Bauprojekt 18.03.2025, 15:30 Uhr

Die Rohbauarbeiten des Teilchenbeschleunigers FAIR abgeschlossen

Nach sechs Jahren Bauzeit neigt sich der Rohbau im nördlichen Baufeld des Teilchenbeschleunigers FAIR in Darmstadt dem Ende zu. Die PORR, die für den Bau wichtiger Gebäude verantwortlich war, fertigte im Februar das letzte Bauteil.

Teilchenbeschleuniger

Letztes Bauteil des Rohbaus im nördlichen Baufeld des Teilchenbeschleunigers FAIR wird fertiggestellt.

Foto: PORR

Am GSI Helmholzzentrum in Darmstadt wird der Teilchenbeschleuniger FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) gebaut. In diesem Beschleuniger werden Teilchen fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und mit hoher Intensität für die Grundlagenforschung genutzt. Das zentrale Bauwerk ist der 1,1 Kilometer lange Tunnel für den Ringbeschleuniger SIS100, der bis zu 40 Meter breit ist. Dieser Tunnel wird durch weitere unter- und oberirdische Bauwerke wie Beschleuniger-, Experimentier- und Betriebsgebäude sowie verschiedene Transferstrecken und Speicherringe ergänzt.

Die PORR baute den kreisförmigen Beschleunigertunnel und neun ober- und unterirdische Gebäude für Experimente sowie Betriebs- und Versorgungseinrichtungen im Baufeld Nord. Von der Planung bis zur Umsetzung waren die PDE Integrale Planung, der PORR Spezialtiefbau und der PORR Ingenieurbau mit bis zu 550 Mitarbeitenden beteiligt.

340.000 Kubikmeter Stahlbeton und 40.000 Tonnen Betonstahl

Die Rohbauarbeiten am Baufeld Nord des Teilchenbeschleunigers FAIR gehen für die PORR nun zu Ende. Nach sechs Jahren Bauzeit, über 340.000 Kubikmetern Stahlbeton und 40.000 Tonnen Betonstahl wurde im Februar eine kleine Außentreppe als letztes Betonbauteil fertiggestellt. Damit ist dieses beeindruckende Bauvorhaben abgeschlossen.

Bei diesem Projekt war nicht nur die Logistik der großen Erdmassen eine Herausforderung, sondern auch der Rohrleitungsbau. Besonders die Menge an Rohren für die Ver- und Entsorgung des Teilchenbeschleunigers stellte das Projektteam vor neue Aufgaben. Das Rohrleitungssystem wurde nach dem Prinzip „form follows beam“ geplant, um die Anlage kompakt zu gestalten. Nur die unbedingt notwendigen Komponenten kamen in den Tunnel, während Belüftungs- und Kabelschutzrohre außerhalb im Sandbett verlegt wurden.

