Anzeige

Amazon-Störung legt Teile des Internets lahm – Zeichen der Entwarnung

20. Oktober 2025

Plötzlich geht nichts mehr: Von Fortnite bis Zoom – ein Ausfall bei AWS legt große Teile des Internets lahm.
Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk
Großer AWS-Ausfall: Fehler in Amazon-Cloud lähmt weltweit Websites, Apps und Tools wie Snapchat, Zoom und Fortnite.
Anzeige
Anzeige


Eine großflächige Störung bei Amazon Web Services (AWS) hat am Montag zahlreiche Websites, Apps und Cloud-Dienste zeitweise lahmgelegt. Betroffen waren laut dem Unternehmen selbst sowohl eigene Angebote von Amazon als auch Anwendungen Dritter – darunter bekannte Plattformen wie Canva, Snapchat, Fortnite, Slack, Zoom, Duolingo und Perplexity AI.

Nach Angaben von AWS lag der Ursprung der Probleme in der zentralen US-Region US-East-1 (Nord-Virginia), wo es beim Datenbankdienst Amazon DynamoDB zu massiven Fehlerraten kam. In der Folge reagierten auch weitere 29 AWS-Dienste mit Verzögerungen oder kompletten Ausfällen. Auf der AWS-Statusseite hieß es, man habe eine „operational issue“ identifiziert und arbeite an der Behebung. Mittlerweile ist der Fehler behoben, doch noch arbeiten nicht alle Systeme wieder fehlerfrei.

Anzeige
Anzeige

Inhaltsverzeichnis

Aktualisierung 12:40 Uhr: Erste Zeichen der Entwarnung

Am Montagmittag kamen dann erste Zeichen der Entwarnung. „Wir sehen deutliche Anzeichen für eine Besserung“, hieß es auf der AWS-Statusseite. Zuvor hatte Signal-Präsidentin Meredith Whittaker darauf hingewiesen, dass ihr Messenger-Dienst durch eine Störung bei AWS in Mitleidenschaft gezogen ist. „Hey Leute, wir wissen, dass Signal bei einigen von euch gerade nicht läuft. Das scheint mit einem größeren Ausfall von AWS zusammenzuhängen. Bleibt dran“, schrieb Whittaker auf Bluesky.

Um 12:35 Uhr MEZ meldete Amazon, dass das zugrunde liegende DNS-Problem vollständig behoben sei und die meisten AWS-Dienste wieder normal funktionieren. Obwohl die meisten Vorgänge wiederhergestellt sind, kommt es jedoch immer noch zu erhöhten Fehlerraten. Eine Lösung könnte sein, den DNS-Cache zu leeren, so die Verantwortlichen.

Meldung 11:30 Uhr: Fehler bei der DNS-Auflösung als mögliche Ursache

Nach ersten Analysen kam es zu einem Problem bei der DNS-Auflösung des DynamoDB-Endpunkts, was den Datenverkehr zu den betroffenen Servern massiv beeinträchtigte. Diese Art von Fehler kann sich schnell auf zahlreiche andere Systeme auswirken – besonders dann, wenn sie auf zentrale Datenbanken oder Authentifizierungsdienste angewiesen sind.

Anzeige
Anzeige

Wie das Nachrichtenportal The Verge berichtet, führten die Störungen in den USA und Europa dazu, dass sich viele Nutzer*innen nicht mehr bei ihren Konten anmelden oder Cloud-Dienste synchronisieren konnten. Auch Amazon-eigene Dienste wie Amazon Music, Ring, Prime Video oder der Online-Shop Amazon.de reagierten vorübergehend langsamer als gewohnt.

Auf dem Störungsportal allestörungen.de schnellten die Meldungen bereits am Vormittag sprunghaft in die Höhe. Viele Nutzer meldeten Ladefehler, Verbindungsabbrüche oder leere Seiten.

