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500 Kilometer langes Förderband soll Pakete in Japan effizienter transportieren

28. Juni 2024

Pakete
Ein visionäres Projekt: Japans 500 Kilometer langes Förderband soll dden Straßenverkehr entlasten. (Symbolbild) Foto: PantherMedia / alphaspirit
Japan muss täglich Millionen Pakete transportieren, was durch den wachsenden Online-Handel komplexer wird. Die Regierung plant eine Lösung: Ein kilometerlanges Förderband soll die Straßen entlasten und den Transport effizienter gestalten.
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Täglich werden Millionen Pakete von Punkt A nach Punkt B transportiert, und diese Zahl steigt stetig an. Dies stellt eine zunehmend komplexe logistische Herausforderung dar. Tausende Lkw sind täglich unterwegs, um diese Pakete zu befördern und dabei verursachen sie erhebliche Treibhausgasemissionen. In Japan wird nun eine völlig neue Lösung vorgeschlagen.

Anstatt zusätzliche Lkw auf den Straßen verkehren zu lassen, hat die japanische Regierung ein innovatives und ungewöhnliches Konzept vorgestellt. Sie plant, ein kilometerlanges Förderband zu errichten, das die Städte Osaka und Tokio miteinander verbindet. Dieses Förderband soll dazu dienen, verschiedene Pakete und Paletten effizient zu transportieren und so den Straßenverkehr zu entlasten.

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500 Kilometer lange Fließbänder bauen

Das Projekt ist besonders ambitioniert, da die Entfernung zwischen den beiden stark bevölkerten Städten etwa 500 Kilometer beträgt. Die Umsetzung eines solch gigantischen Förderbands würde nicht nur eine technologische Meisterleistung darstellen, sondern auch neue Maßstäbe in der Logistik und im Transportwesen setzen.

Ein Expertengremium des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus hat die Entwicklung automatisierter Logistikverbindungen vorgeschlagen, die Waren auf Mittelstreifen oder durch unterirdische Tunnel entlang von Schnellstraßen transportieren.

Wie japannews berichtet, diskutiert das Gremium bereits seit Februar über das neue Logistiksystem. Laut einem Entwurf plant das Ministerium, das Projekt, mit einer Route zwischen Tokio und Osaka im Blick, bereits im Jahr 2034 abzuschließen.

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Logistische Herausforderungen

Die Zahl der Kleinpaketlieferungen hat sich in den letzten dreißig Jahren durch den zunehmenden Online-Handel verdoppelt. Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2030 etwa 30 % der Pakete wegen Arbeitskräftemangels nicht mehr zugestellt werden können. Wie futurezone in Bezug auf das Ministerium berichtet, werden jährlich etwa 1,4 Milliarden Tonnen Güter auf der Straße transportiert. Aufgrund der sinkenden Geburtenrate wird die Zahl der Lkw-Fahrer jedoch stark zurückgehen. Das Ministerium schätzt, dass die Zahl der Lkw-Fahrer von 660.000 im Jahr 2020 auf 480.000 im Jahr 2030 sinken wird, ein Rückgang von 27 Prozent.

Steigende Treibstoffkosten und höhere Löhne könnten die Transportkosten weiter erhöhen.

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Die Arbeit von 25.000 Lkw-Fahrer übernehmen

Das Expertengremium geht davon aus, dass automatisierte Logistikautobahnen in der Lage sein werden, ein Frachtvolumen zu bewältigen, das dem täglichen Transportaufkommen von bis zu 25.000 Lkw-Fahrern entspricht. Mit anderen Worten: Das Autoflow-Road, ein von dem japanischen Transportministerium vorgeschlagenes Fließband, könnte laut Berechnungen täglich die Arbeit von 25.000 Lkw-Fahrern übernehmen. Es wäre in der Lage, rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche eine Vielzahl von Containern zwischen den bedeutendsten Metropolen hin und her zu transportieren, wobei nur minimaler menschlicher Einsatz erforderlich wäre.

Dabei sollen spezielle Paletten zum Einsatz kommen, die bis zu eine Tonne kleinteiliger Fracht transportieren können. Diese Paletten wären ideal für den Transport von landwirtschaftlichen Produkten, Meeresfrüchten und alltäglichen Konsumgütern. Durch den Einsatz dieser Technologie könnte der Transportprozess erheblich effizienter gestaltet und die Belastung der Straßeninfrastruktur deutlich reduziert werden.

Sehr hohe Kosten für den Bau eines unterirdischen Tunnels

Die größte Herausforderung stellen die Kosten dar. Laut einer Umfrage unter Bauunternehmen liegen die Ausgaben für den Bau eines unterirdischen Tunnels zwischen 7 Milliarden und 80 Milliarden Yen pro 10 Kilometer. Ein solches System, das die Städte Tokio und Osaka miteinander verbindet, würde daher bis zu 3,7 Billionen Yen kosten. Zum Vergleich: Als das Ministerium im Jahr 2000 erstmals Logistikverbindungen oberirdisch plante, wurden die Baukosten auf 25,4 Milliarden Yen pro 10 Kilometer geschätzt.

„[Das Projekt] wird nicht nur die Logistikkrise bewältigen, sondern auch dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren“, zitiert das japanische Magazin Worte des Ministers für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus, Tetsuo Saito. „Wir möchten die Diskussionen über die Angelegenheit zügig vorantreiben.“



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