Stellenangebote im Bereich Immobilien, Bau, Finanzierung

Immobilien, Bau, Finanzierung Jobs
TenneT-Firmenlogo
Servicetechniker Instandhaltung Umspannwerke (m/w/d) TenneT
Bayreuth Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung Konstruktiver Ingenieurbau (m/w/d) Hennigsdorf Die Autobahn GmbH des Bundes
Hennigsdorf Zum Job 
DELTA Gruppe-Firmenlogo
Fachplaner / Projektleiter Versorgungstechnik (m/w/d) DELTA Gruppe
Regensburg, Geisenhausen, Landshut Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Qualifizierung Kfz-Prüfingenieur (m/w/d) bzw. Kfz-Sachverständiger (m/w/d) TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Heppenheim, BIschofsheim Zum Job 
noris network AG-Firmenlogo
Techniker Zutrittskontrolle & Videoüberwachung / Datacenter Engineer (m/w/d) noris network AG
Nürnberg Zum Job 
GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Städtische Hochbauprojekte GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
Landkreis Grafschaft Bentheim-Firmenlogo
Bauingenieur*in der Fachrichtung Straßenbau / Verkehrswesen / Straßenplanung oder vergleichbar Landkreis Grafschaft Bentheim
Nordhorn Zum Job 
Stadt Neumünster-Firmenlogo
Ingenieur*in in der Fachrichtung Architektur Stadt Neumünster
Neumünster Zum Job 
Stadtreinigung Hamburg-Firmenlogo
Ingenieur (all genders) Hochbau Stadtreinigung Hamburg
Hamburg Zum Job 
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Sachbearbeiter Bereich Wasserwirtschaft (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Erfurt-Mittelhausen Zum Job 
WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektingenieur / Planungsingenieur (m/w/d) für Siedlungswasserwirtschaft WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH
Donauwörth, München-Ost (Grasbrunn), München-West (Planegg), Pfaffenhofen an der Ilm Zum Job 
Stadtreinigung Hamburg-Firmenlogo
Ingenieur (all genders) Tiefbau Stadtreinigung Hamburg
Hamburg Zum Job 
VDZ Service GmbH-Firmenlogo
Auditor (m/w/d) für die Validierung von Umweltmerkmalen und für die Produktzertifizierung VDZ Service GmbH
Düsseldorf Zum Job 
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektingenieur Wasserbau (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Erfurt, Meiningen, Neustadt an der Orla, Sondershausen Zum Job 
Egger Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Absolvent / Nachwuchsingenieur (w/m/d) Technik und Produktion Egger Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG
Stadtverwaltung Frankenthal-Firmenlogo
Bereichsleiter (m/w/d) Gebäude und Grundstücke Stadtverwaltung Frankenthal
Frankenthal (Pfalz) Zum Job 
Stadt Offenburg-Firmenlogo
Techniker*in Straßenbau - Bauüberwachung und Genehmigungsverfahren (m/w/d) Stadt Offenburg
Offenburg Zum Job 
Sprint Sanierung GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Betriebswirt / Bautechniker / Handwerksmeister als Niederlassungsleiter (m/w/d) Sprint Sanierung GmbH
Berlin-Ahrensfelde Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektleiter Wohnungsbau (m/w/d) Energetische Modernisierung Allbau Managementgesellschaft mbH

Die hohe Komplexität kam durch die dreidimensionale Struktur und die Vielzahl der Rohre, die vermessen, verschweißt und verlegt werden mussten. Ein 3D-Modell diente als Grundlage für die Installation. Viele Rohre wurden bis zu 13 Meter hoch verlegt und in dicht gepackten Schichten eingebaut. Für die Belüftung wurden 4.400 Meter HDPE-Wickelrohr und 3.000 Meter hitzebeständige C-Stahl-Rohre verlegt, zusätzlich kamen 100.000 Meter Kabelschutzrohre dazu. Auch 2.500 Elektroleerrohre wurden wasserdicht angeschlossen, und Kompensatoren ermöglichten Vertikalverschiebungen.

Herausforderungen und Lösungen beim Bau des dreizelligen Tunnels

Der dreizellige Tunnel wurde in offener Stahlbetonbauweise errichtet und besteht aus einem massiven Rahmenbauwerk. Die 6,35 Meter dicke Decke mit einer Spannweite von 29 Metern wurde in Schalung auf einem Traggerüst gefertigt. Besonders ist, dass das gesamte Bauwerk 18 Meter unter der Erde liegt und später vollständig überschüttet wird. Eine große Herausforderung war die Wandachse, auf der die Decke ruht, mit einem Bewehrungsgrad von bis zu 750 Kilogramm pro Kubikmeter Beton. Diese Schwierigkeit wurde von der PORR mit einem selbstverdichtenden Beton gelöst, der speziell für dieses Projekt in Zusammenarbeit mit einem Betonhersteller entwickelt wurde.

„Der große Vorteil der PORR bei diesen Projekten ist die Fähigkeit, viele Gewerke parallel abzuwickeln, und das umfassende Wissen über Beton und dessen Verarbeitung. Das Projekt FAIR ist so weit gekommen, weil alle Beteiligten ihre ganze Erfahrung eingebracht und eine außerordentliche Feedback-Kultur entwickelt haben.“, resümiert Projektleiter Thomas Kühnert.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.