Additive Fertigung 07.03.2025, 16:08 Uhr

Gedruckter Ventilkörper auf nukleargetriebenem Flugzeugträger

HHI, der größte militärische US-Schiffbauer, setzt auf die additive Fertigung. Für die „USS Enterprise“ wurde ein riesiges Teil gedruckt.

Die gedruckte Ventilverteilerbaugruppe an Bord des Flugzeugträgers "USS Enterprise" (CVN 80). Foto: Newport News Shipbuilding Photo by Ashley Cowan

Die gedruckte Ventilverteilerbaugruppe an Bord des Flugzeugträgers "USS Enterprise" (CVN 80).

Foto: Newport News Shipbuilding Photo by Ashley Cowan

2029 soll die neue „USS Enterprise“ in den Dienst gestellt werden. Sie zählt zur Gerald-R.-Ford-Klasse. Entsprechende Schiffe sollen schrittweise die Flugzeugträger der Nimitz-Klasse ablösen. Insgesamt sind zehn Einheiten geplant. Die Enterprise wird 337 m lang und 41 m breit sein. Auf und unter Deck werden gut 4500 Menschen arbeiten. Und mittendrin: Eine wuchtige, 3D-gedruckte Ventilverteilerbaugruppe.

Das rund 1,5 m lange und gut 450 kg schwere Stahlteil ermöglicht nach Herstellerangaben „die Verteilung einer einzigen Flüssigkeitsquelle auf mehrere Punkte auf dem Schiff“. (Konkreter will man hier wohl nicht werden.) Untergebracht ist es in einem Pumpenraum.

Das Bauteil spiegelt das Streben der Werft wider, „alle Möglichkeiten von AM im Schiffbau zu finden“. Die Verwendung von zertifizierten 3D-gedruckten Teilen habe das Potenzial, den Bau und die Auslieferung von Schiffen an die US-Marine zu beschleunigen, indem die Vorlaufzeiten verkürzt und die Fertigungsqualität für kritische Komponenten verbessert werden.

