Kommt der Bitcoin-Turnaround? Fünf Signale sprechen dafür
Bitcoin notiert weit unter dem Allzeithoch. Eine Fidelity-Analyse nennt fünf Katalysatoren, die den Markt wieder drehen könnten.
Bitcoin steht unter Druck. Fidelity nennt fünf Faktoren, die den Krypto-Winter beenden und den Kurs wieder antreiben könnten.
Foto: Smarterpix / mmaxer
Der Kurs -53% unterm Allzeithoch, die Laune im Keller, weit und breit keine Erholung in Sicht: Bitcoin (BTC) wirkt angeschlagen, doch US-Finanzriese Fidelity sorgt mit einer neuen Prognose jetzt für Hoffnung. Fünf Katalysatoren setzen dem Krypto-Winter demnach zu – neue Höchststände könnten näher sein, als viele glauben. Auf was sollten Anleger sich einstellen?
Prognose: Bitcoin profitiert von fünf Katalysatoren
Von rund 90.000 Dollar runter auf $60K: Bitcoin (BTC) musste im Jahresverlauf zwar ein sattes Drittel einbüßen, stellt nun aber die Weichen für ein starkes Q4. Die enorme Flaute? Lediglich der Saisonalität geschuldet, glaubt Top-Analyst Benjamin Cowen: „Der Vierjahreszyklus schlägt erneut zu“, so seine Prognose. Der US-Kerntechnik-Ingenieur ist überzeugt: Aktuell wiederhole sich das gleiche technische Muster wie bereits 2022. Das bedeutet: In der zweiten Jahreshälfte geht’s potenziell nochmal abwärts – danach aber wieder aufwärts.
Finanz-Gigant Fidelity verrät in einer Bitcoin-Prognose jetzt auch, was genau die Kurse wieder Richtung Allzeithöchststand treiben wird – und wann es womöglich soweit ist. Hierfür hat der Mega-Fondsmanager analysiert, welche Faktoren seit 2011 jeden bisherigen Krypto-Winter beendet haben. Das Ergebnis: fünf wiederkehrende Muster. An der Spitze der Liste: Bitcoins eingebauter Vierjahres-Zyklus. Wer sich ein wenig auskennt, weiß: Alle vier Jahre halbiert das Netzwerk die Menge an Coins, die Miner ausgezahlt bekommen.
Dieses sogenannte Halving verknappt das Angebot und hat den Kurs bisher ausnahmslos (!) mit etwas Verzögerung auf neue Höchststände gepeitscht. Der letzte Tiefpunkt? November 2022. Wiederholt sich das Muster, kommt der Tiefpunkt also im November 2026. Das zweite Bullen-Signal sieht Fidelity in der Regulierung: Der CLARITY Act und der bereits verabschiedete GENIUS Act für Stablecoins hätten den rechtlichen Rahmen für digitale Assets in den USA grundlegend verändert – und regulatorische Klarheit ist historisch bullish für den Bitcoin-Kurs. Auf Platz drei: die Geldpolitik. Zinssenkungen der US-Notenbank wirken meist wie ein Turbo für die Krypto-Märkte. Noch hält die US-Notenbank die Füße zwar still – doch sollte die Zinswende kommen, rechnet Fidelity mit massivem Zufluss von Risikokapital in Bitcoin und Co.
Kryptowährungen: Kommen „neue Anwendungsfälle“?
Der vierte Faktor überrascht: Fidelity rechnet mit neuen Anwendungsfällen für Kryptowährungen. Spielereien wie NFTs oder Memecoins haben Anleger im letzten Bullrun zwar Milliarden gekostet – die Prognose bleibt dennoch optimistisch: Die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA), KI-Krypto-Projekte sowie Stablecoins im Zahlungsverkehr seien Top-Trends, die eine neue Welle an Investoren anziehen könnten. Dieser nächste Kapital-Katalysator könne der Prognose nach auch „etwas sein, das niemand kommen sieht“.
Und zu guter Letzt: die institutionelle Adoption. Die sei mittlerweile zwar kein neues Narrativ mehr, berge aber immer noch enormes Potenzial. Ausreichend hohe Kapitalzuflüsse könnten eine plötzliche Entwicklung in Gang setzen – etwa, wenn ein Unternehmen der „Magnificent Seven“ (Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta, Nvidia und Tesla) unerwartet ankündigt, die Bilanz um Bitcoin zu erweitern. Bislang wusste allerdings selbst die Kaufaktivität der Großanleger den Bärenmarkt nicht aufzuhalten.
Für die Bitcoin Prognose entscheidend: Auch Fidelity warnt ausdrücklich, dass keiner dieser Faktoren allein eine Trendwende garantiert. Die Märkte könnten „die Erwartungen in beide Richtungen widerlegen“, so die Autoren im Wortlaut. Nichtsdestotrotz zeigt die Analyse: Alle fünf Katalysatoren sind intakt – die Weichen für ein Comeback im November sind gestellt.
Hollywood-Regisseur verliert Millionen an „Dogecoin“
Hollywood-Regisseur Carl Erik Rinsch: bekannt durch den Keanu-Reeves-Blockbuster „47 Ronin“, jetzt verurteilt zu 30 Monaten Gefängnis. Der Grund: Er hat elf Millionen Dollar von Netflix veruntreut – Kapital, das eigentlich für die Science-Fiction-Serie „White Horse“ bestimmt war! Wie konnte das passieren? Zunächst hat Rinsch das Geld in spekulative Aktienoptionen gesteckt – und dabei bereits mehr als die Hälfte verloren. Der Rest, rund vier Millionen Dollar, ging dann über die Kryptobörse Kraken in Dogecoin – den berühmtesten und größten aller Memecoins (aktuell -90% unter dem Allzeithoch).
Und hier wird die Geschichte kurios, denn: Aus den vier Millionen wurden schnell satte 27 Millionen Dollar. Doch statt den Schuldbetrag an Netflix zurückzugeben, ging Rinsch auf Shopping-Tour: fünf Rolls-Royce, ein Ferrari – und Luxus-Matratzen im Wert von sage und schreibe 638.000 Dollar. Bittere Pointe für den Regisseur: Keanu Reeves, der Hauptdarsteller seines einzigen Kino-Hits, hat sich in einem Schreiben an den Richter sogar für den Zocker eingesetzt: Er sei ein „außergewöhnlicher Künstler“, habe sich auch nur aus „künstlerischen Gesichtspunkten“ so verhalten. Verlorene Liebesmüh. Das Urteil, zusätzlich zur Rückzahlung der 11 Millionen Dollar: zweieinhalb Jahre Haft, drei Jahre überwachte Bewährung – sowie eine Strafzahlung von 700 Dollar.
Ein Beitrag von: