Die EU gibt vor, dass die CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen bis 2030 um 30 % reduziert werden sollen. Wie das gelingen kann, haben Experten von VDI und VDE in einer Studie untersucht. Eine Forderung ist besonders laut.
Forschende haben eine Prozesstechnologie entwickelt, um aus Sonnenlicht und Luft kohlenstoffdioxid-neutrale Treibstoffe herzustellen. Sogar eine Mini-Raffinerie, die unter realen Bedingungen arbeitet, stellen sie vor. Dennoch gibt es bei klimaneutralen Kraftstoffen viel zu tun.
Wie lässt sich die Klimabilanz von Traktoren und Lkw verbessern, bis auch sie eines Tages schadstofffrei unterwegs sein können? Die TU Wien rückt Bio-Ethanol in den Fokus. Denn ihre Studie zeigt: Er ist eine umweltfreundliche Alternative.
Rolls-Royce entwickelt im Rahmen eines Joint-Ventures mit Liebherr-Aerospace moderne Flugzeugtriebwerke. Erstmals hat das Unternehmen die Triebwerke mit Flugkraftstoff getestet, der zu 100% aus nachhaltigen Rohstoffen besteht. Das Ziel: Im Flugverkehr bis zum Jahr 2050 den Netto-Null-Kohlenstoff-Ausstoß zu erreichen.
Spezielle Zementsorten stabilisieren Bohrlöcher bei der Erdölforderung. Doch das Abbinden lässt sich im Labor nicht simulieren. Eine neue Messmethode auf der Basis von Neutronenstrahlen zeigt Vorgänge auf atomarer Ebene.
Wissenschaftler der ETH Zürich haben eine solare Anlage gebaut, die synthetische flüssige Treibstoffe produziert. Dabei setzt sie nur so viel Kohlendioxid frei, wie zuvor beim Herstellungsprozess der Luft entzogen wurde.
Kohlendioxid und Wasser aus dem Hahn – mehr ist nicht nötig, um einen beinahe klimaneutralen Treibstoff für Autos oder Flugzeuge zu erzeugen. Nötig sind nur Wasser und emissionsfrei hergestellter Strom. In Deutschland und Norwegen entstehen Großprojekte.
Die Einwohner am Victoriasee in Ostafrika leiden unter einer Plage. Der See droht trotz seiner Größe zuzuwuchern, der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt. Ein einheimischer Chemielehrer möchte das verhindern. Er stellt aus den wuchernden Pflanzen Ethanol her.
Synthetische Brenn- und Kraftstoffe aus grünen Quellen sollen helfen, die Energiewende voranzutreiben. Dafür allerdings ist eine neue Infrastruktur für den globalen Power-to-X-Markt notwendig. Was es dafür braucht, zeigt eine neue Studie.
Das Konstrukt indirekter Landnutzungsänderung (iLUC) prägt die politische Debatte über Biokraftstoffe. Danach sorgt hiesiger Rapsanbau dafür, dass Regenwälder in Asien und Südamerika gerodet werden. Die EU-Kommission plant, auf Treibhausgasbilanzen von Biokraftstoffen einen iLUC-Faktor aufzuschlagen. Matthias Finkbeiner, Professor an der TU Berlin und Vorsitzender des ISO-Komitees Umweltmanagement/Ökobilanzen und Projektleiter des „Carbon Footprint Project“ der UN, kritisiert die Pläne.