Automatisiert, digital, vernetzt: Fertigung auf dem nächsten Level
22. Juli 2025

Produktionshallen verändern sich. Wo früher Menschen Maschinen manuell steuerten, übernehmen heute vernetzte Systeme zunehmend die Kontrolle. Ein Blick auf die EMO 2025 zeigt, wie automatisierte Fertigung konkret aussehen kann. In Halle 2 präsentiert DMG MORI unter dem Motto „Manufacturing the Future“ seine Vorstellung von vernetzter, nachhaltiger und flexibler Produktion.
In der sogenannten „DMG MORI World“ treffen Sie auf über 40 Werkzeugmaschinen, davon 33 mit integrierter Automatisierung. Acht davon feiern auf der Messe Weltpremiere. Die ausgestellten Lösungen reichen vom klassischen Fräsen über Ultraschallbearbeitung bis hin zur additiven Fertigung. Das Ziel: Prozesse verschlanken, Ressourcen sparen und Maschinen effizienter betreiben.
Drei Säulen für eine neue Produktionslogik
Der Messeauftritt von DMG MORI stützt sich auf drei Schwerpunkte: Technologie, Machining Transformation (MX) und 5+X Industries.
Technologie ist die Basis – sie bringt neue Möglichkeiten in die Werkhallen. Ob automatisierte Fertigungszellen, robotergestützte Werkstückhandhabung oder fahrerlose Transportsysteme: Die Verbindung von Maschine, Mensch und Software steht im Fokus.
Der zweite Bereich, die Machining Transformation (MX), steht für einen grundlegenden Wandel. Vier Säulen bilden hier das Rückgrat:
- Prozessintegration,
- Automation,
- Digitale Transformation (DX)
- und Grüne Transformation (GX).
Diese Transformationen sollen nicht nur die Produktivität steigern. Sie sollen auch die Produktion nachhaltiger und anpassungsfähiger machen.
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Prozessintegration: Mehr Bearbeitung in einem Schritt
Ein zentrales Thema ist die Integration mehrerer Bearbeitungsschritte in einer Maschine. Beispielhaft ist hier die DMC 125 FDS duoBLOCK µPrecision. Sie kann fräsen, drehen und schleifen – ohne dass das Werkstück zwischendurch neu gespannt werden muss. Das spart Zeit, senkt den Personalaufwand und verbessert die Qualität.
Automation ist ein weiteres Standbein der Transformation. DMG MORI stellt hierzu unter anderem fahrerlose Transportsysteme der AMR-Serie vor. Sie transportieren Werkzeuge, Paletten und Bauteile autonom zwischen Maschinen. Damit lassen sich bis zu 7.000 Betriebsstunden pro Jahr erzielen.
Digitalisierung als Steuerzentrale der Fertigung
Digitale Werkzeuge verknüpfen alle Bereiche der Produktion. Die App-Plattform CELOS X fungiert dabei als Schaltzentrale. Sie unterstützt Sie bei der Planung, Programmierung und Optimierung Ihrer Fertigungsprozesse.
Ein Beispiel ist der GREENMODE: Er analysiert den Energieverbrauch der Maschinen und hilft, diesen um bis zu 30 % zu senken. Diese Funktion wird in Zeiten steigender Energiekosten immer relevanter – auch für kleine und mittelständische Unternehmen.
Nachhaltigkeit wird Produktionsfaktor
Mit der Grünen Transformation (GX) verfolgt DMG MORI das Ziel, Maschinen nachhaltiger zu gestalten. Das beginnt bei der Auswahl der Materialien und reicht bis zur Möglichkeit, Maschinen einfach zu recyceln oder umzurüsten. Auch das CELOS-System spielt hier eine Rolle: Es liefert Daten, mit denen sich Prozesse ressourcenschonend steuern lassen.
„Was wir auf der EMO präsentieren, ist mehr als Technologie – es ist ein Blick in die Zukunft der Fertigung“, sagt Irene Bader, Vorständin bei DMG MORI. „Besonders für den Mittelstand schaffen wir damit praxisnahe und zukunftssichere Konzepte.“
5+X Industries: Lösungen für anspruchsvolle Branchen
Technologie und Transformation entfalten ihre Wirkung erst im industriellen Alltag. Hier setzt das Konzept „5+X Industries“ an. Fünf Branchen stehen im Fokus:
- Luft- und Raumfahrt,
- Mobilität,
- Werkzeug- und Formenbau,
- Medizintechnik
- sowie Daten- und Halbleiterindustrie.
Das „X“ steht für weitere Sektoren, die von den Lösungen profitieren. Im Zentrum steht die Verbindung von Anforderungen aus der Praxis mit technologischen Möglichkeiten. Wer auf der Messe unterwegs ist, sieht in diesen Bereichen konkrete Anwendungen – von der Titanbearbeitung für die Luftfahrt bis zur hochpräzisen Fräszelle für die Halbleitertechnik.
Acht neue Maschinen – eine Richtung
Die acht Weltneuheiten auf der EMO zeigen, wohin die Reise geht: Mehr Integration, mehr Automatisierung, mehr Flexibilität. Beispiele sind:
- die DMU 20 linear,
- die DMC 65 monoBLOCK (2. Generation),
- und die ULTRASONIC 60 Precision, die Ultraschallbearbeitung mit klassischem Fräsen kombiniert.
Alle Maschinen sind auf Automatisierung vorbereitet. So können Sie mit flexiblen Modulen wie dem neuen AMR 1000 selbst Spänebehälter oder Materialpaletten automatisiert bewegen lassen.
DMG MORI auf der EMO Hannover: Halle 2, Stand A21
Quelle: DMG MORI



































