Soziale Netzwerke 18.12.2023, 13:16 Uhr

Was kann Threads, die X-Alternative von Meta?

Seit einigen Tagen darf die X-Alternative Threads auch in der Europäischen Union genutzt werden. Wir haben uns angeschaut, was das soziale Netzwerk kann und worin es sich von X unterscheidet.

Threads

Seit Mitte Dezember 2023 kann in Europa die X-Alternative Threads von Meta genutzt werden.

Foto: Panthermedia.net/Mehaniq

Mark Zuckerberg vereint unter der Marke Meta bereits Plattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Im Juli 2023 startete der Konzern mit Threads einen eigenen Kurznachrichtendienst. Seit Mitte Dezember ist dieser Dienst, eine Alternative zu Elon Musks Plattform X (früher bekannt als Twitter), auch in der EU zugelassen. Wir analysieren, welche Funktionen Threads bietet und worin es sich von X abhebt. Außerdem erfahren Eltern, auf was zu achten ist, wenn Kinder die neue Plattform nutzen möchten.

Die wichtigsten Funktionen

Threads ist ein textbasiertes soziales Netzwerk, das auf Unterhaltung und Austausch ausgelegt ist. Nutzer können Beiträge mit bis zu 500 Zeichen verfassen und Links, Fotos sowie bis zu fünfminütige Videos hinzufügen. Es besteht die Möglichkeit, auf Posts anderer zu reagieren, sie zu beantworten, zu teilen oder zu zitieren.

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Das soziale Netzwerk Threads kombiniert Elemente von X (früher Twitter) und Instagram, wobei es sich weniger auf Politik oder aktuelle Nachrichten konzentriert, wie Instagram-CEO Adam Mosseri betont. Im Gegensatz zu anderen Netzwerken bietet Threads keine Hashtag-Suche; Nutzer suchen ausschließlich nach anderen Mitgliedern. Trends, die aufzeigen, was aktuell intensiv diskutiert wird, sind somit nicht erkennbar. Zudem sind private Direktnachrichten in der App derzeit noch nicht verfügbar.

Wie erfolgreich ist Threads bislang?

Threads legte geradezu einen Raketenstart hin: Am ersten Tag verzeichnete die Plattform weltweit fast 40 Millionen Anmeldungen. Meta-CEO Mark Zuckerberg erwähnte im Oktober, dass die Zahl der Konten knapp unter 100 Millionen liegt. Besonders vorteilhaft wirkte sich die enge Verbindung zu Metas Foto-Plattform Instagram aus. Zuckerberg ist überzeugt, dass Threads zukünftig bis zu eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer erreichen könnte.

Um Threads vollständig nutzen zu können, ist ein vorhandener Instagram-Account erforderlich. Ohne diesen ist es lediglich möglich, Beiträge anderer zu lesen, ohne selbst posten, kommentieren oder interagieren zu können. Threads erinnert in seinen Funktionen stark an X und ermöglicht das Teilen kurzer Nachrichten, die zu umfangreichen Konversationen erweitert werden können. Wie bereits geschrieben können die Nutzerinnen und Nutzer auch Bilder, Videos und Links in ihre Beiträge einfügen.

Wie melde ich mich bei Threads an?

Wir hatten es bereits geschrieben: Eine Besonderheit des neuen sozialen Netzwerks Threads ist, dass die Anmeldung einen bestehenden Instagram-Account voraussetzt. Instagram, bekannt für seine Fokussierung auf Videos und Fotos, gehört zum Meta-Konzern. Ohne Instagram-Account ist es möglich, Threads zu nutzen, jedoch können ohne diesen weder Inhalte gepostet noch mit ihnen interagiert werden.

Für Instagram-Nutzer ist der Übergang zu Threads daher besonders einfach, was den Interessen von Meta entspricht. Nicht ohne Grund konnte die Plattform innerhalb kürzester Zeit eine Userzahl von über einhundert Millionen erreichen, ein in dieser Geschwindigkeit bisher unerreichter Wachstumserfolg für eine Plattform.

Was ist gleich wie bei X?

