Wer hätte gedacht, dass Tischtennisbälle feuergefährlich sind? Sind sie, und deshalb beginnt mit der aktuellen Europameisterschaft in Lissabon eine neue Ära: Ab jetzt wird Tischtennis nur noch mit Plastikbällen gespielt.
Es klingt fast nach Alchemie, den Klimakiller Kohlendioxid (CO2) als Rohstoff nutzen zu wollen. Das Molekül ist so träge, dass es nur unter hohem Energieaufwand mit anderen Chemikalien reagiert. Doch auf einer Konferenz kürzlich in Essen diskutierten Experten aus Forschung und der Wirtschaft, wie dieser Traum mancher Chemiker wahr werden kann.
Faserverstärkte Kunststoffe (FVK) werden immer mehr zur Schlüsseltechnologie für innovativen Leichtbau. Dies werden die Aussteller der Hannover Messe in der „Leichtbauhalle 6“ unter Beweis stellen. Über die Präsentation neuer Ansätze und Verfahren wollen sie demonstrieren, dass der Einsatz von Leichtbauwerkstoffen und -konstruktionen der zukunftsweisende Weg für die Reduzierung des Energie- und Materialbedarfs und damit eine Verbesserung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Endprodukte ist.
Als in den 50er-Jahren Physiker und Ingenieure nach geeignetem Isolationsmaterial für Kabel in neu entwickelten Kernkraftwerken Ausschau hielten, stießen sie auf ein Phänomen: „Die Daten weisen auf eine durch Strahlen induzierte Vernetzung oder auch Degradation von Polymeren hin“, berichteten sie 1954 in einer britischen Fachzeitschrift. Ein gutes halbes Jahrhundert später ist die physikalische Technologie ihren Kinderschuhen längst entwachsen und erobert mit innovativen Anwendern neue Kunststoffmassenmärkte.
Wenn die Messe Intersolar (9. bis 11. Juni) in zwei Wochen in München zum Welttreffen der Solarbranche wird, dann wird es dort nicht nur um den bereits bestehenden Massenmarkt gehen. Die Zukunft steht mit auf dem Programm, und dazu zählt für viele in der Branche die organische Photovoltaik. Sie steht an der Schwelle zur Serienfertigung. Doch bei Wirkungsgrad, Kosten und Langlebigkeit gibt es noch viel zu tun.