Private Luftmessungen 07.12.2017, 09:15 Uhr

Ein komplettes Labor zur Schadstoffanalyse im Miniformat

Wie die Luft in Ihrer Umgebung ist, können Sie bald selbst herausfinden. Mit einem Messlabor im Taschenformat, das Messungen zur Schadstoffen, Luftdruck und Licht kombiniert.

Foto: Myriad Sensors

Pocket Lab Air Konnektivität

Foto: Myriad Sensors

Nicht erst die aktuelle Diskussion um Fahrverbote durch Feinstaubbelastungen in Innenstädten hat das Interesse einer breiten Öffentlichkeit auf die Messungen zur Luft- und Umweltverschmutzung gelenkt. Auch unterschiedliche Aussagen verschiedener Interessengruppen haben zu widersprüchlichen Interpretationen über das tatsächliche Ausmaß der Luftverschmutzung geführt. Auf kickstarter.com wurde jetzt das vernetzungsfähige Minimesslabor PocketLab Air vorgestellt, das nicht nur unterschiedliche Messungen zur Ermittlung der objektiven Luftqualität erlaubt, sondern auch von Laien zuverlässig zu bedienen ist.

Das Minilabor misst die Luftqualität

Das PocketLab Air ist kaum größer als ein Smartphone, robust gebaut und leicht zu transportieren. Trotz dieser kompakten Bauweise bietet es Funktionen wie in einem grundständigen wissenschaftlichen Labor, um Phänomene des Klimawandels und der Luftverschmutzung in der eigenen Umgebung zu untersuchen.

So misst das PocketLab Air die Werte für Kohlendioxid, Ozon und Feinstaub sowie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Licht. Aus diesen Messwerten lässt sich dann einfach auf die jeweilige Luftqualität schließen, die durch Ruß, Staubentwicklung und andere Feinstaubpartikel von Fahrzeugen, Waldbränden, Fabriken und anderen Quellen beeinflusst wird.

Ohne Vorkenntnisse zuverlässig anwendbar

Das geringe Gewicht und die kompakte Bauweise erlaubt auch das Befestigen des Messinstruments an Wetterballons oder Drohnen. Dabei ist das PocketLab Air so ausgelegt, dass seine Technik und Handhabung nicht nur den Anforderungen professioneller Forscher genügt, sondern es auch von Schülern der vierten Klasse z.B. im geowissenschaftlichen Unterricht genutzt und leicht bedient werden kann. So ermöglicht das PocketLab Air auch Nicht-Wissenschaftlern die Durchführung eigener Beobachtungen zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung mit einem eigenen, kleinen Labor, dass CO2-, Ozon- und Feinstaubwerte misst.

Umfangreiche Messdokumentation auch für weltweiten Austausch

Zum externen Betrachten der Sensordaten können diese auch auf jedes Smartphone, Tablet oder Computer übertragen werden. Dazu ist eine drahtlose Übertragung der Sensordaten mit Bluetooth 4.0 in Echtzeit bei direkter Verbindung ohne Hindernisse bis zu einer Entfernung von ca. 80 Meter möglich. Der externe Zugriff auf das PocketLab Air ist über jede Internetverbindung möglich.

Auch an den Datenschutz hat der Hersteller gedacht, weil der Nutzer selbst durch entsprechende Einstellungen seines PocketLab Air über Art und Umfang des Teilens von Daten mit anderen entscheidet. Zusätzlich kann der Nutzer sich über das internetfähige PocketLab Air mit anderen Usern aus aller Welt verbinden. So haben die Nutzer die Möglichkeit, Teil einer weltweiten Community zu werden, die Klimawandel und Luftverschmutzung mit den privat gemessenen Daten bekämpft.

Dazu kann sich der User auch Experimenten anschließen, die vom PocketLab-Team oder anderen Anwendern organisiert werden. Genauso ist es möglich, selbst Projekte über den Klimawandel oder die Luftqualität zu initiieren und eigene Communities zu initiieren.

Darüber hinaus bereiten traditionelle, typischerweise für den Privatgebrauch vorgesehene Luftmessgeräte Probleme, wenn es um eine systematische, wissenschaftlich anerkannte Dokumentation von Messungen geht. Hier hilft der große, beim PocketLab Air eingebaute Datenspeicher. Viele Einzelmessungen können als Messreihen gespeichert und wieder abgerufen werden. Bis zu 30.000 einzelne Messungen sind intern speicherbar und können in einer eigenen Timeline geführt werden.

Die wichtigsten technischen Daten des PocketLab Air

Das PocketLab Air wiegt 180 Gramm und im Lieferumfang ist neben Zubehör auch eine Schutzhülle aus stabilem Kunststoff enthalten. PocketLab Air misst alle Werte für Kohlendioxid, Ozon, Feinstaub, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Licht gleichzeitig und kann so den Index für Luftqualität (AQI = Air Quality Index) ermitteln. Zur Messung des Feinstaubs werden Partikelgrößen PM1 sowie PM2,5 und PM10, was jeweils für die Größe der Partikel in Mikrometer steht, erfasst. Die erfassten Messwerte für den z.B. von einem Smartphone-GPS gemeldeten Standort werden kartografisch dargestellt, um so Karten zur Luftqualität in der Umgebung eines Wohnortes herzustellen.

Ohne direkte Konkurrenz und im Trend – gute Marktchancen für das PocketLab Air

Die Marktaussichten des PocketLab Air sind positiv einzuschätzen. Nicht zuletzt, weil der Hersteller Myriad Sensors mit Sitz in Kalifornien bereits erfolgreich auf dem Markt vertreten ist. Zur Produktserie zählen der Pocket Lab One sowie einer für Wetter und Reise. Alternative Anbieter von Geräten, die in diesem eher privaten Anwendungsbereich der Umwelt orientierten Messtechnik direkt mit dem PocketLab Air konkurrieren, gibt es bisher nicht. Neben Profigeräten für wissenschaftliche Messungen zum Thema Luft- bzw. Umweltverschmutzung gab es zwar schon bisher unterschiedlichste Geräte zur Messung etwa der Luftqualität, die an Umweltschutz interessierten Laien Messungen der Luftqualität erlaubten. Während man jedoch bisher für jede Art von Messwerten wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit oder des Kohlendioxidgehalts der Luft ein einzelnes Gerät brauchte, integriert das PocketLab Air umfangreiche Sensorik in einem einzigen Gerät in besonders kompakter Bauweise. Erst das PocketLab Air öffnet so auch dem privaten Nutzer die Möglichkeit, auf einfache Art und Weise Messungen der Luftqualität durchzuführen, die auch professionellen Anforderungen genügen.

Hinzu kommt, dass das PocketLab Air in einer Situation auf den Markt kommt, in der der private Bedarf an solchen Werkzeugen zum Messen von Umweltbedingungen steigt. So wächst einerseits bei den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen das Bedürfnis, als Individuum möglichst aktive Beiträge zum Umweltschutz zu leisten. Außerdem wollen sich immer mehr Menschen mit Gleichgesinnten weltweit vernetzen, um durch globale Projekte und Erkenntnisse den Druck auf die für die Erhaltung einer gesunden Umwelt politisch Verantwortlichen zu erhöhen. Genau zu diesen beiden Trends passt das PocketLab Air, das komplexe Messungen auch ohne umfangreiche Vorkenntnisse vereinfacht und gleichzeitig die problemlose Vernetzung zu Communities ermöglicht.

Von ingenieur.de

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