Universitäts-Forschung 17.04.2024, 13:13 Uhr

Technische Innovationen aus Ilmenau auf der Hannover Messe

Am 22. April startet die Hannover Messe 2024 und die Technische Universität Ilmenau ist dabei. Wir stellen drei technische Innovationen der Hochschule vor.

Whizzy Ilmenau

Der autonome Einkaufs- und Lieferroboter der TU Ilmenau „Whizzy“.

Foto: STIC/Mario Hofmann

Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentiert die Technische Universität Ilmenau mehrere innovative Entwicklungen. Dazu gehört eine fortschrittliche Technologie für autonome Fahrzeuge, die online die Absichten von Fußgängern am Straßenrand analysiert, um in Gefahrensituationen angemessen reagieren zu können. Ein weiteres Highlight ist „Whizzy“, ein autonomer Transport-Rover, der Waren in Echtzeit ausliefert. Darüber hinaus präsentiert die Universität ein innovatives Verfahren zur Trinkwassergewinnung mithilfe von Solarenergie.

Neuronales System erkennt die Absichten von Fußgängern in Millisekunden

Eine der drei Innovationen, die die TU Ilmenau auf der Hannover Messe präsentiert, dreht sich um eine Technologie für autonome Fahrzeuge. Konkret geht es um ein System, das in Millisekunden die Absichten von Fußgängern erkennt, um bei Gefahr sofort und richtig reagieren zu können.

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Eine spezielle Kamera nutzt künstliche neuronale Netze, um Gesichtsausdrücke zu analysieren und die Wahrscheinlichkeit eines Straßenübertritts zu berechnen. „Während vergleichbare Systeme die Bewegung der Fußgänger analysieren, fokussiert sich unser System auf ihren Gesichtsausdruck“, erklärt Qais Yousef, Mitentwickler des Verfahrens.

„Der Vorteil gegenüber bisherigen Technologien: Unser System schätzt die Absichten der Fußgänger nach ihrer Mimik ein, noch bevor sie sich bewegen. Diese unbewusste Kommunikation zwischen Autofahrer und Fußgänger ermöglicht in Echtzeit ein optimales Fahrverhalten des Fahrzeugs und vermeidet so Unfälle.“ Laut Forscherteam kann das Verfahren nicht nur im Automobilbau, sondern auch im Schiffbau oder der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt werden.

„Whizzy“: Der autonome Transport-Rover revolutioniert die Warenlieferung

Neben Fahrzeugtechnologien stellt die TU Ilmenau den autonomen Transport-Rover „Whizzy“ vor, der Lieferungen in Echtzeit ermöglicht. Entwickelt für den boomenden Online-Handel, könnte Whizzy vor allem in kleineren Städten und ländlichen Regionen die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels stärken.

Dank modernster 5G-Technologie bietet Whizzy hochentwickelte Lokalisierungs- und Steuerungsfunktionen und könnte auch in anderen Bereichen wie dem öffentlichen Verkehr oder der Pflege eingesetzt werden. So lässt sich die Technologie zum Beispiel auf Assistenzroboter im Pflegebereich übertragen.

Der plasmonische Schwamm wandelt niederwertige Flüssigkeiten in hochwertiges Trinkwasser um

Der plasmonische Schwamm wandelt niederwertige Flüssigkeiten in hochwertiges Trinkwasser um.

Foto: TU Ilmenau / Dong Wang

Trinkwasser aus Sonnenenergie: Eine Lösung für globale Wasserprobleme

Ein weiteres Highlight ist ein Verfahren zur Gewinnung von Trinkwasser mit Sonnenenergie. Im Zentrum steht der plasmonische Schwamm. Er wandelt Flüssigkeiten wie Schmutz-, Brack- oder Meerwasser in reines Trinkwasser um. Der Schwamm hat eine dreidimensionale, poröse Struktur. Entwickelt hat ihn das Team um Prof. Peter Schaaf vom Fachgebiet Werkstoffe der Elektrotechnik. Sie versahen die äußere und innere Oberfläche mit metallischen Nanopartikeln, die die Wasseraufnahme deutlich erhöhen.

Der Schwamm ist das Herzstück von Solarwärmekonvertern. Diese Geräte nutzen das Sonnenlicht, um Wasser zu erhitzen und zu verdampfen. Die Qualität des gereinigten Wassers übertrifft sogar die WHO-Standards für Trinkwasser. Angesichts der weltweiten Wasserprobleme sind diese fortschrittlichen solarthermischen Konverter von großer Bedeutung.

Die TU Ilmenau auf der Hannover Messe

Entdecken Sie diese und weitere technologische Innovationen der TU Ilmenau täglich von 9 bis 18 Uhr in Halle 2 am Gemeinschaftsstand C16 der Thüringer Hochschulen. Die Hannover Messe läuft vom 22. bis zum 26. April.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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