Heimelektronik 30.12.2019, 07:02 Uhr

Künstliche Intelligenz – versteckt in zahlreichen Geräten

Laut einer Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH steht die Mehrheit der Befragten der künstlichen Intelligenz eher skeptisch gegenüber. Dabei arbeitet KI in zahlreichen Produkten bereits im Hintergrund, ohne dass es den Nutzern offenkundig klar ist. Die Vorteile dagegen schätzen Verbraucher sehr.

Synonym für KI

Künstliche Intelligenz steckt schon heute in zahlreichen Alltagsgegenständen.

Foto: Panthermedia.com/Jirsak

Die gfu hat in 2.000 Haushalten in Deutschland Fragen zur künstlichen Intelligenz (KI) gestellt. 71% der Befragten stehen KI grundsätzlich skeptisch gegenüber. Als Hauptargumente geben 60% an, dass sie ihre persönlichen Daten und Verhaltensmuster nicht preisgeben wollen. 59% halten die Technologie für noch nicht ausgereift. 56% befürchten, dass KI-Technologie sie kontrollieren wird. Es gibt aber auch Befürworter: 58% der Befragten sprechen KI eine Erleichterung des Arbeitsalltages zu, während hingegen 64% erwarten, dass ein zunehmender Einsatz von KI zum Abbau von Arbeitsplätzen beitragen wird. KI scheint die Deutschen zu polarisieren. Das könne eventuell daran liegen, dass einige KI-Anwendungen dem Nutzer überhaupt nicht bekannt sind. Sie laufen hauptsächlich unentdeckt im Hintergrund ab.

KI nicht nur in Alexa, Siri & Co.

In zahlreichen Produkten ist künstliche Intelligenz heute schon im Einsatz. Am ehesten fallen einem natürlich die Sprachassistenten im Auto oder Alexa, Google und Siri ein. Sie gehören inzwischen immer selbstverständlicher zu unserem Alltag. Künstliche Intelligenz arbeitet noch in weit mehr Geräten, als man auf den ersten Blick wahrnimmt. Intelligente Waschmaschinen zum Beispiel erkennen die Wäsche und wählen das passende Waschprogramm. Damit erleichtern sie die Bedienung, dosieren Wasser, Waschmittel und Energie selbstständig, was dabei hilft, Ressourcen zu schonen. Innovative Staubsaugerroboter sind dank KI in der Lage, ihr Reinigungsergebnis zu verbessern. Sie merken sich beispielsweise, an welchen Stellen häufiger Krümel vom Tisch fallen. Dort saugen sie gründlicher.

Beispiel Smartphone: Wir nutzen unsere modernen Mobiltelefone nicht nur zum Telefonieren, sondern auch für viele andere Anwendungen, unter anderem zum Fotografieren. Die optimalen Einstellungen für das aktuelle Motiv und die Lichtverhältnisse wählt für uns die künstliche Intelligenz aus. Die Fotoqualität basiert auf vielen Tausend Referenzbildern, aus denen KI dann automatisch die optimalen Einstellungen wählt. Es sind also weniger die Nutzer, sondern mehr die künstliche Intelligenz, die tolle Fotos kreiert, zumindest in Bezug auf die Technik.

KI ist darauf ausgelegt, dazuzulernen

Ein weiteres Beispiel sind aktuelle TV-Geräte. Es werden nicht nur die Bildschirme immer größer, sondern es steigt auch die Anzahl der Bildpunkte. 4K-Geräte bilden die vierfache Pixelzahl im Vergleich zu HD-TV ab. Seit einigen Monaten gibt es auch 8K-Geräte, die entsprechend die achtfache Zahl an Bildpunkten wiedergeben. Während sich die hochauflösenden Technologien immer größerer Beliebtheit erfreuen, fehlt dazu allerdings noch das passende Programmmaterial. Das TV-Programm wird aktuell hauptsächlich in HD-Qualität erstellt, 4- oder 8K sind selten zu finden. Kauft man sich einen 8K-Fernseher, rechnet dieser die Bildpunkte hoch – von zwei auf 32 Millionen. Das geschieht vermehrt mittels KI und kaum noch auf Basis fester Algorithmen. Mit KI ist es möglich, das aktuelle Bild mit Millionen von Referenzmustern zu vergleichen und zur jeweiligen Szene die passende Rechenformel auszuwählen. Der Vorteil: KI lernt ständig dazu und nähert sich so der optimalen Darstellung. Dadurch kommen detailreiche Bilder zustande, bei denen kaum zu unterscheiden ist, ob es sich um ein tatsächliches oder errechnetes 8K-Bild handelt.

Die Technologie künstliche Intelligenz ist sicherlich noch nicht ausgereift. Das kann sie auch nicht, ist sie doch darauf ausgelegt, durch Nutzung dazuzulernen und dadurch im Laufe der Zeit immer besser zu werden. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Nutzer der Technologie auch erlaubt, hinzuzulernen. Dafür ist es notwendig, dass KI persönliche Daten und Verhaltensmuster analysiert. Nur dann ist eine Entwicklung möglich. „Bei KI verhält es sich wie bei vielen neuen Technologien: Anfangs überwiegt häufig die Skepsis. Erst wenn erkannt wird, dass der Nutzen größer ist und schwerer wiegt als die Bedenken, dann schlägt die Stimmung ins Positive um“, sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. „KI wird ihren Weg gehen und in immer mehr Geräte einziehen. Die Geschwindigkeit der Verbreitung hängt vom Vertrauen ab, dass die Konsumenten der Technologie entgegenbringen. Es liegt an uns, der Industrie, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen“, so Kamp.

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