Maximale Aufbaurate: fast 10 kg/h

Produktionspartner ist DM3D Technology aus Michigan. Das US-Unternehmen ist spezialisiert auf pulverbasiertes Laserauftragsschweißen (DED). Ihr größtes Vier-Düsen-System beherbergt einen würfelförmigen Bauraum. Dessen Kantenlänge: gut 3 m. Die maximale Auftragsrate liegt bei fast 10 kg/h.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
HOCHBAHN U5 Projekt GmbH-Firmenlogo
Projektleiter U5-Betriebsführungssystem - vollautomatisches U-Bahn-System (w/m/d) HOCHBAHN U5 Projekt GmbH
Hamburg Zum Job 
ERGO Group AG-Firmenlogo
Objektmanager Bautechnik (m/w/d) ERGO Group AG
Klinikum Leverkusen Service GmbH-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Bau & Technik Klinikum Leverkusen Service GmbH
Leverkusen Zum Job 
Leviat GmbH-Firmenlogo
Diplom-Ingenieur (TH/FH) (m/w/d), Master/Bachelor (m/w/d), Dr.-Ing. (m/w/d) im Bereich «Bewehrungssysteme / Verankerungssysteme« Konstruktiver Ingenieurbau / Massivbau Leviat GmbH
Langenfeld (Rheinland) Zum Job 
SODECIA Safety & Mobility Attendorn GmbH-Firmenlogo
Leitender Produktentwicklungsingenieur - Extrusion, Motoren & Sonstiges / Chief Product Engineer - Extrusion, Engines & Others (m/f/d) SODECIA Safety & Mobility Attendorn GmbH
Attendorn Zum Job 
Beckhoff Automation GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Vertrieb Automatisierungstechnik im Gebiet München Beckhoff Automation GmbH & Co. KG
München Zum Job 
HAMBURG WASSER-Firmenlogo
Projektingenieur Planung Tiefbau / Infrastruktur (m/w/d) HAMBURG WASSER
Hamburg Zum Job 
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Medizintechnik (W2) Hochschule für angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
High-Tech Park Sachsen-Anhalt GmbH-Firmenlogo
Ingenieure (m/w/d) Bauingenieurwesen / Bauliche Projektentwicklung / Straßenbau / Infrastruktur / Stadt- und Regionalplanung / Verkehrswesen High-Tech Park Sachsen-Anhalt GmbH
Magdeburg Zum Job 
BERICAP GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Automation & Process Innovation Engineer (m/w/d) BERICAP GmbH & Co. KG
Budenheim Zum Job 
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (w/m/d) für den konstruktiven Ingenieurbau Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Rendsburg, Lübeck, Kiel, Itzehoe, Flensburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau, Lärmschutzbauwerke Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Ingenieur/ Vertriebsingenieur (m/w/d) für den Bereich Key Account Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
GW Batterien GmbH-Firmenlogo
Anwendungstechniker (m/w/d) GW Batterien GmbH
Zwickau Zum Job 
Landeshauptstadt Hannover-Firmenlogo
Ingenieur*in - Versorgungstechnik oder Energie- und Gebäudetechnik Landeshauptstadt Hannover
Hannover Zum Job 
Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektmanager IT-Architektur & Datenvisualisierung (m|w|d) Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG
Rheda-Wiedenbrück Zum Job 
Max Bögl Stiftung & Co. KG-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) TGA Mechanik -Systembau Max Bögl Stiftung & Co. KG
Liebenau bei Nienburg / Weser Zum Job 
Mainova AG-Firmenlogo
Ingenieur als Technische Führungskraft für Gas- und Wasser-Netzbetriebe gem. DVGW Regelwerk (m/w/d) Mainova AG
Frankfurt am Main Zum Job 
Tremonia Mobility GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker - Fahrzeugelektronik (m/w/d) Tremonia Mobility GmbH
Dortmund Zum Job 
naturenergie netze GmbH-Firmenlogo
Ingenieur als Teamleiter Netzleitstelle (m/w/d) naturenergie netze GmbH
Rheinfelden (Baden), Donaueschingen Zum Job 

Lesetipp: Schicht für Schicht zur besseren Verteidigung

Mit dem Abschluss der Arbeiten auf der „Enterprise“ (CVN 80) sollen ähnliche Lösungen auf der „Doris Miller“ (CVN 81) installiert werden. Geplant ist, die additive Fertigung anstelle traditioneller Gießverfahren zu verwenden, um das Terminrisiko zu verringern und die Effizienz zu verbessern.

„Was als Proof of Concept begann, wurde schnell zu einem greifbaren Ergebnis, das einen bedeutenden Unterschied zur Verbesserung der Effizienz im Schiffbau macht“, sagte Dave Bolcar, Vice President of Engineering and Design bei der HII-Tochter Newport News Shipbuilding (NNS). „Die Vorteile dieser Innovation werden weit über Enterprise (CVN 80) hinausgehen, da wir unser Know-how in der additiven Fertigung in die Grundlagen des Schiffbaus einfließen lassen.“

Dieser jüngste Einsatz der additiven Fertigung baut auf der vorherigen Zertifizierung und Zulassung von NNS als Zulieferer für additive Fertigungskomponenten auf NAVSEA-Plattformen (Naval Sea Systems) auf. Bis heute hat die Werft mehr als 55 additiv gefertigte Teile hergestellt, die sowohl auf neuen Schiffen als auch in der bestehende Flotte installiert wurden. In diesem Jahr sollen 200 weitere Teile folgen.

HII hat seinen Hauptsitz in Virginia und beschäftigt 44.000 Mitarbeitende. Die Werftengruppe ist eine Ausgründung aus dem Northrop Grumman Konzern.

Ein Beitrag von:

  • Stefan Asche

    Stefan Asche

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: 3-D-Druck/Additive Fertigung, Konstruktion/Engineering, Logistik, Werkzeugmaschinen, Laser

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.