27.04.2015, 09:03 Uhr | 0 |

Virtueller Beipackzettel Medizinische Smartphone-App TruScan erkennt Milliarden von Pillen

Die medizinische App „TruScan“ verspricht Hilfe bei der Einnahme von Medikamenten. Sie erkennt Milliarden von Pillen – sofort. Dafür muss lediglich die Gravur in der Tablette gescannt  und online in einer Cloud abgeglichen werden. TruScan fungiert als virtueller Berater und gibt den Patienten Auskunft über die Medikamente – schriftlich oder akustisch. 

Pillen
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Interaktive Pillen: Werden die Gravuren gescannt, kann die App TruScan die nötigen Informationen über das Medikament umgehend liefern.

Foto: TruMedicines

Viele Patienten, die verschiedene Medikamente über den Tag verteilt einnehmen müssen, verlieren den Überblick, wenn es darum geht, ihre Pillen zu erkennen. Oftmals kommt es zu Verwechslungen und zu der Frage, um welche Pille in der Hand es sich da nun handelt. Mit bloßem Auge sind die Unterschiede der Tabletten für einen Laien kaum auszumachen.

Künftig sollen es Patienten einfacher haben, die Kontrolle über ihre Medikamenteneinnahme zu behalten. Besonders ältere und chronisch kranke Menschen müssen täglich eine größere Zahl an Pillen zu sich nehmen. Und auch der Beipackzettel geht schon mal verloren. Doch um die volle Wirkkraft der Medikamente zu erreichen und falsche oder doppelte Einnahmen zu vermeiden ist es wichtig, möglichst alles über die Arzneimittel zu wissen.

Die Firma TruMedicines verspricht diese notwendige Unterstützung mit ihrer neu entwickelten  TruScan-App. Das Programm erkennt Milliarden von Pillen und liefert dem Patienten Informationen wie den Namen des Medikaments, die Zusammensetzung der Wirkstoffe, Neben- sowie Wechselwirkungen, Ablaufdatum und sogar alternative Wirkstoffe werden genannt.

Cloud-basierte Bilderkennung für die Identifikation

Zur Identifikation der Pillen scannt die App die kleinen Einkerbungen und Gravierungen des Medikamentes ein.Mit bloßem Auge sind diese kaum zu erkennen.

Die aufgenommenen Bilder werden in einer speziellen Hochgeschwindigkeits-Cloud abgeglichen. Dann kann der Nutzer entscheiden, in welcher Form er die Informationen erhalten möchte. Schriftlich auf dem Bildschirm des Smartphones oder aber in akustischer Form.

TruScan-App spricht 52 Sprachen

Die Vorleseoption ist insbesondere für ältere Menschen von Vorteil, deren Sehfähigkeit eingeschränkt ist. Weltweit sind etwa 285 Millionen Menschen in ihrer Sehkraft beeinträchtigt. 39 Millionen davon sogar blind. Und 82 Prozent der sehbehinderten Menschen haben das Alter von 50 Jahren überschritten.

Auch die Sprache soll kein Hindernis sein. So spricht die App 52 Sprachen. Von der Vorleseoption könnten daher auch besonders viele Menschen profitieren, die nicht lesen können. In Afrika, Indien und Südostasien beispielsweise liegt die durchschnittliche Alphabetisierungsrate bei unter 50 Prozent.

Zur Wahrung der Privatsphäre werden sämtliche Daten verschlüsselt auf das Smartphone gesendet und nicht gespeichert. 

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Von Petra Funk
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