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VW ID. Cross Concept: Ist weniger Mut der Schlüssel zum Erfolg?

07. September 2025

ID. CROSS Concept
Der VW ID. Cross Concept: Kompaktes Elektro-SUV mit klaren Linien, viel Raum im Innenraum und bis zu 420 km Reichweite. Foto: Volkswagen AG
Volkswagen bringt 2026 den ID. Cross. Das kompakte Elektro-SUV setzt auf klare Linien, solide Technik und bis zu 420 km Reichweite.
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Wenn Volkswagen ein neues Auto zeigt, ist die Spannung groß. Vor allem dann, wenn es um ein Elektroauto geht, das in einem besonders umkämpften Marktsegment antreten soll. Mit dem ID. Cross Concept erweitert der Konzern seine Palette an E-Kleinwagen. Auf der IAA MOBILITY in München stand er erstmals auf der Bühne, die Serienversion soll im Sommer 2026 bei den Händlern stehen.

Für Volkswagen ist das Auto mehr als nur ein weiteres Modell. Es ist der Versuch, im Bereich der erschwinglichen Elektro-SUVs einen festen Platz zu sichern. Während andere Hersteller auf mutige Experimente setzen, bleibt VW hier bodenständig. Genau das könnte der Schlüssel zum Erfolg sein.

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Inhaltsverzeichnis

Klare Linien statt Experimentierfreude

Volkswagen beschreibt seine neue Designsprache als „Pure Positive“. Chefdesigner Andreas Mindt fasst es so zusammen: „Wir nennen unsere neue Designsprache ‚Pure Positive‘. Sie basiert auf unseren drei Designecksäulen ‚Stabilität‘, ‚Sympathie‘ und ‚Secret Sauce‘ und kennzeichnet künftig jeden neuen Volkswagen.“

Tatsächlich wirkt der ID. Cross Concept zurückhaltend, fast nüchtern. Die Front erinnert an bekannte VW-Modelle, doch die Lichtsignatur lässt den Wagen förmlich „lächeln“. Auffällig sind die breiten Flächen und die geradlinige Fensterlinie, die Erinnerungen an Golf und Bulli wecken.

Die 21-Zoll-Felgen, die auf der Messe glänzten, werden in der Serienproduktion kaum eine Rolle spielen. Vieles andere dagegen schon: Abmessungen, Proportionen und Grundlayout gelten als gesetzt.

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Frontansicht des VW ID. Cross Concept: klare Linien, markante Lichtsignatur und ein fast freundliches ‚Lächeln‘.

Innenraum: Schluss mit Slidern

Ein Blick ins Cockpit zeigt, dass Volkswagen gelernt hat. Die viel kritisierten Touch-Slider, die etwa bei ID.3 oder ID.4 für Frust sorgten, sind verschwunden. Stattdessen gibt es wieder echte Schalter und Drehregler – etwa für Lautstärke oder Klimaanlage.

Die Sitze lassen sich komplett umklappen, sodass eine fast durchgehende Liegefläche entsteht. Ob dieses Detail tatsächlich in die Serie übernommen wird, ist fraglich. Doch die Richtung ist klar: Variabilität im Innenraum bleibt wichtig. Auch weil Konkurrenten wie der Hyundai Inster oder der Renault 4 ähnliche Lösungen bieten.

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VW verspricht zudem eine wohnliche Atmosphäre. Warme Farben, pflanzliche Muster auf den Displays und sogar echte Pflanzen in der Mittelkonsole sollen das Auto zu einer Art Lounge machen.

VW ID. Cross Concept – Technische Daten (Stand: IAA MOBILITY 2025)

Länge: 4,16 m

Breite: 1,84 m

Höhe: 1,59 m

Radstand: 2,60 m

Kofferraum: 450 l + 25 l Frunk

Motorleistung: 155 kW

Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h

Reichweite (WLTP, prognostiziert): bis 420 km

Akku: ca. 55 kWh (NMC) / ca. 40 kWh (LFP, Basisversion möglich)

Ladezeit: ca. 10–80 % in < 30 min (DC-Schnellladung)

Anhängelast: 1200 kg

Stützlast: 75 kg

Antrieb: Frontantrieb (MEB+ Plattform)

 

Technik: MEB+ bringt den Fortschritt

Unter dem Blech steckt der MEB+, eine Weiterentwicklung des bekannten Elektro-Baukastens von Volkswagen. Statt Heckantrieb wie bei bisherigen ID.-Modellen gibt es hier Frontantrieb. Das soll nicht nur Platz im Innenraum schaffen, sondern auch Kosten senken.

Die Batteriegrößen variieren: In der Basisversion dürfte ein Akku mit rund 40 kWh verbaut sein, in den stärkeren Varianten wohl etwa 55 kWh. VW hält sich bei Details noch bedeckt, doch klar ist: Auch günstige Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) sollen zum Einsatz kommen. Sie sind langlebig, laden bei Kälte aber langsamer. Für Kund*innen bedeutet das mehr Wahlmöglichkeiten – je nach Budget und Fahrprofil.

Bei der Reichweite spricht VW von bis zu 420 km nach WLTP. Realistisch dürfte das im Alltag etwas weniger sein. Doch wer vor allem in der Stadt unterwegs ist, wird mit dem Einstiegsmodell mit rund 300 km Reichweite ebenfalls auskommen.

Lenkrad und Instrumente im VW ID. Cross Concept: klassische Schalter kehren zurück, ergänzt durch digitale Displays.

Assistenzsysteme ohne Einschränkung

Auch wenn VW bislang keine Liste veröffentlicht hat: Die Technik dürfte sich eng an der des geplanten ID. Polo orientieren. Dazu gehören Systeme wie Travel Assist (eine Kombination aus adaptivem Tempomat und Spurführung) oder eine 360-Grad-Kamera. Neu ist die Ampelerkennung, die das Fahren in Städten erleichtern soll.

Damit zieht der ID. Cross mit größeren Modellen gleich. Volkswagen möchte offenbar vermeiden, dass sich der kleine SUV wie ein Sparpaket anfühlt.

ID. CROSS Concept
Der VW ID. Cross Concept von hinten: kompakte Proportionen und markante Rückleuchten.

Konkurrenz: Renault, Toyota und Hyundai

Der ID. Cross kommt in ein hart umkämpftes Segment. Renault bringt den elektrischen R4, Toyota den Urban Cruiser, Hyundai den Inster. Alle Modelle bewegen sich preislich um die 30.000 Euro und bieten Reichweiten zwischen 300 und 400 km.

Volkswagen wird mitziehen müssen. Experten gehen davon aus, dass die Basisversion unter 30.000 Euro starten wird. Für größere Batterien und mehr Ausstattung werden aber schnell 35.000 bis 40.000 Euro fällig.

Einordnung: Kleinwagen mit großer Aufgabe

Warum setzt Volkswagen so stark auf den ID. Cross? Ganz einfach: Der SUV trifft den Geschmack vieler Kundinnen und Kunden. Kompakt, praktisch und mit genug Platz für Familie oder Freundeskreis. Dazu ein Preis, der noch unterhalb der großen ID.-Modelle liegt.

Der ID. Cross ist für VW das Pendant zum T-Cross mit Verbrennungsmotor. Ein Auto, das auf bewährter Technik basiert und ohne Experimente eine breite Kundschaft anspricht.



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