SICHERHEITSTECHNIK 09.12.2015, 11:42 Uhr

Überwachungskamera schaut um die Ecke

Einzig eine Tarnkappe könnte Einbrechern noch helfen, dieser Überwachungskamera zu entkommen. Denn sie sieht auch, was anderen Kameras verborgen bleibt. 

Schottische Forscher haben ein Kamerasystem entwickelt, mit dem das Gerät quasi um die Ecke schauen kann. 

Schottische Forscher haben ein Kamerasystem entwickelt, mit dem das Gerät quasi um die Ecke schauen kann. 

Foto: Heriot-Watt University

Einbrecher, die etwas auf sich halten, baldowern das Ziel ihrer Untaten sorgfältig aus. Vor allem geht es ihnen um eventuell vorhandene Alarmanlagen und Überwachungskameras. Letztere kann er möglicherweise durch geschickte Wahl des Weges zum nächsten Fenster austricksen, indem er etwa Büsche und Mauern nutzt, um sich unbemerkt anzuschleichen.

Eindringlinge werden genau lokalisiert

Wenn sich ein Sicherheitssystem durchsetzt, das Forscher um Genevieve Gariepy und Daniele Faccio von der Heriot-Watt University im schottischen Edinburgh entwickelt haben, bringt das Versteckspielen nichts. Die Kombination aus einem gepulsten Laser und einer Streulichtkamera ermöglicht es, um die Ecke zu schauen und den Bösewicht auf den Zentimeter genau zu lokalisieren.

Stellenangebote im Bereich Elektrotechnik, Elektronik

Elektrotechnik, Elektronik Jobs
Safran Data Systems GmbH-Firmenlogo
Testingenieur / Certified Tester (m/w/d) Safran Data Systems GmbH
Bergisch Gladbach Zum Job 
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Elektrotechnik und Elektrische Energieversorgung" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Röhm GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Elektrotechnik / Automatisierungstechnik / EMSR Röhm GmbH
Wesseling Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Commissioning Manager Control, Field and Automation Engineering (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Herrenknecht AG-Firmenlogo
Technischer Redakteur (m/w/d) Herrenknecht AG
Schwanau Zum Job 
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Referent*in der Institutsleiterin Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Stuttgart Zum Job 
KTR Systems GmbH-Firmenlogo
Berechnungsingenieur (m/w/d) KTR Systems GmbH
Technische Hochschule Rosenheim-Firmenlogo
Professorin / Professor (m/w/d) für Applied Embedded Computing Technische Hochschule Rosenheim
Rosenheim Zum Job 
Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)-Firmenlogo
Geschäftsführer (m/w/d) VDA QMC in China Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)
Peking, Shanghai (China) Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur Elektrotechnik für Informationstechnik und -sicherheit (m/w/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
München Zum Job 
Keysight Technologies Deutschland GmbH-Firmenlogo
Senior Process and Development Engineer for High Frequency Solutions (m/f/x) Keysight Technologies Deutschland GmbH
Böblingen Zum Job 
Ziehm Imaging GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Hardware mit Schwerpunkt Schaltungstechnik Ziehm Imaging GmbH
Nürnberg Zum Job 
Iventa Austria Personalwerbung GmbH-Firmenlogo
Wind and Site Engineer (m/f/d) Iventa Austria Personalwerbung GmbH
Hamburg Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Strategische*r Einkäufer*in Anlagenbau (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
SWM Services GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur*in für Prozess- und Automatisierungstechnik MSR (m/w/d) SWM Services GmbH
München Zum Job 
Bundesamt für Strahlenschutz-Firmenlogo
Ingenieur*in (FH/Bachelor) als Messnetzplaner*in (urban) (m/w/d) Strahlenschutztechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik, Telekommunikationstechnik Bundesamt für Strahlenschutz
Oberschleißheim (bei München), Salzgitter, Berlin, Freiburg, Rendsburg, Bonn Zum Job 
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger (m/w/d) Fördertechnik TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Stadtwerke Tübingen GmbH-Firmenlogo
Elektromonteure (m/w/d) Stadtwerke Tübingen GmbH
Tübingen Zum Job 
Stadtwerke Tübingen GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Netzleitwarte Stadtwerke Tübingen GmbH
Tübingen Zum Job 

Kamera zeichnet reflektiertes Laserlicht aus

Der Laserstrahl ist auf einen Punkt am Boden gerichtet, von dem Bereiche einzusehen wären, die der Kamera verborgen bleiben. Selbst kleinste Unebenheiten sorgen dafür, dass der Laserstrahl in alle Richtungen abgelenkt wird. Er trifft auf feste Hindernisse wie Büsche und Wände, oder auch auf schleichende Einbrecher. Alle reflektieren das – im übrigen unsichtbare – Laserlicht.

Die Grafik zeigt, nach welchem Prinzip, die Um-die-Ecke-Kamera funktioniert.

Die Grafik zeigt, nach welchem Prinzip, die Um-die-Ecke-Kamera funktioniert.

Quelle: Heriot-Watt University

Die Kamera fängt diese reflektierten Lichtteilchen ein. Ein Mikroprozessor errechnet daraus die Position aller festen Hindernisse. Da die Entfernung zu immer vorhandenen Wänden und Büschen unveränderlich ist, bleibt nur der Einbrecher als Störenfried übrig, dessen Bewegung das Laser-Kamera-System minutiös verfolgt.

Zwei Objekte gleichzeitig erkannt

Im Versuch konnten Gariepy, Faccio und Kollegen ein Objekt registrieren, das sich mit 2,8 cm/s bewegte. Als Versuchskaninchen diente ihnen eine 30 cm große Figur aus Schaumstoff. „Die Kamera kann die Geschwindigkeit des Objekts mit annehmbarer Genauigkeit aufzeichnen“, sagt Gariepy. Es gelang dem Team sogar, zwei sich bewegende Objekte gleichzeitig zu erkennen.

Anwendungen für die Um-die-Ecke-Kamera gäbe es reichlich, glauben die Forscher aus Schottland. So könnte sie bei Rettungseinsätzen zeigen, ob ein nicht einsehbarer Zugang etwa in einem teilweise eingestürzten Haus frei ist oder ob dort Gefahren lauern. In Fahrzeuge eingebaut könnte die Kamera Autos sehen, die überholen, sich aber gerade im toten Winkel des Rückspiegels befinden. Dazu müsste sie allerdings noch genauere Bilder liefern. Wenn sie nur signalisiert: „Da ist etwas“, aber nicht angeben kann, was es ist, hilft es dem Fahrer nicht.

Viele weitere spannende Geschichten aus dem Fachbereich Optoelektronik finden Sie hier.

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.