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Bau

Betonkanus im Wettkampf: Leichtbau trifft Materialforschung

29. April 2026

Studierende paddeln ein selbst gebautes Betonkanu bei der Deutschen Betonkanu-Regatta auf dem Beetzsee.
Wie vor zwei Jahren präsentieren Studierende ihre selbst entwickelten Betonkanus bei der Deutschen Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel. Foto: IZB/ Sascha Steinbach
Bei der Deutschen Betonkanu-Regatta beweisen Studierende, dass Beton schwimmen kann – und setzen neue Maßstäbe für Innovation im Bauwesen.
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Beton gilt als schwer, massiv und unbeweglich. Doch Studierende aus Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Disziplinen beweisen das Gegenteil. Bei der 20. Deutschen Betonkanu-Regatta am 19. und 20. Juni 2026 in Brandenburg an der Havel verwandeln sie den klassischen Baustoff in schwimmfähige Hochleistungsboote. Damit verbinden sie Ingenieurskunst, Teamarbeit und Kreativität zu einem Wettbewerb, der weit über den sportlichen Vergleich hinausgeht.

Die Regatta zählt zu den außergewöhnlichsten Projekten im Bauwesen. Sie vereint technisches Know-how mit experimenteller Neugier und schafft gleichzeitig eine Bühne für Innovationen im Betonbau. Besucherinnen und Besucher erleben, wie aus einem vermeintlichen Paradox eine beeindruckende Realität wird.

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Inhaltsverzeichnis

Betonkanu als Symbol für innovativen Betonbau

Ein Betonkanu schwimmt nicht zufällig. Die Teams entwickeln ihre Boote von Grund auf selbst. Sie entwerfen die Form, mischen die Betonrezeptur und fertigen die Schalen mit höchster Präzision. Dabei kommt es auf jedes Detail an, denn nur das perfekte Zusammenspiel von Konstruktion, Material und Verarbeitung sorgt für Auftrieb und Stabilität.

Cheforganisator Torsten Bernhofen vom InformationsZentrum Beton bringt den Charakter der Veranstaltung auf den Punkt. Er betont: „Die Betonkanu-Regatta ist weit mehr als ein sportlicher Wettkampf“. Vielmehr nutzen Studierende sie als praxisnahes Versuchsfeld, denn „für Studierende aus Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Disziplinen ist sie ein reales Experimentierfeld für innovative Betontechnologien.“

Nachhaltigkeit im Fokus

Nachhaltigkeit spielt bei der Entwicklung der Boote eine zentrale Rolle. Die Teams setzen sich intensiv mit Materialeffizienz, Recyclingfähigkeit und ressourcenschonenden Betonmischungen auseinander. Dadurch entstehen Kanus, die nicht nur leicht und stabil sind, sondern auch neue Wege für den zukunftsfähigen Betonbau aufzeigen.

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Gleichzeitig fördert der Wettbewerb verantwortungsbewusstes Planen. Studierende lernen, ökologische Anforderungen mit technischen Lösungen zu verbinden. So entstehen Konzepte, die auch über die Regatta hinaus Impulse für Forschung und Praxis liefern.

Kreativität und Betonkanu-Designs auf höchstem Niveau

Neben den Rennen begeistert die „Offene Klasse“ mit außergewöhnlichen Ideen. Hier präsentieren die Teams ihre Betonkanus als kreative Gesamtkunstwerke. Fantasievolle Formen, ungewöhnliche Themenwelten und mutige Konstruktionen prägen die Bootsparade.

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Unter dem Motto „Ist aus Beton und schwimmt“ zeigen rund 20 Boote, wie vielseitig der Baustoff sein kann. Die Auszeichnung der besten Designs würdigt dabei nicht nur die Optik, sondern auch das konzeptionelle Zusammenspiel von Technik und Gestaltung.

Sportlicher Wettkampf und Betonkanu-Auszeichnung

Im sportlichen Teil treten Damen-, Herren- und Mixed-Teams gegeneinander an. Sie paddeln um den Sieg und messen sich unter realen Wettkampfbedingungen. Die anschließende Verleihung der Auszeichnungen macht die Leistungen sichtbar und honoriert monatelange Vorbereitung, Teamgeist und Ingenieurskunst.

Für viele Teilnehmende markiert diese Ehrung einen wichtigen Meilenstein. Sie zeigt, wie praxisnahe Hochschulprojekte Anerkennung finden und wie wertvoll interdisziplinäres Arbeiten im Bauwesen ist.

Ein etabliertes Nachwuchsformat mit Zukunft

Seit ihrer Premiere im Jahr 1986 hat sich die Deutsche Betonkanu-Regatta alle zwei Jahre zu einem festen Termin für den Ingenieur- und Architekturnachwuchs entwickelt. Organisiert vom InformationsZentrum Beton im Namen der deutschen Zement- und Betonindustrie, verbindet sie Ausbildung, Innovation und Öffentlichkeit.

Interessierte können den Baufortschritt der Teams über den Instagram-Kanal @izb_betonkanu oder den Hashtag #betonkanu verfolgen. Vor Ort lässt sich die Vielfalt der Boote hautnah erleben – kostenfrei und für alle zugänglich. So bleibt die Regatta ein lebendiger Beweis dafür, dass Beton weit mehr kann, als man ihm auf den ersten Blick zutraut. (InformationsZentrum Beton / Heike van Ooyen)

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