Anzeige

Nach 674 Tagen im All: Was machte die X-37B wirklich?

12. März 2025

Raumgleiter X-37B
Der Raumgleiter X-37B ist von seiner bislang längsten Mission im All zurückgekehrt. Foto: Boeing
Das US-Raumflugzeug X-37B ist nach über einem Jahr im All gelandet. Es testete neue Technologien und sammelte Daten zur Weltraumüberwachung. Genaue Missionsziele wurden jedoch nicht veröffentlicht. Die blieben ein Geheimnis der US-Raumstreitkraft.
Anzeige
Anzeige


Nach 674 Tagen im Orbit ist das unbemannte Raumflugzeug X-37B der US-Raumstreitkräfte sicher zur Erde zurückgekehrt. Das Raumfahrzeug, das für geheim gehaltene Experimente eingesetzt wird, landete auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Damit setzte es seine Reihe erfolgreicher Missionen fort, die sich seit dem ersten Start im Jahr 2010 immer weiter ausgedehnt haben. Die Landung war Teil eines präzise geplanten Rückkehrmanövers, bei dem das Raumfahrzeug nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eine kontrollierte Gleitlandung absolvierte.

Inhaltsverzeichnis

Ein einzigartiges Raumflugzeug mit militärischem Hintergrund

Die X-37B ist ein wiederverwendbares, unbemanntes Raumflugzeug, das ursprünglich von der NASA in den späten 1990er-Jahren entwickelt wurde. Ziel war es, Technologien für wiederverwendbare Raumfahrzeuge zu erforschen. Im Jahr 2004 wurde das Programm jedoch an das US-Verteidigungsministerium übergeben. Seitdem wird die X-37B für militärische und sicherheitsrelevante Experimente genutzt.

Anzeige
Anzeige

Mit einer Länge von 8,9 Metern und einer Spannweite von 4,5 Metern erinnert das Fahrzeug an ein verkleinertes Space Shuttle. Es wird mit einer Rakete in den Orbit gebracht und kann nach Abschluss der Mission auf einer Landebahn wie ein Flugzeug landen. Diese Fähigkeit zur Wiederverwendbarkeit ermöglicht häufige Testflüge mit wechselnden wissenschaftlichen Nutzlasten. Zudem lassen sich Technologien, die im All getestet wurden, rasch zurück zur Erde bringen und auswerten.

Geheime Experimente und technologische Tests

Obwohl die genauen Missionsziele nicht veröffentlicht werden, hat die US-Raumstreitkraft bestätigt, dass die X-37B während ihrer letzten Mission mit einer SpaceX Falcon Heavy-Rakete gestartet wurde. Diese leistungsfähige Trägerrakete ermöglichte es erstmals, das Raumflugzeug in eine hochelliptische Umlaufbahn zu bringen. Diese Art der Bahn bietet Vorteile für bestimmte Experimente, da sie eine größere Spannweite zwischen dem erdnächsten und dem erdfernsten Punkt ermöglicht.

Zu den vermuteten Experimenten gehörten Tests zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit in der Umlaufbahn. Ein besonders interessantes Experiment war ein sogenanntes Aerobraking-Manöver. Dabei nutzt das Raumfahrzeug den Luftwiderstand der oberen Atmosphäre, um seine Geschwindigkeit zu verringern und die Umlaufbahn anzupassen. Dieses Verfahren spart Treibstoff und könnte für zukünftige Langzeitmissionen von großer Bedeutung sein.

Anzeige
Anzeige

Weitere Tests betrafen vermutlich neue Materialien für den Wärmeschutz. Raumfahrzeuge sind extremen Temperaturen ausgesetzt, insbesondere beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Fortschritte in diesem Bereich könnten den Bau robusterer und langlebigerer Raumfahrzeuge ermöglichen.

Verbesserung der Weltraumüberwachung

Ein weiterer Schwerpunkt der Mission war die sogenannte Space Domain Awareness, also die Fähigkeit, Objekte im Weltraum zu erkennen, zu verfolgen und zu analysieren. Diese Technologie ist entscheidend für die Überwachung von Satellitenbewegungen, die Identifikation von Weltraummüll und das frühzeitige Erkennen potenzieller Bedrohungen für Raumfahrzeuge. Da immer mehr Satelliten in den Orbit gebracht werden, wächst die Bedeutung einer genauen Überwachung.

Anzeige
Anzeige

Lt. Col. Blaine Stewart von der US-Raumstreitkraft betonte, dass jede Mission der X-37B wertvolle Erkenntnisse liefere: „Jede Mission bringt uns neue Erkenntnisse, die für die zukünftige Nutzung dieser Technologie entscheidend sind.“

Langfristige Bedeutung der X-37B

Seit ihrem ersten Flug im Jahr 2010 hat die X-37B ihre Missionsdauer kontinuierlich verlängert. Während die erste Mission lediglich 224 Tage dauerte, verbrachte das Raumflugzeug in späteren Einsätzen bereits über zwei Jahre im All. Dies zeigt, dass das System zuverlässig funktioniert und die Technik fortlaufend weiterentwickelt wird.

Auch für zukünftige Missionen wird die X-37B eine zentrale Rolle spielen. Sie bietet eine flexible Plattform für den Test neuer Technologien und ermöglicht eine rasche Rückführung von Experimenten. Gleichzeitig erlaubt sie es den US-Raumstreitkräften, strategisch wichtige Operationen im Orbit durchzuführen, ohne bemannte Raumfahrzeuge einsetzen zu müssen.



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

Projektleiter Umspannwerke (m/w/d)
TenneT

20.09.2026
Bayreuth
Technischer Redakteur (w/m/d) Avionik
Akkodis Germany GmbH

20.09.2026
München
Senior Softwareentwickler C++(w/m/d)
Akkodis Germany GmbH

20.09.2026
München
Bauingenieur / erfahrener Bautechniker für den Streckenbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für die Projektleitung im Streckenbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Abteilungsleitung (w/m/d) Bauwerksprüfung
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Bauingenieur / erfahrener Bautechniker für den Konstruktiven Ingenieurbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für Streckenplanung (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für Straßenplanung / Verkehrsplanung (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Bauingenieur für die Projektleitung im Konstruktiven Ingenieurbau (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

20.09.2026
Würzburg
Senior Expert Maritime Systems Engineering (w/m/d)
HENSOLDT

20.09.2026
Wilhelmshaven, Kiel, Rostock, Hamburg
Systems Engineering (w/m/d)
HENSOLDT

20.09.2026
Rostock
Fachkoordinator:in
Westdeutscher Rundfunk

20.09.2026
Köln
Kundenbetreuer Service Industrie (m/w/d)
Grünbeck AG

20.09.2026
Höchstädt an der Donau
Teamleitung operative Netzführung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

20.09.2026
Wendlingen am Neckar
300mm Metrology Expert (all genders)
AIXTRON SE

20.09.2026
Herzogenrath
Qualitätsprüfer (m/w/d)
Horn Hartstoffe GmbH

20.09.2026
Tübingen
Inbetriebnahme- & Applikationstechniker Drive-by-Wire (m/w/d)
Arnold NextG GmbH

20.09.2026
Pfronstetten-Aichelau
Projektleitung Hafenausbau und Hafensanierung (m/w/d)
Stadt Hildesheim Der Oberbürgermeister

20.09.2026
Hildesheim
Bauingenieur (m/w/d) Fachrichtung Tiefbau, Straßenbau oder Siedlungshydrologie
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH)

21.09.2026
Eutin

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige