Im Herbst 2026 wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erneut den mit 10 000 Euro dotierten Deutschen Gefahrstoffpreis verleihen. Bis Ende März 2026 können neue Ideen und Anregungen zur Vermeidung von Risiken im Umgang mit Gefahrstoffen eingereicht werden. Unter dem Motto „Sicher. Besser. Arbeiten“ werden diesmal vorbildliche praktische Problemlösungen und Initiativen gesucht, die sich in die ersten drei Maßnahmen des STOP-Prinzips einordnen (die persönlichen Schutzmaßnahmen als letzte Stufe werden nicht als beste Lösung gesehen):
- Substitution, z. B. das Ersetzen eines Gefahrstoffs durch einen anderen Stoff oder ein technisches Verfahren, der oder das insgesamt zu einer geringeren Gefährdung führt,
- Technische Schutzmaßnahmen, z. B. das Arbeiten im geschlossenen System oder das Absaugen von Gefahrstoffen,
- Organisatorische Schutzmaßnahmen, z. B. Initiativen im Bereich der Schulung und Unterweisung oder das Festlegen von Wartungsplänen.
Innovative Maßnahmen zum Schutz vor Gefahrstoffen
Der Deutsche Gefahrstoffschutzpreis honoriert seit 30 Jahren vorbildliche und wegweisende Aktivitäten zum Schutz vor Gefahrstoffen, wird alle zwei Jahre ausgelobt und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die die Geschäfte des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS) führt, organisiert. Teilnehmen können Einzelpersonen, Personengruppen sowie Organisationen und Unternehmen. Angesprochen sind hier vor allem die Branchen Recycling- und Kreislaufwirtschaft, Baugewerbe, Chemieindustrie, Holzwirtschaft, Metallindustrie sowie Verkehr und Logistik.
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