebäuden ganzheitlich betrachtet

Der Gebäudesektor spielt für das Erreichen der bis 2045 gesetzten Klimaschutzziele eine maßgebliche Rolle. Im Rahmen des Verbundprojekts BIMpact arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam daran, die Energieeffizienz eines Bauwerks über dessen gesamten Lebenszyklus nachhaltig zu verbessern.

Foto: panthermedia.net/ WrightStudio

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Unter Federführung der Ed. Züblin AG entwickelt das Institut für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung (IGTE) der Universität Stuttgart gemeinsam mit der Smartmakers GmbH (Ettlingen) und der Kölner aedifion GmbH derzeit ein integriertes System, in dem eine Kombination von cloudbasierter Gebäudeautomatisierung und Building Information Modeling (BIM) die Energieeffizienz von Gebäuden von deren Planung bis zum Rückbau optimieren soll. Das bis Juli 2024 laufende Forschungsprojekt BIMpact wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit 2,74 Millionen Euro aus Mitteln des 7. Energieforschungsprogramms gefördert.

LoRaWAN ermöglicht gebäudeweite IoT-Kommunikation

Das Ziel: Die Technische Gebäudeausstattung (TGA mit Gewerken wie Heizung, Kühlung, Lüftung, Sonnenschutz) soll bereits von Beginn an umfassend und durchgehend in ein BIM-Modell integriert werden. Sämtliche Gebäudefunktionen mit allen für den späteren Betrieb relevanten Informationen sollen bereits in der Planungs- und Bauphase im digitalen Modell abrufbar und editierbar sind. Ein besonderes Augenmerk im Verbundprojekt liegt auf Sicherheit und Stabilität des Gesamtsystems sowie dessen Beherrschbarkeit durch die Endnutzer. Die über Sensoren und Aktoren gesteuerten TGA-Komponenten sollen drahtlos über ein Low Power Wide Area Netzwerk (LPWAN) stabil, sicher und langzeittauglich vernetzt werden. Um das Ausbringen und die Verwaltung der LoRaWAN-Geräte so einfach wie möglich zu machen, wird der Projektpartner SmartMakers ein BIM-kompatibles Device-Monitoring entwickeln. Die so erfassten Betriebsdaten sollen anschließend in der von Adifion zu entwickelnden cloudbasierten Gebäudeleittechnik zusammenlaufen, um dort durch Künstliche Intelligenz (KI) analysiert und verarbeitet zu werden. Ein erster Funktionstest ist zum Projektabschluss auf einer Etage des Züblins Gebäudes Z3 in Stuttgart geplant.

Im Forschungsprojekt BIMpact werden die Möglichkeiten einer IoT-basierten Gebäudeautomatisierung mit BIM kombiniert, um die Energieeffizienz von Bauwerken über deren Lebenszyklus zu verbessern. Grafik:Ed. Züblin AG

Einsparungen bei Verbrauch von Energie, Zeit und Rohstoffen erwartet

Von der Verknüpfung innovativer Gebäudetechnologien in einem neuen Gesamtprozess versprechen sich die beteiligten BIMpact-Partner deutliche Fortschritte für einen nachhaltigen Ressourceneinsatz: Erwartet werden Einsparungen beim Verbrauch von Energie, Zeit und Rohstoffen. Die im Projekt entwickelte drahtlose und cloudbasierte Gebäudeautomatisierung soll nicht nur für Neubauten nutzbar sein, sondern auch die einfache und kostengünstige Nachrüstung bestehender Immobilien ermöglichen. Damit soll BIMpact Anreize zur energetischen Gebäudesanierung setzen und so die Langfristige Renovierungsstrategie (Long Term Renovation Strategy, LTRS) der Europäischen Union stützen.

 

 

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Von Züblin / Marc Daniel Schmelzer

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