Künstliche Intelligenz 25.02.2024, 10:00 Uhr

Potenzial der Generativen KI für die Arbeitswelt

Das Forschungsteam am Fraunhofer IAO hat die Auswirkungen der Generativen KI auf die Arbeitswelt untersucht, um mittelständischen Unternehmen das Potenzial dieser Technologie aufzuzeigen und konkrete Handlungsempfehlungen zu liefern.

KI

Entdeckung des Potenzials: Wie Generative KI die Arbeitswelt verändert.

Foto: PantherMedia / BiancoBlue

Ein multidisziplinäres Forschungsteam am Fraunhofer IAO hat in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg die Auswirkungen der Generativen Künstlichen Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt untersucht.

Dieses Forschungsprojekt wurde finanziell gefördert und zielt darauf ab, mittelständischen Unternehmen durch eine umfassende Studie zu helfen, das Potenzial der Generativen KI zu erkennen. Die Ergebnisse sollen konkrete Handlungsempfehlungen liefern, um die Einführung und Nutzung dieser Technologie zu unterstützen. Die Grundlage für diese Untersuchung bildete eine Umfrage unter 48 Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Praxis.

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Die Einführung von ChatGPT im November 2022 hat eindrucksvoll demonstriert, wie weitreichend die Fähigkeiten Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) sind. Die benutzerfreundliche Nutzung des Chatbots, der eine Vielzahl von Sprachen beherrscht, lebensechte Bilder generiert und sogar Webseiten programmieren kann, hat Menschen aus verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft gleichermaßen beeindruckt. Für viele war dies das erste Mal, dass das Thema KI greifbar wurde.

Chancen in allen Bereichen von Unternehmen

„Generative KI eröffnet enorme Chancen für Anwendungen in praktisch allen Bereichen von Unternehmen jeglicher Branche. Diese Technologien sind jedoch komplex und es bedarf der Expertise, damit es zu einer zielführenden und durch alle mitgetragenen Anwendung in den Unternehmen kommt“, erklärt Professorin Katharina Hölzle, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. In dieser Hinsicht sind auch entsprechende Weiterbildungen von großer Bedeutung. Denn: Geschulte Mitarbeitende sind außerdem in der Lage, innovative Anwendungsfälle für KI schneller zu identifizieren und zu priorisieren. Dieser potenziell entscheidende Erfolgsfaktor trägt insbesondere zur Entlastung bei repetitiven Aufgaben bei.

„Der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Unternehmen wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor für die baden-württembergische Wirtschaft“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. „Wir wollen die Unternehmen im Land gezielt beim Erproben und Einsetzen von KI unterstützen, um das riesige Potenzial der Schlüsseltechnologie zu nutzen. Mit der Studie erhalten die Unternehmen wertvolle Impulse zum Einsatz von Generativer KI“, erklärt die Wirtschaftsministerin weiter.

„Quick Wins“ durch KI-Lösungen

Erste Erfolge mit Generativer KI lassen sich innerhalb weniger Tage erzielen. „Quick Wins“, also schnelle und unkomplizierte KI-Lösungen für den täglichen Gebrauch, wie beispielsweise Tools zur Textformulierung wie ChatGPT oder DeepL Write für das Erstellen von Social Media-Beiträgen, können in einer Vielzahl von Unternehmen direkt implementiert werden. Das Autorenteam hebt als eine wesentliche, langfristige Empfehlung hervor, das Thema Generative KI strategisch anzugehen und in der Unternehmensstrategie zu verankern.

Abhängig von der Ausrichtung der Unternehmensstrategie kann es sinnvoll sein, Partnerschaften mit großen Anbietern, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Beratungsfirmen für die Entwicklung und Anwendung von Generativer KI einzugehen. Obwohl derzeit keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht besteht, empfiehlt das Autorenteam außerdem, freiwillig zu kennzeichnen, welche Inhalte mithilfe oder von KI erstellt wurden. Dies dient dazu, Transparenz über die verwendeten Daten, die Modellarchitektur sowie Tests und Evaluierungsergebnisse zu schaffen.

KI und die Verantwortung

Die Nutzung von KI birgt laut dem Autorenteam eine erhebliche Verantwortung für Unternehmen. Einerseits betrifft dies ökologische Aspekte, da große KI-Modelle einen signifikanten Energieverbrauch haben. Andererseits ist es wichtig, dass Unternehmen, Organisationen und die Gesellschaft offen über die Grundlagen, die verwendeten Daten und die Annahmen der Generativen KI kommunizieren.

Deutschland liegt bei der Digitalisierung zurück

Allerdings müsste man auch dabei berücksichtigen, dass laut dem Digitalreport 2024 des European Center for Digital Competitiveness der ESCP Business School und des Instituts für Demoskopie Allensbach 95 Prozent der Führungskräfte davon überzeugt sind, dass Deutschland in Bezug auf die Digitalisierung zurückliegt. Dieses Ergebnis stützt sich auf eine repräsentative Bevölkerungsumfrage sowie auf die Meinungen von etwa 500 führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, und markiert den fünften jährlichen Bericht zu diesem Thema.

Die große Mehrheit der Bevölkerung betrachtet es als von entscheidender Bedeutung für die Zukunft, dass die Digitalisierung rasch voranschreitet. Sie sind davon überzeugt, dass die zukünftige Entwicklung des Wohlstands stark vom Tempo der Digitalisierung abhängt, wie aus einer Umfrage hervorgeht, an der 74 Prozent der Befragten teilnahmen. Dennoch gehen lediglich 23 Prozent davon aus, dass in den kommenden Jahren bedeutende Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt werden, während die Mehrheit höchstens mit langsamen und begrenzten Verbesserungen rechnet.

„Bei KI können wir es uns nicht leisten zu verlieren“

Eine ähnlich kritische Einschätzung geben auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik ab. Nicht nur 95 Prozent von ihnen sehen Deutschland bei der Digitalisierung im Rückstand, sondern auch eine beträchtliche Mehrheit äußert Bedenken hinsichtlich des Standes der Künstlichen Intelligenz (KI). Tatsächlich halten 74 Prozent dieser Gruppe nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa für rückständig in diesem Bereich.
„Wir sollten uns besonders auf die Bereiche Greentech und KI fokussieren“, sagt Professor Philip Meissner vom European Center for Digital Competitiveness der ESCP Business School. „Bei Greentech können wir weltweit führend sein, bei KI können wir es uns nicht leisten zu verlieren.“

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Redakteurin beim VDI-Verlag. Nach einem Journalistik-Studium an der TU-Dortmund und Volontariat ist sie seit mehreren Jahren als Social Media Managerin, Redakteurin und Buchautorin unterwegs.  Sie schreibt über Karriere und Technik.

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