Finanzen 30.12.2024, 08:30 Uhr

Fünf radikale Neujahrsvorsätze, die Ihnen kommendes Jahr mehr Geld einbringen

Fassen Sie in diesem Jahr doch einmal Neujahrsvorsätze, die sich finanziell auszahlen. Wir haben ein paar Vorschläge.

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Den inneren Schweinehund überwinden, das wird auch bei Finanzthemen belohnt. Fünf radikale Tipps, wo Veränderungen sich auszahlen. Wenn man die Baustellen nur endlich anginge.

Foto: PantherMedia / LanaSweet

Rund ein Drittel der Deutschen wird dieses Jahr gute Neujahrsvorsätze fassen. Ganz vorne liegen: mehr Sport zu treiben und mehr Geld zu sparen. Jeweils 55 % nehmen sich das laut einer Umfrage des Portals Statista aus dem Oktober vor. Wer das mit dem Geld so richtig ernst nehmen möchte und sich auch vor radikalen Änderungen in seinem Leben nicht scheut, sollte über folgende Ideen nachdenken.

1. Kündigen Sie Ihren Job!

Die wichtigste Einnahmequelle für die meisten Menschen ist das Gehalt. Wenn Sie also mehr Geld haben wollen, sollten Sie das unbedingt erhöhen. Das geht auf zwei Arten: Entweder Sie handeln eine Gehaltserhöhung aus oder Sie suchen sich einen neuen Job. Weitaus effektiver ist Letzteres. Eine Studie des ADP Research Institute aus dem November zeigt, dass Jobwechsler im Schnitt ihr Gehalt um 7,2 % steigern, Jobtreue hingegen nur um 4,8 %. Der Unterschied war in den Vorjahren auch schon einmal größer. Der Grund dafür ist, dass ihr alter Arbeitgeber sich an ihrem bisherigen Gehalt orientiert, ein neuer aber den Marktwert für die jeweilige Position herannimmt – welcher in der Regel höher liegt. Aber natürlich sollten Sie deswegen nicht Hals über Kopf Ihren jetzigen Job hinschmeißen. Schicken Sie ein paar Bewerbungen raus und schauen Sie, wo Sie ein gutes Angebot bekommen können.

2. Ziehen Sie um!

Wenn Sie nicht gerade schon in Ihrem Eigenheim sitzen, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, die Wohnung zu wechseln. Die Mieten sind gerade in deutschen Großstädten mittlerweile enorm. Eine gute Faustregel dafür, ob Sie zu viel Miete bezahlen, ist, ob diese inklusive aller Nebenkosten wie Strom und Internet mehr als 30 % Ihres Nettoeinkommens ausmacht. In München zahlen Sie bereits 1600 % für eine durchschnittliche 68 m2 große Wohnung. Das würde ein Bruttoeinkommen von mehr als 10.000 € erfordern. Auch viele andere Großstädte liegen bei mehr als 1200 € Miete für eine solche Wohnung. Ist dies auch bei Ihnen der Fall, sollten Sie nach einer neuen Bleibe Ausschau halten. Wenn Sie in einer Großstadt wohnen, empfiehlt sich dabei auch der Blick ins Umland. Dort sind die Preise oft deutlich niedriger und in Zeiten von mehr Homeoffice und Remote Work müssen Sie vielleicht auch gar nicht so oft ins Büro pendeln, dass dies die gesparte Miete auffressen würde.

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3. Schaffen Sie Ihr Auto ab

Dieser Tipp eignet sich nicht für alle. Wer auf dem Land wohnt und täglich zur Arbeit pendeln muss, dürfte ohne eigenes Fahrzeug aufgeschmissen sein. Wohnen Sie aber in der Großstadt und/oder arbeiten von zu Hause aus, dann ist ein Auto oft nur ein sinnloser Kostenfaktor. Inklusive Anschaffung rechnet der ADAC bei Neuwagen aktuell in der Mehrheit der Fälle mit Kosten von mehr als 1000 € pro Monat. Selbst wenn es bei einem gebrauchten Wagen nur halb so viel ist, ist das ein riesiger Batzen Geld, den Sie sich sparen können. In den meisten Großstädten reicht der ÖPNV vollkommen aus und wenn Sie doch einmal einen Großeinkauf oder einen Tagesausflug planen, ist ein Leihwagen etwa über eine Carsharing-Plattform meist die günstigere Alternative.

4. Eröffnen Sie ein Depot

Geld zu investieren, statt nur zu sparen, ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, es zu vermehren. Die Hürde dazu ist meist nur eine mentale. Was Sie machen müssen, ist, lediglich ein Depotkonto zu eröffnen. Dafür gibt es gute Vergleichswebseiten, die Ihnen dabei helfen, das passende Angebot zu finden. Ein Depot wiederum ist nichts anderes als ein Geldkonto, über das Sie aber auch Aktien, Anleihen, Fonds und andere Wertpapiere kaufen können. Es wird von vielen Onlinebanken und Neobrokern mit guten Apps angeboten und ist heute wesentlich einfacher einzurichten als noch vor zehn oder 20 Jahren. Steht das Konto, müssen Sie noch Wertpapiere kaufen. Aber auch das ist simpel geworden, seit sich Exchange Traded Funds, ETFs, flächendeckend durchgesetzt haben. Diese passiven Fonds bilden meist bestehende Indizes wie den Dax ab. Ihr Wert steigt und fällt dann mit dem deutschen Leitindex. Das ist nicht nur einfach zu verstehen und zu verfolgen, Sie erfüllen damit auch gleich die goldene Börsenregel, Ihre Investments zu streuen. Schließlich besteht schon der Dax aus 40 Einzelaktien. Andere durch ETFs nachgebildete Indizes sind sogar noch umfangreicher.

5. Verändern Sie Ihren Konsum

Wenn Sie jeden Tag auf Ihren Starbucks-Kaffee verzichten, sparen Sie im Jahr … Solche Tipps sind abgedroschen, aber trotzdem schleichen sich in unseren Alltag oft teure Angewohnheiten mit ein. Das fängt bei langfristig abgeschlossenen Verträgen an, die Sie als Erstes überprüfen sollten. Haben Sie Versicherungen, die Sie nicht wirklich brauchen? Ist Ihr Smartphone-Tarif für Ihren tatsächlichen Konsum angemessen? Zahlen Sie noch für irgendwelche Mitgliedschaften oder Abos, die Sie schon längst nicht mehr nutzen und deren Ende Ihr Leben so gut wie gar nicht beeinflussen würde? Hier können sich mitunter Einsparpotenziale von mehreren Hundert Euro im Monat ergeben. Am besten finden Sie das heraus, wenn Sie für einige Zeit ein Haushaltsbuch führen und jede Ausgabe genau dokumentieren. Schon schnell werden Ihnen dann Ausgabenposten auffallen, die unnötig sind.

Ein Beitrag von:

  • Christoph Sackmann

    Christoph Sackmann, geboren 1983 in Dortmund, studierte Geschichte und Soziologie und absolvierte von 2010 bis 2012 ein Volontariat bei Hubert Burda Media an der Journalistenschule in München.

    Davor, währenddessen und danach schrieb er unter anderem für die „WAZ“, die „Neue Westfälische“, „Chip“, den „FOCUS“ und „FOCUS Online“. Zudem entwickelte er das Lifestyle-Magazin „treat“ und leitete ein Jahr lang das Portal „Finanzen100.de“.

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