Automobilzulieferer 03.04.2025, 11:17 Uhr

Webasto streicht 650 Stellen in Deutschland

Der angeschlagenen Automobilzulieferer Webasto will bis Jahresende 650 Stellen abbauen. Effizienz und Produktivität sollen dadurch verbessert werden.

Die Ampel steht bis Ende 2025 für 650 Webasto-Mitarbeitende auf Rot. Ihre Stellen werden gestrichen. Foto: picture alliance/dpa/Lino Mirgeler

Die Ampel steht bis Ende 2025 für 650 Webasto-Mitarbeitende auf Rot. Ihre Stellen werden gestrichen.

Foto: picture alliance/dpa/Lino Mirgeler

Webasto muss Stellen abbauen, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftssicherheit des Automobilzulieferers zu stärken – darauf einigten sich Unternehmensleitung und Betriebsrat. Die Kapazitäten müssen laut Unternehmensangaben  angepasst werden, um  Effizienz und Produktivität deutlich zu verbessern. Rund  650 Arbeitsplätze sollen daher bis Ende 2025 abgebaut werden. Der Vorstandsvorsitzende der Webasto SE, Jörg Buchheim, betonte: „Dies war eine schwere, aber angesichts der Marktentwicklung auch bei Webasto unumgängliche Entscheidung.“ Sie trägt laut Buchheim wesentlich dazu bei, Webasto auch langfristig zukunftsfest zu machen. „Die geplanten Personalmaßnahmen werden wir mit größtem Respekt für die soziale Sicherheit unserer Mitarbeitenden und im Einklang mit unserer Unternehmenskultur umsetzen.“

Stellenabbau sozialverträglich gestalten

Um die Reduzierung von Arbeitsplätzen in Deutschland möglichst sozialverträglich zu gestalten, haben die Vertretungen von Unternehmensleitung und Betriebsrat einen ausgewogenen Interessenausgleich mit Sozialplan erarbeitet. Zentraler Bestandteil des Maßnahmenpakets sei das Angebot an die Mitarbeitenden, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, die sie über maximal zwölf Monate umfassend bei der Vermittlung einer neuen beruflichen Perspektive unterstütze.

Der Fokus des Stellenabbaus liege auf Arbeitsplätzen in der Verwaltung und Entwicklung. Zudem werden Kapazitäten in der Produktion an die veränderte Nachfrage angepasst. Betroffen sind die Webasto Standorte Gilching, Hengersberg, Neubrandenburg, Utting sowie die Zentrale in Stockdorf bei München.

Webasto-Skandal im Jahr 2019

2019 geriet Webasto massiv in die Kritik, als das Unternehmen Arbeiter mit Festvertrag mit der Begründung entließ, dass nicht ausreichend Arbeit vorhanden sei. Die Stellen der Entlassenen wurden jedoch direkt mit kostengünstigeren Leiharbeitern besetzt. Nach Bekanntwerden des Skandals erhielten die gekündigten Mitarbeitenden ihre ehemaligen Stellen zu den ursprünglichen Konditionen zurück.

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Im Jahr 2023 hatte Webasto weltweit 16.000 Mitarbeitende und erzielte in jenem Jahr einen Umsatz von 4,6 Mrd. €. Der damalige Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann nannte das Jahresergebnis „enttäusched“, denn der Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug gerade einmal 20 Mio. €.

Ein Beitrag von:

  • Peter Kellerhoff

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: Automobil, Nutzfahrzeuge, Schiff, Bahn, Verkehr, Mobilität, E-Mobilität, Software, Cloud, Internet, KI

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