Uni Würzburg forscht 25.09.2025, 18:30 Uhr

Nachhaltige Batterien: Forscher setzen auf Bor und Recycling

Nachhaltige Batterien entwickeln und bestehende effektiv recyceln: Genau diese beiden Ziele verfolgen Forscher*innen der Universität Würzburg.

Nachhaltige Batterien: Die Uni Würzburg setzt auf Bor und Recycling. Foto: Smarterpix/Zerbor

Nachhaltige Batterien: Die Uni Würzburg setzt auf Bor und Recycling.

Foto: Smarterpix/Zerbor

Batterien als Energiespeicher spielen eine entscheidende Rolle bei der globalen Energiewende. Ob im Elektroauto, Smartphone oder als Speicher für Solarstrom: Ohne leistungsfähige Energiespeicher funktioniert der Umstieg auf erneuerbare Energien kaum.

Problematisch ist derzeit allerdings die Herstellung von Batterien: Wertvolle und teilweise knappe Ressourcen wie Lithium, Kobalt und Nickel werden benötigt, aber deren Abbau hat oftmals schädliche Folgen für die Umwelt.  Neue Methoden der Produktion und des Recyclings sind daher entscheidend, um die Umweltbelastung durch die Batterieherstellung zu verringern und eine nachhaltige Energiewende zu ermöglichen.

Genau dieses Problem gehen das Institut für nachhaltige Chemie und Katalyse mit Bor und das Institut für Anorganischen Chemie der Universität Würzburg an. Für beide Forschungsprojekte stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) insgesamt knapp 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Laufzeit beider Projekte umfasst drei Jahre und geht bis Ende Juni 2028.

Bor als Schlüssel

Im Verbundprojekt „Festkörper Natrium-Ionen-Batterien auf Basis von Bor-haltigen Elektrolyten“ wird an einer neuen Art von Batterie gearbeitet – der Natrium-Ionen-Feststoffbatterie. Das Ziel ist, eine Batterie zu entwickeln, die ohne das seltene und teure Lithium auskommt. Stattdessen wird Natrium verwendet, was praktisch unbegrenzt verfügbar und zum Beispiel im haushaltsüblichen Kochsalz zu finden ist.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Titan Umreifungstechnik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Einkäufer (m/w/d/) Titan Umreifungstechnik GmbH & Co. KG
Schwelm Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung Umweltplanung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Excelitas Deutschland GmbH-Firmenlogo
Qualitätsingenieur (w/m/d) Produktentwicklung Excelitas Deutschland GmbH
Feldkirchen Zum Job 
Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) für Bauprojekte Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur mit Projektverantwortung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts-Firmenlogo
Experte / Expertin Bauwesen (w/m/d) in der Abteilung Gebäudemanagement / Verwaltung Mainz SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH-Firmenlogo
Elektroingenieur (m/w/d) Produktindustrialisierung J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH
ai6 SOLUTIONS GmbH-Firmenlogo
Entwickler Mechanik / Konstruktion (m/w/d) ai6 SOLUTIONS GmbH
Dessau-Roßlau Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Key Account Manager Sicherheit und Verteidigung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
KLEBL GmbH-Firmenlogo
Technischer Angestellter (m/w/d) Nachhaltigkeitsmanagement im Bereich Hochbau KLEBL GmbH
Neumarkt Zum Job 
Schöpflin Stiftung-Firmenlogo
Head of Operations (m/w/d) Schöpflin Stiftung
Lörrach Zum Job 
Humboldt-Universität zu Berlin Abteilung Haushalt und Personal Referat Personalwirtschaft III C 6-Firmenlogo
Ingenieur*in Nachrichtentechnik (m/w/d) Humboldt-Universität zu Berlin Abteilung Haushalt und Personal Referat Personalwirtschaft III C 6
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr-Firmenlogo
Bauingenieur - Sachgebietsleitung Kreisstraßenmanagement (w/m/d) Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig-Firmenlogo
Ingenieur/-in / Naturwissenschaftler/-in (m/w/d) für den Einsatz im Bereich Medizintechnik/-Produkte Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig
Braunschweig Zum Job 
Aerologic GmbH-Firmenlogo
Engineer Aircraft Reliability & Maintenance Program (m/f/x) Aerologic GmbH
Schkeuditz Zum Job 
Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH-Firmenlogo
Kalkulator Tiefbau (m/w/d) für den Bereich Wasser/Abwasser Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
Halle (Saale) Zum Job 
Seppeler Holding & Verwaltungs GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Verfahrenstechniker / Ingenieur Verfahrenstechnik (m/w/d) Seppeler Holding & Verwaltungs GmbH & Co. KG
Rietberg Zum Job 
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in oder Physiker*in (d/m/w) GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Darmstadt Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) konstruktiver Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*innen (d/m/w) GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Darmstadt Zum Job 

Das Forschungsteam entwickelt effiziente, ressourcenschonende Herstellungsverfahren für sogenannte Natrium-closo-borate. Diese Natrium-Salze sind äußerst stabil und können in fester Form Natrium-Ionen transportieren. Das macht sie zu vielversprechenden Feststoff-Elektrolyten: Im Gegensatz zu flüssigen Elektrolyten versprechen feste Elektrolyte höhere Sicherheit und bessere Langzeitstabilität.

Das BMFTR stellt für dieses Projekt knapp 800.000 Euro zur Verfügung.

Recycling von Lithium-Ionen-Batterien

Während das erste Projekt auf die Entwicklung einer neuen Batteriegeneration abzielt, konzentriert sich das zweite Forschungsvorhaben auf die Wiederverwertung bestehender Systeme. Lithium-Ionen-Batterien sind der aktuelle Stand der Technik von Elektrofahrzeugen und Smartphones. Doch am Ende ihres Lebenszyklus bleiben große Mengen problematischer Abfälle zurück, welche aber auch sinnvoll als wertvolle Quelle kritischer Rohstoffe dienen könnten.

Die zweite Forschungsgruppe „Prozesse für das Direkte Recycling von Kathoden aus zyklisierten Lithium-Ionen-Batterien zur Maximierung der rückgewinnbaren Funktionsmaterialien“ widmet sich dem Vorhaben, End-of-Life-Batterien vollständig zu recyclen. Ziel ist dabei, die einzelnen Bestandteile und Materialien möglichst restlos wieder in den Produktionsprozess neuer Batterien einzubinden.

Das Forschungsteam entwickelt zusammen mit Industrie- und Forschungspartnern Verfahren, mit denen sich die einzelnen Prozessschritte verbessern lassen. Ziel ist es, möglichst viele Rohstoffe zurückzugewinnen und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß der gesamten Wertschöpfungskette zu senken. Dieses Projekt  wird mit mehr als 970.000 Euro bezuschusst.

Ein Beitrag von:

  • Anastasia Pukhovich

    Anastasia Pukhovich ist Volontärin beim VDI Verlag. Ihre Tätigkeit beim Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien weckte ihr Interesse an allen Themen rund um Wissenschaft und Technik. Besonders gerne verfolgt sie journalistisch die Themen Medizintechnik und Karriere.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.