Wechseljahremanager: Neue Rolle gegen alte Tabus
Millionen Frauen sind in den Wechseljahren und halten täglich Unternehmen am Laufen. Ihre spezifischen Bedürfnisse bleiben jedoch in der Arbeitswelt weitgehend unberücksichtigt. Die AKAD University hat eine Weiterbildungsmöglichkeit entwickelt, um das Menopause-Management zu einem strategischen Baustein der Arbeitskultur zu machen – nämlich die Qualifizierung zum Wechseljahremanager.
Austausch im Arbeitsalltag: In vielen Unternehmen fehlt bislang eine strukturierte Strategie für den Umgang mit den Wechseljahren – neue Rollen wie der Wechseljahremanager sollen diese Lücke schließen.
Foto: AKAD University
Weiterbildung zum Wechseljahremanager
Die AKAD University bietet als erste Hochschule in der DACH-Region eine wissenschaftlich fundierte Qualifizierung für das Thema Wechseljahre in der Arbeitswelt an. Die neue Weiterbildung vermittelt Interessierten eine Expertise, um eine wechseljahresfreundliche Arbeitsatmosphäre gestalten zu können, unabhängig von der Unternehmensgröße.
Die Teilnehmenden werden dabei unter anderem in folgenden Bereichen weitergebildet:
- Sie werden geschult, typische menopausale Beschwerden und deren Auswirkungen auf den Arbeitsalltag zu erkennen
- Darauf aufbauend lernen sie, betroffene Mitarbeiterinnen professionell zu begleiten
- Sie erkunden unternehmensspezifische, wirtschaftlich tragfähige Konzepte im betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Sie lernen, Führungskräfte, Personalabteilungen und Betriebsräte dabei zu unterstützen, das Tabuthema Menopause zu entstigmatisieren und in bestehenden Strukturen zu integrieren
- Sie werden dazu angeleitet, eine wechseljahresfreundliche Arbeitsumgebung zu planen und zu steuern.
Wechseljahre am Arbeitsplatz – ein großes Tabu
Derzeit befinden sich 9 Mio. Frauen in Deutschland in den Wechseljahren, ungefähr 7,3 Mio. von ihnen sind erwerbstätig. Durch die Menopause wird ihre Leistungsfähigkeit, Konzentration, ihr Schlaf und psychisches Wohlbefinden beeinträchtigt. Und trotzdem wird das Thema nach wie vor am Arbeitsplatz tabuisiert.
Die aus den Symptomen resultierenden Folgen sind beispielsweise:
- Krankheitsbedingte Fehlzeiten
- Arbeitszeitreduktion
- Früheres Austreten aus dem Berufsleben
Sie führen unter anderem zu volkswirtschaftlichen Schäden von etwa 9,4 Mrd. €.
Wechseljahre als zentraler Hebel der Personalbindung
Ebendiese Verluste können im Unternehmen innerbetrieblich durch gezielte Maßnahmen reduziert werden, wie beispielsweise durch die Weiterbildung von Führungs- und Fachkräften zu Wechseljahremanagerinnen und -managern.
Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel, das Ausscheiden der Babyboomer-Generation und verlängerte Lebensarbeitszeiten den Druck, vorhandene Expertise zu halten. Unternehmen, die die Wechseljahre als zentralen Hebel der Personalbindung begreifen, können Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Loyalität erfahrener Mitarbeiterinnen wirksam sichern und so ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Aufbau der Weiterbildung
Die Weiterbildung ist im Bachelorstudiengang Wirtschaftspsychologie integriert. Die ausgeleitete modulare Weiterbildung richtet sich ohne Zugangsvoraussetzungen an Fach- und Führungskräfte z.B. aus den Bereichen Betriebliches Gesundheitsmanagement, People & Culture, Diversity Management, Betriebsräten, Recruiting, sowie an externe Beraterinnen und Berater, die Organisationen, Unternehmen und Arbeitgeber zu Gesundheit, New Work, Nachhaltigkeit und Inklusion begleiten.
Interessierte können sich jetzt vorab einschreiben und ab dem offiziellen Beginn am 01.April 2026 teilnehmen.
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