Die Benutzeroberfläche von Threads unterscheidet sich leicht von X: Die Buttons unter den Beiträgen, darunter Optionen zum Teilen und Liken, sind anders angeordnet. Zudem erlaubt Threads längere Posts mit bis zu 500 Zeichen im Vergleich zu X’s 280 Zeichen. Trotzdem ist nicht zu leugnen, dass die Thread-Funktion stark an X erinnert.

Wie bei X können Nutzer Beiträge kommentieren, liken oder teilen. Die Posts können Links, Fotos und Videos beinhalten. Threads hebt sich hier mit der Möglichkeit ab, Videos bis zu fünf Minuten lang zu posten, während bei X die Grenze bei zwei Minuten und 20 Sekunden liegt.

Threads bietet, ähnlich wie X, zwei verschiedene Arten von Feeds: einen algorithmischen Feed, der auch Beiträge von nicht gefolgten Accounts zeigt, und einen chronologischen Feed, in dem nur Beiträge von gefolgten Accounts in der Reihenfolge ihres Erscheinens dargestellt werden.

Nur ein Schlagwort pro Beitrag

Zum Start von Threads im Sommer fehlten Sie noch, mit der Einführung in Europa sind sie nun aber da: Tags. Diese Tags erleichtern das Auffinden von Posts, besonders in Diskussionen oder bei gemeinschaftlichen Kommentaren zu TV-Ereignissen wie Fußballspielen oder Dschungelcamp-Episoden.

Im Gegensatz zu X, wo Beiträge oft mit mehreren, teils unpassenden Tags versehen werden, erlaubt Threads nur ein Schlagwort pro Beitrag. Dies soll Spam durch übermäßigen Tag-Gebrauch verhindern, eine Strategie, die Meta bewusst verfolgt, um die Qualität der Beiträge zu sichern.

Was ist anders als bei X?

Kommen wir zu den größten Unterschieden zwischen Threads und X: In der Threads-App gibt es zum Beispiel bisher keine Funktion, die die aktuell beliebtesten Tags anzeigt. Auf X hingegen sind Trendthemen eine geschätzte Funktion, besonders bei Nutzern, die das Netzwerk für Nachrichten nutzen oder wissen wollen, welche Themen aktuell intensiv diskutiert werden.

X ist (oder war es zumindest, bevor Elon Musk aufgetaucht ist) außerdem ein bedeutender Ort für politische Diskussionen, da es einen schnellen und direkten Austausch zwischen Personen aus Politik, Medien und Wissenschaft ermöglichte. Trotz der Herausforderungen durch die oft knappe digitale Kommunikation, stellte dies eine historische Errungenschaft des Netzwerks dar. Ob Threads diese Rolle übernehmen kann oder will, bleibt ungewiss.

Zum Start im Juli äußerte sich Threads-Chef Adam Mosseri, dass er seine App nicht als Plattform für Politik und Nachrichten sieht. Er betonte, dass solche Inhalte nicht ausgeschlossen, aber auch nicht aktiv gefördert werden. Mosseri begründete dies damit, dass das zusätzliche Engagement und der Umsatz, den Politik und Nachrichten generieren könnten, die damit verbundenen Risiken und negativen Aspekte nicht aufwiegen. Mosseri positioniert Threads eher als Plattform für Themen wie Sport, Musik, Mode, Beauty und Unterhaltung, und sieht es somit mehr als eine Erweiterung von Instagram denn als Ersatz für X.

Wie sind die Erfolgsaussichten von Threads?

Die Beurteilung des Erfolgs von Threads ist momentan komplex. Erfolg kann hier verschieden definiert werden. Sollte der Maßstab sein, sich als beliebtes Netzwerk für kurze Texte neben X zu etablieren, stehen die Chancen für Threads gut. Ein wesentlicher Grund dafür ist die große Zahl an Instagram-Nutzern weltweit, die als potenzielle User für Threads in Frage kommen. Jetzt, wo Threads auch in der EU verfügbar ist, erhöht sich dessen Reichweite deutlich.

Dieser Nutzerkreis ist ein entscheidender Vorteil für Threads gegenüber anderen X-Alternativen wie Bluesky oder Mastodon. Neue Threads-Nutzer, die bereits ein Instagram-Profil haben, profitieren besonders: Sie können denselben Accounts auf Threads folgen, wodurch ihr Feed von Anfang an mit Inhalten gefüllt ist. Bei anderen Netzwerken muss man dagegen oft bei null starten.