Anzeige
Anzeige

Globale Auswirkungen

Wie Reuters berichtet, spürten auch Finanz-Apps, Online-Shops und Unternehmensportale die Folgen des Ausfalls. Zahlreiche Firmen in den USA, Großbritannien und Deutschland meldeten zeitweise Verbindungsprobleme. Das zeigt, wie stark viele digitale Angebote von der Cloud-Infrastruktur des US-Konzerns abhängen.

AWS gilt als größter Cloud-Anbieter der Welt. Das Tochterunternehmen von Amazon betreibt Rechenzentren in 33 geografischen Regionen und stellt Unternehmen Rechnerleistung, Speicherplatz und Software-Dienste zur Verfügung – unter anderem für Künstliche Intelligenz, Big Data und E-Commerce. Vor allem Start-ups greifen auf AWS zurück, um ihre IT-Kapazitäten flexibel zu skalieren, ohne eigene Server betreiben zu müssen.

Dieser Komfort hat jedoch seinen Preis: Fällt eine zentrale AWS-Region aus, sind schnell Tausende Websites und Anwendungen weltweit betroffen. Bereits frühere Störungen in den Jahren 2021 und 2023 zeigten, dass sich viele Anbieter zu stark auf die US-East-1-Region konzentrieren – jene Region, die auch diesmal das Epizentrum der Probleme war.

AWS arbeitet an Aufklärung

AWS teilte am Vormittag (MEZ) mit, man habe die Ursache lokalisiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Gegen Abend normalisierten sich die meisten betroffenen Dienste. Eine ausführliche technische Aufarbeitung – ein sogenanntes Post Event Summary – steht bislang noch aus.

Solche Berichte veröffentlicht AWS in der Regel nur bei besonders gravierenden Störungen, wenn ein signifikanter Anteil der Kundinnen und Kunden betroffen war. Darin werden Ablauf, Ursachen und Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Ausfälle detailliert beschrieben.

(mit dpa)



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

Projektleiter Umspannwerke (m/w/d)
TenneT

14.09.2026
Bayreuth
Technischer Redakteur (w/m/d) Avionik
Akkodis Germany GmbH

14.09.2026
München
Senior Softwareentwickler C++(w/m/d)
Akkodis Germany GmbH

14.09.2026
München
Bauingenieur / erfahrener Bautechniker für den Streckenbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für die Projektleitung im Streckenbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Abteilungsleitung (w/m/d) Bauwerksprüfung
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur / erfahrener Bautechniker für den Konstruktiven Ingenieurbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für Streckenplanung (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für Straßenplanung / Verkehrsplanung (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für die Projektleitung im Konstruktiven Ingenieurbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

14.09.2026
Würzburg
Senior Expert Maritime Systems Engineering (w/m/d)
HENSOLDT

14.09.2026
Wilhelmshaven, Kiel, Rostock, Hamburg
Systems Engineering (w/m/d)
HENSOLDT

14.09.2026
Rostock
Fachkoordinator:in
Westdeutscher Rundfunk

14.09.2026
Köln
Kundenbetreuer Service Industrie (m/w/d)
Grünbeck AG

14.09.2026
Höchstädt an der Donau
Teamleitung operative Netzführung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

14.09.2026
Wendlingen am Neckar
300mm Metrology Expert (all genders)
AIXTRON SE

14.09.2026
Herzogenrath
Qualitätsprüfer (m/w/d)
Horn Hartstoffe GmbH

15.09.2026
Tübingen
Inbetriebnahme- & Applikationstechniker Drive-by-Wire (m/w/d)
Arnold NextG GmbH

15.09.2026
Pfronstetten-Aichelau
Projektleitung Hafenausbau und Hafensanierung (m/w/d)
Stadt Hildesheim Der Oberbürgermeister

15.09.2026
Hildesheim
Projektmitarbeiter:in (m/w/d) im Bau- und Vertragsmanagement
IGS Ingenieure GmbH & Co. KG

15.09.2026
Duisburg, Hamburg, München, Stuttgart, Weimar⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige