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Bau

Hochschule Koblenz zeigt Zukunft der Stadtentwicklung

11. März 2026

Hochschule Koblenz zeigt Zukunft der Stadtentwicklung
Im Dialog über die Zukunft Koblenz’: Oberbürgermeister David Langner (links) lässt sich von zwei Studierenden ihren Entwurf erläutern. Foto: Hochschule Koblenz / Martin Lisek
Studierende der Hochschule Koblenz entwickeln visionäre Entwürfe für eine Geh- und Radwegbrücke sowie die Hafenmole. Innovative Impulse für die Stadt Koblenz.
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Wie könnte eine neue Geh- und Radwegbrücke über die Hafeneinfahrt in Koblenz künftig aussehen? Und welches städtebauliche Potenzial steckt in der Hafenmole und den angrenzenden Bereichen nördlich der Pfaffendorfer Brücke? Mit diesen Fragestellungen setzten sich Masterstudierende der Architektur und des Bauingenieurwesens an der Hochschule Koblenz intensiv auseinander und präsentierten nun ihre Ergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit.

Im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung stellten die Studierenden des Fachbereichs bauen – kunst – werkstoffe insgesamt acht visionäre und interdisziplinär entwickelte Entwürfe vor. Im Fokus standen dabei eine neue fuß- und radverkehrsgerechte Verbindung zwischen Ehrenbreitstein und Pfaffendorf sowie die Neugestaltung der Hafenmole und ihres Umfeldes. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, nahm an der Veranstaltung teil und zeigte großes Interesse an den innovativen Ideen der Studierenden.

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Integrales Planen als Schlüssel zu realitätsnahen Visionen

Die Entwürfe entstanden im Modul „Integrales Planen“, das bereits seit zehn Jahren erfolgreich an der Hochschule Koblenz durchgeführt wird. In diesem Lehrformat arbeiten Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens von Beginn an gemeinsam in interdisziplinären Teams. Ziel ist es, Gestaltung, Konstruktion und technische Umsetzbarkeit frühzeitig zusammenzudenken und ganzheitliche Lösungen für komplexe Aufgaben im Städtebau zu entwickeln.

Unter der Betreuung von Prof. Marc Immel und Prof. Dr. Andreas Laubach legten die Studierenden besonderen Wert auf die sensible Einbindung der Brückenbauwerke in den landschaftlich und städtebaulich anspruchsvollen Ort. Neben der architektonischen Qualität spielten auch statische Konzepte, Materialwahl und konstruktive Machbarkeit eine zentrale Rolle. Prof. Dr. Andreas Laubach betonte die Bedeutung dieses Ansatzes ausdrücklich:
„Gerade das integrale Planen – also das frühzeitige Zusammendenken von Gestaltung, Konstruktion und Umsetzbarkeit – ermöglicht realitätsnahe und zugleich visionäre Konzepte. Unsere Studierenden lernen hier, Verantwortung für komplexe städtebauliche Aufgaben zu übernehmen.“

Wertvolle Impulse für die Stadt Koblenz

Die vorgestellten Entwürfe verdeutlichten eindrucksvoll, wie vielfältig die Lösungsmöglichkeiten für eine neue Brückenverbindung sein können. Von filigranen Konstruktionen bis hin zu markanten Landmarken reichte die Bandbreite der Ideen. Die bewusst offen formulierten Rahmenbedingungen der Aufgabenstellung ermöglichten es den Studierenden, kreative und unkonventionelle Ansätze zu entwickeln, die als Diskussionsgrundlage für zukünftige Planungen dienen können.

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Auch aus Sicht der Stadt Koblenz sind diese Impulse von großem Wert. Oberbürgermeister David Langner unterstrich die Bedeutung des Austauschs zwischen Hochschule und Kommune:
„Als Hochschulstadt profitieren wir von der Expertise der Studierenden und Lehrenden. Wenn es um die Stadtgestaltung geht, sind uns Visionen willkommen, denn nur so können wir uns weiterentwickeln und Koblenz verbessern.“

Enge Zusammenarbeit mit Stadt und Verwaltung

Die Aufgabenstellung für das Projekt wurde in enger Kooperation mit der Stadt Koblenz entwickelt. Beteiligt waren unter anderem das Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung sowie das Tiefbauamt. Das interdisziplinäre Modul versteht sich dabei bewusst als Ideengeber im Vorfeld konkreter Projekte. Es zeigt mögliche Entwicklungsszenarien auf, ohne bereits eine konkrete Realisierungsplanung vorwegzunehmen.

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Die Studierenden präsentierten ihre Konzepte anschaulich anhand von Modellen, Visualisierungen und digitalen Präsentationen. Im Anschluss erfolgte eine fachliche Bewertung der Arbeiten, bei der sowohl gestalterische als auch technische Aspekte diskutiert wurden. Der offene Dialog zwischen Studierenden, Lehrenden und Vertretern der Stadt trug wesentlich zur Qualität der Veranstaltung bei.

Hochschule als Motor regionaler Stadtentwicklung

Mit dem Projekt unterstreicht die Hochschule Koblenz einmal mehr ihre enge Verbundenheit mit der Region. Durch praxisnahe Lehre, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den direkten Austausch mit Kommunen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Gleichzeitig erhalten die Studierenden die Möglichkeit, an realen Fragestellungen zu arbeiten und Verantwortung für zukunftsweisende Konzepte zu übernehmen.

Die präsentierten Brückenentwürfe zeigen eindrucksvoll, welches kreative und fachliche Potenzial in der nächsten Generation von Planerinnen und Planern steckt – und wie Hochschulen als Ideenschmieden wichtige Impulse für Städte wie Koblenz liefern können.

(Hochschule Koblenz / Heike van Ooyen)

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