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Effiziente Streifenbelüfter

14. Mai 2025

In die mechanisch-biologischen Kläranlage des Abwasserverbands Vorderes Renchtal werden die Abwässer von neun Gemeinden – wie der „Grimmelshausen-Stadt“ Renchen sowie Oberkirch und Achern – eingeleitet. Das Abwasser fließt über die Ortskanalisation und zwei Hauptsammler der Kläranlage mit einer Größe von 32 000 Einwohnerwerten (EW) zu. „Wir sind grundsätzlich eine völlig normale…
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In die mechanisch-biologischen Kläranlage des Abwasserverbands Vorderes Renchtal werden die Abwässer von neun Gemeinden – wie der „Grimmelshausen-Stadt“ Renchen sowie Oberkirch und Achern – eingeleitet. Das Abwasser fließt über die Ortskanalisation und zwei Hauptsammler der Kläranlage mit einer Größe von 32 000 Einwohnerwerten (EW) zu.

„Wir sind grundsätzlich eine völlig normale kommunale Kläranlage“, erklärt Kläranlagen-Betriebsleiter Christian Spinner, allerdings gebe es eine Besonderheit: „Das Renchtal ist eine traditionelle Schnapsbrenner-Gegend. 80 % des deutschen Kirschwassers kommt direkt aus dieser Region.“ Damit landen vor allem in den Wintermonaten – der Hauptproduktionszeit der dortigen Spirituosenherstellung – große Mengen an abgebrannter Maische aus Schnapsbrennereien in der Kläranlage Renchen. Dies ist eine Herausforderung für sämtliche Bereiche der Kläranlage.

Die Kläranlage Renchen: Vor allem in den Wintermonaten landen dort große Mengen abgebrannter Maische aus Schnapsbrennereien. Mit den beiden massiven Faulbehältern deckt die Kläranlage bereits 90 % ihres Energiebedarfs – und dank der Energieeinsparung durch die neuen Streifenbelüfter könnten die Faulbehälter bald den gesamten Energiebedarf decken.

Aufgrund dieser Abwasserbeschaffenheit stehen in der Anlage in Renchen zwei wuchtige Faultürme mit jeweils 1 500 m3 Fassungsvermögen. Hier wird auch das Restmaterial der Schnapsbrenner vergärt. Mit den beiden Faulbehältern deckt die Kläranlage alleine 90 % ihres Energiebedarfs ab – rund 800 000 kWh Strom werden pro Jahr produziert.

Ziel: energieautarke Kläranlage

Bald könnte die gesamte Anlage sogar energieautark laufen – dank neuer Streifenbelüfter. Die Belüftung der drei Biologiestraßen der Kläranlage wurde in den Monaten Mai bis Oktober 2024 vollständig auf die deutlich energieeffizienteren Belüftermodule der niederösterreichischen Firma Aquaconsult Anlagenbau aus Traiskirchen südlich von Wien umgerüstet: die „Aeropstrip Type G“-Module. Jedes dieser Module besteht aus vier „Type Q2,0“-Streifenbelüftern.

Die Montage der insgesamt 109 neuen Aeropstrip-Module verlief reibungslos, erinnert sich Spinner: „Wir konnten durchgehend im Normalbetrieb fahren.“ Bestehende Bodenbefestigungen und Rohrleitungen wurden von den Aquaconsult-Monteuren weiterverwendet. Die flexible Einbaumöglichkeit der Module hat dabei geholfen. Die Umrüstzeit für jede der drei Biologiestraßen dauerte drei bis vier Tage.

Die Kläranlage Renchen: Vor allem in den Wintermonaten landen dort große Mengen abgebrannter Maische aus Schnapsbrennereien. Mit den beiden massiven Faulbehältern deckt die Kläranlage bereits 90 % ihres Energiebedarfs – und dank der Energieeinsparung durch die neuen Streifenbelüfter könnten die Faulbehälter bald den gesamten Energiebedarf decken.

Strombedarf sinkt um fast ein Drittel

Die effiziente Performance der Streifenbelüfter machte sich schon ab dem ersten Tag bemerkbar: „Unsere Gebläse waren auf den extrem effizienten Sauerstoffeintrag der Module gar nicht ausgelegt“, schildert Spinner. „Nachdem wir das aber rasch gelöst hatten, läuft die Anlage nun vor allem nachts in einem enorm sparsamen Modus – und wir erzielen jetzt schon eine Stromverbrauchsreduktion von etwa 30 %.“

In Zukunft wird der Kläranlagenbetreiber auch von der flexiblen Tauschmöglichkeit der Module profitieren: „Man kann jeden Belüfterstreifen im Bedarfsfall einzeln austauschen, was im Vergleich zum Vorgängerprodukt erhebliche Erleichterungen im Handling unserer Anlage mit sich bringt“, sagt Spinner

Innovative Streifenbelüfter global erfolgreich

Die innovativen Belüfter aus Traiskirchen garantieren in vielerlei Kläranlagen-Typen eine hohe Flexibilität und Anpassung auf verschiedene Betriebszustände und dadurch hohe Energieeinsparungen. „Dank permanenter Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie regelmäßig durchgeführter Leistungstest kann unser Aerostrip heute als einer der effizientesten Vertreter feinblasiger Tiefenbelüfter angesehen werden“, betont Rüdiger Vrabac, Niederlassungsleiter bei Aquaconsult Anlagenbau in Deutschland mit Sitz in Rinnthal, Rheinland-Pfalz.

Die Kläranlage Renchen: Vor allem in den Wintermonaten landen dort große Mengen abgebrannter Maische aus Schnapsbrennereien. Mit den beiden massiven Faulbehältern deckt die Kläranlage bereits 90 % ihres Energiebedarfs – und dank der Energieeinsparung durch die neuen Streifenbelüfter könnten die Faulbehälter bald den gesamten Energiebedarf decken.

Die Aerostrips aus Österreich werden inzwischen rund um den Erdball in weltweit mehr als 2 500 industriellen und kommunalen Kläranlagen eingesetzt. Aktuell darf das Unternehmen Aquaconsult Anlagenbau auch auf einige ganz besondere Referenzen in Deutschland blicken. Dazu zählen die Kläranlage „Alte Emscher“ in Duisburg, und die Kläranlage Zweibrücken in Rheinland-Pfalz, die als Vorzeigebeispiel für sparsamen Anlagenbetrieb gilt. Darüber hinaus wird auch in den drei Abwasserreinigungsanlagen Kopenhagens auf Aerostrips gesetzt oder in der „Western Treatment Plant“ in Melbourne, Australien. Die Entscheidung der jeweiligen Betreiber, in ihren Anlagen Streifenbelüfter von Aquaconsult einzusetzen, bringt immer auch eine imposante Energie- beziehungsweise CO2-Einsparung mit sich.

www.aquaconsult.at



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