Ältere Beschäftigte 26.02.2025, 08:45 Uhr

Vorzeitig in Rente: Ein Viertel der Arbeitnehmer hat diesen Plan

Trotz des aktuellen Fachkräftemangels und der drohenden Rentenkürzungen möchten immer mehr Arbeitnehmer vorzeitig in den Ruhestand gehen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass fast ein Viertel der Beschäftigten bereits heute darüber nachdenkt, den Job früher zu verlassen.

Rente

Umfrage: Jeder Vierte möchte vorzeitig in Rente – Geld und Flexibilität als Schlüsselfaktoren.

Foto: PantherMedia / AndreyPopov

Trotz Fachkräftemangel und möglichen Rentenkürzungen möchten viele Arbeitnehmer frühzeitig in den Ruhestand. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Continental ergab, dass 27 % vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden wollen. 62 % planen, bis zum regulären Rentenalter zu arbeiten, während 11 % keine Angabe machten.

YouGov befragte im Januar 2.000 Menschen im Alter von 18 bis 67 Jahren zu ihren Rentenplänen. Die wichtigste Motivation, länger im Job zu bleiben, war die Bezahlung: 51 % würden für ein höheres Gehalt später in Rente gehen. 38 % wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten, 34 % Steuervorteile und 29 % mehr Urlaub und Freizeit.

Andere Agilität im Arbeitsmarkt gefragt

„Wir müssen zu einer ganz anderen Agilität im Arbeitsmarkt kommen, dass Menschen ihren Bedürfnissen, ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden“, wird Conti-Personalvorständin Ariane Reinhart von der dpa zitiert.

Schließlich seien die qualifizierten Fachkräfte die wichtigste Ressource in Deutschland, hieß es. Man müsse überlegen, wie diese bestmöglich genutzt werden könnten, um den Sozialstaat und den Wohlstand zu sichern. Dies sei die große Herausforderung.

Stellenangebote im Bereich Forschung & Lehre

Forschung & Lehre Jobs
Duale Hochschule Sachsen (DHSN)-Firmenlogo
W2-Professur für "Umweltanalytik und Umwelttechnik" (m/w/d) Duale Hochschule Sachsen (DHSN)
BG ETEM-Firmenlogo
Dozent/-in (m/w/d) in der Bildungsstätte Linowsee BG ETEM
Linowsee bei Rheinsberg Zum Job 
University of Southern Denmark-Firmenlogo
DIAS Fellow in Chemical Engineering (f/m/d) University of Southern Denmark
Odense M (Dänemark) Zum Job 
Technische Hochschule Augsburg-Firmenlogo
Professur für Systemsimulation und Fahrzeugtechnik Technische Hochschule Augsburg
Augsburg Zum Job 
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung-Firmenlogo
Promovierte*r wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) der Fachrichtung Physik, Ingenieurwesen, Elektrotechnik oder vglb. BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Berlin-Steglitz Zum Job 
Hochschule Schmalkalden - Hochschule für Angewandte Wissenschaften-Firmenlogo
Laboringenieur/-in (m/w/d) mit Lehraufgaben zur praxisnahen Vermittlung mechatronischer Inhalte Hochschule Schmalkalden - Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Schmalkalden Zum Job 
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Medizintechnik (W2) Hochschule für angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
Hochschule Angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Nachwuchsprofessur im Promotions-Track (W1) mit Tenure-Track auf W2 für Konstruktion Fahrzeugaufbau und CAD in der Fahrzeugtechnik Hochschule Angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen-Firmenlogo
Professur Smarte Robotik und KI (W2) Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
Bocholt Zum Job 
Hochschule Emden/Leer-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Projekt "OS-Lotse" Hochschule Emden/Leer
Technische Universität Braunschweig-Firmenlogo
W3-Professur Fahrzeugtechnik Technische Universität Braunschweig
Braunschweig Zum Job 
Technische Universität Braunschweig-Firmenlogo
W3-Professur für Hochleistungswerkstoffe Technische Universität Braunschweig
Braunschweig Zum Job 
Technische Universität Braunschweig-Firmenlogo
W3-Professur Mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge Technische Universität Braunschweig
Braunschweig Zum Job 
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Technische Mechanik / Kontinuumsmechanik (W2) Hochschule für angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Medizintechnik (W2) Hochschule für angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
Technische Hochschule Deggendorf-Firmenlogo
Professorin | Professor (m/w/d) für das Lehrgebiet Cybersecurity Management und digitale Resilienz Technische Hochschule Deggendorf
Deggendorf Zum Job 

Dringender Handlungsbedarf bei der Rente

Auch im Bereich der Rente gibt es eine dringende Notwendigkeit zum Handeln. „Da müssen wir uns auch ehrlich machen. Wir können keine Geschenke verteilen, das muss bezahlt werden.“, sagte Ariane Reinhart.

Die Aussage, dass die Rente sicher sei, helfe angesichts des demografischen Wandels nicht weiter, wurde betont. Da immer weniger Beitragszahler eine wachsende Zahl von Rentnern unterstützen müssten, sei klar, dass dies mathematisch nicht aufgehen könne. Es fehle an einem ausreichenden Bewusstsein für die Dringlichkeit des Problems.

48 % der Befragten nutzen neben der gesetzlichen Rente eine betriebliche Altersvorsorge, 63 % sorgen privat vor. Die Idee, einen Teil der Rente in Aktien anzulegen, was besonders die FDP befürwortet, fanden 50 % gut, während 27 % dagegen waren.

Ältere Beschäftigte im Ingenieur- und IT-Bereich

Im Ingenieur- und IT-Bereich wird intensiv diskutiert, wie ältere Beschäftigte länger im Beruf bleiben können. Der Arbeitsmarkt in diesen Branchen steht aufgrund des demografischen Wandels vor großen Herausforderungen. In den nächsten zehn Jahren werden bis zu 340.000 Fachkräfte aus dem Ingenieur- und IT-Bereich in den Ruhestand treten. Trotz einer wirtschaftlichen Abkühlung gibt es weiterhin erhebliche Engpässe. Laut dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) könnten gezielte Anreize helfen, diese Lücke zu schließen.
Dabei rückt die Einbindung älterer Fachkräfte immer stärker in den Fokus.

Appel der Arbeitgeber

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl haben die Arbeitgeber in Deutschland verlangt, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen. Der Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte, dass die Sozialsysteme in den Wahlprogrammen und im Wahlkampf zu wenig beachtet würden. Auch er sprach sich dafür aus, Anreize zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, auch nach Erreichen des Rentenalters weiterhin im Beruf zu bleiben.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.