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VDW wagt optimistischen Ausblick

20. Januar 2026

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“. So könnte die Prognose des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) für das Jahr 2026 überschrieben werden. Der Vorsitzende des Vereins, Franz-Xaver Bernhard, rechnet zwar mit einem Mini-Wachstum von 1 %. Als Treiber nannte er die „erwartete Erholung der Inlandsnachfrage“, die ihrerseits vom Sondervermögen der Bundesregierung eingeleitet werde. Einfluss…
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„Die Hoffnung stirbt zuletzt“. So könnte die Prognose des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) für das Jahr 2026 überschrieben werden. Der Vorsitzende des Vereins, Franz-Xaver Bernhard, rechnet zwar mit einem Mini-Wachstum von 1 %. Als Treiber nannte er die „erwartete Erholung der Inlandsnachfrage“, die ihrerseits vom Sondervermögen der Bundesregierung eingeleitet werde.

Einfluss der USA ist unvorhersehbar

Aber er räumte im Rahmen der Jahrespressekonferenz auch ein, dass die Berechnung auf einer unbestimmten Gleichung basiert. Vor allem die volatile US-Handels- und Zollpolitik mache es unmöglich, die kommenden Monate abzusehen. VDW-Geschäftsführer Markus Heering wurde diesbezüglich noch deutlicher: „Aktuell sind selbst Vorhersagen für die nächsten zehn Tage unmöglich.“

Der VDW blickt von Frankfurt aus aber nicht alleine sorgenvoll gen Westen. Auch im Osten drohe Ungemach. Bernhard: „2025 musste Deutschland erstmals die Exportweltmeisterschaft an China abtreten, das mit einem Zuwachs von 18 % auf die Überholspur wechselte.“ Befeuert werde das dortige Wachstum durch die Regierungsstrategie.

Lesetipp: So wird das Servicegeschäft zum Umsatztreiber

Im vergangenen Jahr ist die Werkzeugmaschinen-Produktion um 8% gesunken. Grafik: Statistisches Bundesamt, VDW

Mit Blick auf die deutsche Bundesregierung erklärt der 66-Jährige: „Wir fordern gleich Wettbewerbsbedingungen, die notfalls mit Antidumping- und Subventionsverfahren durchgesetzt werden müssen.“ Die aggressive Handelspolitik Pekings könne nicht akzeptiert werden. Überfällig seien außerdem ein spürbarer Bürokratieabbau sowie eine Reduzierung der hohen Energiekosten.

Optimistisch blickt Bernhard auf die Kundenbranchen Rüstung, Luftfahrt, Elektronik, Energie und Medizintechnik. Gleichwohl könne dieses Quintett die schrumpfende Automobilindustrie nicht ersetzen.

Lesetipp: Wie Automobilzulieferer auf das Verbrenner-Sterben reagieren können

Wichtiger wird eine „local für local“-Strategie

Immer wichtiger für die Unternehmen werde eine „local für local“-Strategie. Gemeint ist eine Produktion im Ausland. Sie stehe inzwischen für ein Fünftel der gesamten deutschen Werkzeugmaschinenproduktion.

Im vergangenen Jahr ist die Werkzeugmaschinen-Produktion um 8% gesunken. Grafik: Statistisches Bundesamt, VDW


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