Auch für die Followerzahl ist dies vorteilhaft: Wer auf Instagram bereits viele Follower hat, kann diese Erfahrung wahrscheinlich auf Threads übertragen und dort schnell eine große Anzahl an Followern gewinnen.

Ist Threads ein Ersatz für X?

Der zukünftige Stellenwert von Threads als potenzieller Ersatz für Plattform X in der Welt der sozialen Netzwerke ist noch ungewiss. Aktuell deutet vieles auf eine zunehmende Fragmentierung in diesem Sektor hin. Trotz verschiedener Kontroversen zeigt Plattform X bisher keine signifikanten Einbußen in den Nutzerzahlen. Elon Musk verkündete im September, dass die Plattform monatlich mindestens 550 Millionen aktive Nutzer verzeichnet. Inwiefern diese Zahlen stimmen, muss jedoch hinterfragt werden.

Klar ist jedoch, dass neben X und Threads noch weitere Netzwerke wie Bluesky und Mastodon entstanden sind. Diese haben jedoch bei weitem nicht solch einen Raketenstart wie Threads hingelegt. Bluesky erreicht insgesamt etwa zwei Millionen Nutzer, wobei die Zahl der monatlich Aktiven unbekannt ist. Mastodon zählt 14,5 Millionen Gesamtnutzer und zwei Millionen monatlich Aktive.

Ist Threads sicher für Kinder und Jugendliche?

Threads setzt ein Mindestalter von 13 Jahren für die Nutzung seiner Plattform fest, wie es in den Nutzungsbedingungen vermerkt ist. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Altersfreigaben in den großen App-Stores davon abweichen können (Stand: 18. Dezember 2023). Im Google Play Store ist die Nutzung von Threads ab 12 Jahren gemäß den USK-Richtlinien gestattet. Ebenso ist die App im Apple App Store ab 12 Jahren verfügbar.

Wichtig zu beachten: Für eine vollständige Nutzung von Threads ist ein Instagram-Account erforderlich, da es nicht möglich ist, sich ausschließlich bei Threads zu registrieren. Eltern sollten daher berücksichtigen, dass Kinder, die Threads nutzen, wahrscheinlich auch auf Instagram aktiv sein werden.

Beim Anlegen eines Threads-Profils besteht die Wahl zwischen einem „öffentlichen“ oder „privaten“ Account. Für Nutzer unter 18 Jahren wird das Profil standardmäßig auf „privat“ gesetzt, auch wenn der verknüpfte Instagram-Account auf „öffentlich“ eingestellt ist. Allerdings bietet Threads bei der Anmeldung die einfache Option, den Account mit einem Klick auf „öffentlich“ umzustellen. Dies bedeutet, dass die sicheren Voreinstellungen leicht umgangen werden können. Inhalte von privaten Accounts sind nur für deren Follower sichtbar, und nur diese können mit den geposteten Inhalten interagieren.

Instagram-Account mit dem der Kinder verbinden

Eltern haben die Möglichkeit, ihren Instagram-Account mit dem ihres Kindes zu verbinden. Diese Verknüpfung ermöglicht eine umfassende Elternaufsicht über die Aktivitäten des Kindes auf beiden Plattformen, Instagram und Threads. Die Kontrollfunktionen, die Eltern zur Verfügung stehen, beinhalten:

  • Überwachung der Zeit, die das Kind auf Instagram und Threads verbringt.
  • Festlegung von täglichen Nutzungszeitlimits für beide Plattformen.
  • Bestimmung spezifischer Pausenzeiten, in denen die Nutzung von Instagram und Threads eingeschränkt wird.
  • Zugriff auf eine detaillierte Liste aller Follower des Kindes sowie der Accounts, denen das Kind folgt.
  • Erhalt von Benachrichtigungen über neue Follower des Kindes und Accounts, denen es neu folgt.
  • Einblick in die Privatsphäre-Einstellungen des Kindes sowie in die Handhabung sensibler Inhalte.
  • Einsicht in vom Kind blockierte Konten.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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