Hannover Messe 2023 16.02.2023, 09:59 Uhr

Liste der Herausforderungen für die Industrie ist lang

In einer Vorschau auf die Hannover Messe 2023 stellte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG die Themen der Messe vor. Die Industrie steht vor zahlreichen Herausforderungen, die sie in den kommenden Jahren angehen muss.

Industrie

Die Industrie steht vor zahlreichen Herausforderungen, Lösungen dafür werden auf der Hannover Messe vorgestellt.

Foto: Panthermedia.net/DOC-Photo

In einer Vorschau auf die Hannover Messe 2023 präsentierten die Verantwortlichen am 15. Februar die Themen, die dieses Jahr auf der Weltleitmesse der Industrie eine wichtige Rolle spielen werden. Die Unternehmen stehen hierbei vor einer langen Liste an Herausforderungen: Klimawandel, Energieknappheit, unterbrochene Lieferketten, Fachkräftemangel. Durch einen konsequenten Einsatz von Technologien und dem Schaffen von wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sollen diese Herausforderungen angegangen werden. Die Veranstalter sehen sich für beide Aufgaben gut gerüstet, so biete die Messe zum Beispiel Platz für Technologien für eine vernetzte und klimaneutrale Industrie. Gleichzeitig sei sie eine Weltbühne für den Diskurs zwischen Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Lösungen für eine vernetzte und klimaneutrale Industrie gesucht

In seiner Eröffnungsrede zum Preview stellte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG die Themen für die Hannover Messe vor: „CO2-neutrale Produktion, Künstliche Intelligenz, Wasserstofftechnologien, Energiemanagement und Industrie 4.0 – das sind die übergreifenden Themen der Hannover Messe 2023. Nur im Zusammenspiel dieser Technologien wird es gelingen, unseren Wohlstand nachhaltig zu sichern und gleichzeitig den Klimaschutz voranzutreiben.“

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Rund 4.000 Unternehmen werden auf der Weltleitmesse vertreten sein und dabei die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten präsentieren, die uns in die Zukunft der Industrie führen. So geht es zum Beispiel um die Digitalisierung und Automatisierung komplexer Produktionsprozesse, um den Einsatz von Wasserstoff zur Energieversorgung oder um die Anwendung von Software zur Erfassung und Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.

Aussteller aus allen Branchen vor Ort

Auf der Hannover Messe 2023 zeigen Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft Lösungen für die Produktion und Energieversorgung der Zukunft. Zu den ausstellenden Unternehmen gehören sowohl globale Tech-Konzerne wie Amazon Web Services, Microsoft, Google, SAP, Siemens, Bosch, NOKIA, ServiceNow oder Schneider Electric als auch mittelständisch geprägte Technologieführer wie Beckhoff, Festo, Harting, ifm, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, Rittal oder SEW.

Darüber hinaus sind auch namhafte Forschungsinstitute wie Fraunhofer oder das KIT (Karlsruher Institut für Technologie) auf der Messe vertreten. Nicht zu vergessen mehr als 300 Startups. Sie alle versprechen Spitzentechnologien und völlig neue Geschäftsmodelle. Insgesamt gibt es rund 4.000 gute Gründe, die Hannover Messe zu besuchen. Dabei geht es nicht nur um die Aussteller, sondern auch um die persönliche Interaktion miteinander, die in den Jahren davor wegen Corona nur sehr eingeschränkt möglich war.

Daten als die Währung der Zukunft

Daten werden in Zukunft für die Industrie 4.0 immer wichtiger, so die Meinung vieler Experten. Sehr viele Daten, auf die alle Unternehmen, die am Wertschöpfungsprozess teilnehmen, Zugriff haben müssen. Ein neues zusammenhängendes Datenökosystem soll Abhilfe schaffen: Manufacturing X. Dabei wird es sich um eine sichere und souveräne Datenplattform handeln, die unter anderem von den Wirtschaftsverbänden BDI, VDMA und ZVEI vorangetrieben wird.

Auf der Messe werden im engen Schulterschluss mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die ersten Schritte zur Umsetzung von Manufacturing X vorgestellt. Köckler: „Ziel ist es, die Souveränität der Unternehmen zu erhalten, den Zugang zur Kundenschnittstelle nicht zu verlieren und dennoch die Potenziale der Plattformökonomie zu erschließen.“

Welche Rolle spielt ChatGPT?

Ob ChatGPT für die Industrie in Zukunft eine Rolle spielen wird, steht noch in den Sternen. Es gilt jedoch als gesichert, dass Künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Dabei geht es um die Optimierung von Prozessen, aber auch um Simulation und Produktentwicklung. Generative KI, zu der auch ChatGPT gehört, aber zum Beispiel auch DALL-E können schon heute beim Texten, Programmieren oder Designen helfen.

„In Zukunft ist durchaus denkbar, dass eine KI eine Maschine entwirft und der Mensch dann überprüft, welche Anpassungen für einen Realbetrieb notwendig sind. Das spart Zeit und bietet angesichts des vorherrschenden Fachkräftemangels erhebliches Potenzial“, so Köckler. Für alle, die sich für das Thema KI interessieren gibt es auf der Messe ein umfangreiches Angebot an Besucherführungen, Foren und Präsentationen von KI-Tools und Use Cases der Aussteller.

CO2-Fußabdruck reduzieren

Eine der größten Herausforderungen für die Industrie der Zukunft ist es, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, ohne dabei an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Erhebliche Energieeinsparpotenziale werden hierbei im Zusammenspiel von Software und Maschinen gesehen. „Smart Energy Monitoring“-Lösungen helfen dabei, Energieverbräuche auf Maschinenebene zu ermitteln und zu optimieren. Verschiedene Aussteller auf der Hannover Messe zeigen hierzu ihre Anwendungen.

„Viele versteckte Verbräuche sind den meisten Industrieanwendern bis heute kaum bewusst“, so Köckler. Ungeregelte Motoren in Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren oder Maschinen gehören in vielen Fabriken noch zum Alltag. Ohne intelligente Steuerungstechnik und das Zusammenspiel von Elektrotechnik und IT sind Effizienzsteigerungen bei der Energie kaum umsetzbar.

Köckler: „Die Industrie verbraucht ca. 45 Prozent des Stroms in Deutschland. Die Lösungen der ausstellenden Unternehmen können einen wichtigen Beitrag leisten, deutlich energieeffizienter zu produzieren.“

Wasserstoff als großer Hoffnungsträger

Als wichtiger Faktor, die CO2-Emissionen zu senken, wird grüner Wasserstoff angesehen. Allerdings gibt es hier noch einige Herausforderungen zu bewältigen. Noch ist die Herstellung teuer und es ist noch nicht abschließend geklärt, wo er hergestellt, wie er transportiert und wie er gelagert wird. Zumindest, wenn es um den großen Maßstab geht, den die Industrie benötigt.

Köckler: „Mehr als 500 Unternehmen auf der Hannover Messe zeigen Lösungen für den Einsatz von Wasserstoff in der Industrie. Damit ist Hannover die weltweit wichtigste und größte Plattform zum Thema Wasserstoff.“  Sowohl Anwender aus der Industrie als auch politische Entscheidungsträger können sich auf der Messe ein ganzheitliches Bild über das Potenzial von Wasserstoff machen. Darüber hinaus erfahren sie, welche Weichen auf dem Weg zu einer wasserstoffbasierten Industrie zu stellen sind.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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