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Bitcoin: Miner-Exodus! $70 Mrd. Mega-Umbau für KI – Prognose: Verliert das Netzwerk seine Rechenpower?

09. April 2026

Bitcoin und Börse - Symbolbild
Bitcoin unter Druck: Während Milliarden in KI-Rechenzentren fließen, wandern Miner ab – doch das Netzwerk passt sich an und kämpft um seine Rechenpower. PantherMedia / Dusan Zidar Foto: PantherMedia / Dusan Zidar
Bitcoin unter Druck: Miner investieren 70 Mrd. Dollar in KI-Rechenzentren. Droht dem Netzwerk ein Verlust an Rechenpower und Sicherheit?
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Energie ist knapp und kostbar – das bekommt nun auch Bitcoin (BTC) zu spüren. Die Kryptowährung konkurriert mit Künstlicher Intelligenz (KI) á la ChatGPT und Claude um Strom: Milliardenschwere Mining-Unternehmen stellen um – ­auf KI-Rechenzentren! Verliert das Netzwerk seine Rechenpower – wird Bitcoin unsicher?

Bitcoin: Prognose blickt auf $80K noch im April

Nach einem schwachen ersten Quartal zieht es Bitcoin wieder aufwärts: Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran bringt frischen Wind in den Kurs, beschert BTC innerhalb der letzten sieben Tage ein Plus von satten 8%. Zwei Mal ging’s sogar rauf bis über 72.500 Dollar – mehr war bislang allerdings nicht drin. Das könnte sich bald ändern, glaubt Top-Krypto-Analyst Michaël van de Poppe.

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„Wenn der Waffenstillstand hält und wieder Ruhe einkehrt, werden wir meiner Meinung nach im April einen raschen Anstieg auf 80.000 Dollar erleben“, so der Holländer in einer neuen Prognose. Voraussetzung: Die 69.500-Dollar-Marke muss kurzfristig halten. Aktuell notiert die Krypto-Leitwährung nach einem Rückgang um -0,7% innerhalb der letzten 24 Stunden bei 71.341 Dollar – also Haarscharf an der Absturzkante.

Kleinanleger können das aussitzen – doch Mining-Unternehmen macht der Preisverfall zu schaffen. Der wirtschaftliche Druck ist enorm: Bereits jetzt verlieren US-Bitcoin-Miner nach JPMorgan-Daten rund 19.000 Dollar pro produziertem Bitcoin – Produktionskosten von rund 88.000 Dollar treffen auf einen Marktpreis von etwa 69.000 Dollar. Die Folge: Miner verabschieden sich vom Bitcoin-Netzwerk – und zwar in großem Stil. Ihre Alternative: KI-Rechenzentren!

Bloomberg beispielsweise meldet KI-Deals mit einem Gesamtwert von mehr als 70 Milliarden Dollar – alle abgeschlossen von börsennotierten Mining-Unternehmen, die zusammen mehr als 40% der globalen Rechenleistung kontrollieren.

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Das kommt nicht von ungefähr – der Strombedarf moderner KI-Modelle ist massiv: Branchen-Gigant Anthropic („Claude“) beispielsweise hat gerade einen Vertrag über mehrere Gigawatt Rechenkapazität mit Google und Broadcom abgeschlossen – und damit einen direkten Konkurrenten für Bitcoin-Miner um die begehrte Energieinfrastruktur geschaffen. Denn KI-Rechenzentren und Bitcoin-Mining benötigen dieselben knappen Ressourcen: Netzanschlüsse, gekühlte Serverräume und preisgünstigen Strom.

Entsprechend orientieren sich viele Miner neu, darunter etwa der mittelschwere Bitcoin-Miner Bitfarms. Der hat sich Anfang der Woche in „Keel Infrastructure“ umbenannt und sein komplettes 2,2-Gigawatt-Portfolio auf KI-Rechenzentren umgestellt.

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„Wir sind kein Bitcoin-Unternehmen mehr“, so das knappe Statement von CEO Ben Gagnon. Auch Core Scientific liquidiert seinen gesamten Bitcoin-Bestand für einen 1,2-Gigawatt-KI-Pivot. Sprich: Die öffentlich gehandelten Mining-Unternehmen verkaufen BTC, um KI-Infrastruktur zu finanzieren – und Analysten gehen davon aus, dass bis Ende 2026 bis zu 70% ihrer Umsätze aus dem KI-Geschäft stammen könnten.

Für das Bitcoin-Netzwerk bedeutet das zunächst: Die Hashrate sinkt, die Mining-Difficulty passt sich automatisch nach unten an – und kleinere Miner bekommen wieder Luft. Das ist Bitcoins Selbstkorrektur-Mechanismus in Aktion. Denn was nach Exodus klingt, ist im Kern Marktwirtschaft: Unrentable Miner werden aus dem Netz gedrängt – und machen Platz für effizientere Nachfolger.

In Äthiopien, Paraguay und Oman stehen bereits neue Mining-Farmen bereit, die von günstiger Wasserkraft und niedrigen Betriebskosten profitieren. Solange die Kryptowährung einen Preis hat, der sich zu schürfen lohnt, wird es auch Miner geben, die das Netzwerk sichern – das war in 15 Jahren Bitcoin-Geschichte noch nie anders.

Wenn Krypto-Diebe an die Haustür klopfen

Bitcoins Erfolg hat allerdings auch eine Schattenseite, die nicht auf den Charts auftaucht, denn: Physische Angriffe auf Krypto-Besitzer nehmen rasant zu. Laut einer neuen Analyse von CoinDesk sind sogenannte „Wrench Attacks“ – also brutale Überfälle, bei denen Opfer unter Gewaltandrohung zur Herausgabe ihrer Bitcoins gezwungen werden – im vergangenen Jahr um sage und schreibe +75% gestiegen.

Dokumentiert sind mehr als 300 Fälle physischer Krypto-Kriminalität in 15 Ländern. Die Methoden werden dabei immer rigoroser. In San Francisco beispielsweise haben sich Täter als Essenslieferanten ausgegeben und dann direkt an der Haustür zugeschlagen. Beute: 13 Millionen Dollar in Krypto. In Scottsdale, Arizona, sind zwei Teenager aus Kalifornien stolze 960 Kilometer gefahren, um einen Bitcoin-Halter um 66 Millionen Dollar zu erleichtern. Dabei immer relevant: der Preis von BTC.

Jameson Lopp, einer der bekanntesten Bitcoin-Sicherheitsexperten, führt eine öffentliche Datenbank physischer Bitcoin-Angriffe. Die zeigt einen deutlichen Zusammenhang: Je höher der Bitcoin-Kurs, desto zahlreicher die Überfälle. Europa ist dabei besonders betroffen – mehr als 40% aller dokumentierten Angriffe entfallen auf europäische Länder, mit Frankreich an der Spitze. Schräges Detail: Die Versicherungsbranche reagiert – viele bieten inzwischen Policen gegen „Wrench Attacks“ an.

Lesen Sie auch: Bitcoin: Google schlägt Alarm! Prognose: Quantencomputer & Bitcoin – in nur 9 Minuten geknackt?



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