Die größte Solarturmanlage der USA, Crescent Dunes in Nevada, steht kurz vor der Inbetriebnahme. Das Besondere der Solaranlage: Wie erzeugt rund um die Uhr Strom – selbst nachts. Tausende Spiegel schießen Sonnenstrahlen auf die Spitze des Turms, der die Energie in einem Flüssigsalzspeicher unterbringt. Die Turbogeneratoren zur Stromerzeugung liefert Siemens.
In Crailsheim wird nicht gekleckert, es wird geklotzt. Eine Großsolaranlage mit einem saisonalen Erdsondenspeicher zur Heizwärmeversorgung hat das erste Jahr im Praxisbetrieb absolviert. Ein zukunftsweisendes Projekt: Anlagen in dieser Dimension gab es bisher nicht, zudem arbeitet das System so effizient, dass es besonders wirtschaftlich Wärme liefert.
Parabolrinnenkollektoren sind vielseitig. Doch Strom und Wärme gleichermaßen zu nutzen, erweist sich als schwieriger als gedacht. Die großtechnischen Anlagen sind nicht so erfolgreich wie einst gehofft. Nur in wenigen Regionen dürften sie eine Zukunft haben. Kleinere Anlagen hingegen erschließen sich langsam, aber sicher einen wachsenden Markt.
Nachdem asiatische Hersteller von Solarzellen und -modulen schon seit Längerem den weltweiten Solarmarkt dominieren, entwickelt sich Asien auch zum weltweit wichtigsten Installationsmarkt von Photovoltaikanlagen. Der am schnellsten wachsende und attraktivste Markt ist derzeit Japan.
Ob Windparks auf hoher See, Solarkraftwerke im Wüstensand oder Biogasanlagen in der Nachbarschaft: Ohne intelligente Sensoren, Mess- und Prüfsysteme ist ein autonomer Betrieb der regenerativen Energieanlagen nicht möglich. Anders als bei konventionellen Großkraftwerken ist dies aber noch ein weites Entwicklungsfeld.
Die in Asien vorherrschende konventionelle Energiegewinnung kann das kommende Wachstum nicht bewältigen. Das zeigt die neue Studie „Outlook 2013“ der Asian Development Bank (ADB). vorgestellte zeigt, dass kann. Allein auf erneuerbare Energien in Zukunft setzen zu wollen, geht aber auch nicht.
Langsam setzt sich die Auffassung durch, dass Solaranlagen – ob Photovoltaik oder Solarkollektoren – dem Bauordnungsrecht unterliegen. Für die geforderten „allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen“ kommen riesige Anstrengungen und Kosten vor allem auf die Montagesystemhersteller zu.
Je stärker Photovoltaik und Windenergie die Stromerzeugung beeinflussen, desto größere Bedeutung gewinnt seine Speicherung. Das jetzt gestartete EU-Projekt „AlpStore“ soll speziell für den Alpenraum Lösungen aufzeigen. Pumpspeicher finden dort noch immer wenig Zustimmung.
Konventionelle Stromnetze sind eher statisch, erneuerbare Energien bringen Dynamik in die Netze. Die werden in Zeiten der Energiewende in Deutschland immer häufiger als Smart Grids geplant. Holger Müller ist bei Siemens für strategische Netzplanung und deren intelligente Komponenten zuständig. Das Geschäft ist international und stark wachsend.