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Sicherheit und Komfort erhöhen 08.02.2024, 15:40 Uhr

Vorteile cloudbasierter Zugangssysteme für Gesundheitseinrichtungen

Krankenhäuser setzenbundesweit vermehrt auf digitale Lösungen, um die Effizienz in der Patientenversorgung zu verbessern. Brivo, Anbieter von cloudbasierten Zugangskontroll- und Smart Building-Technologien, schlüsselt auf, wie derartige Systeme funktionieren, welche Vorteile sie bieten und welchen Anforderungen sie gerecht werden müssen.

Zugangsbeschränkungen in Gesundheitseinrichtungen sorgen für die Schaffung eines sicheren Arbeits- und Behandlungsplatzes. Foto: Brivo

Zugangsbeschränkungen in Gesundheitseinrichtungen sorgen für die Schaffung eines sicheren Arbeits- und Behandlungsplatzes.

Foto: Brivo

Der Gesundheitssektor expandiert und entwickelt sich in immer schnellerem Tempo weiter. Laut Statista wird in Deutschland der Umsatz im Krankenhaus-Bereich im Jahr 2023 voraussichtlich etwa 131, 20Mrd. € betragen – mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR 2023-2028) von 3,05%, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 152,50 Mrd. € im Jahr 2028 führen würde. Dabei setzen Krankenhäuser bundesweit vermehrt auf digitale Lösungen, um die Effizienz in der Patientenversorgung zu verbessern.

Denn Angestellte im Gesundheitswesen haben mit einer ständig wachsenden Liste von Problemen zu kämpfen – von der zunehmenden Gewalt am Arbeitsplatz über den Schutz teurer medizinischer Geräte und wertvollen medizinischen Materials bis hin zur Sicherheit verschreibungspflichtiger Medikamente und dem Schutz einer Vielzahl privater und sensibler Patienten- und Mitarbeiterdaten. Geeignete IT-Lösungen können hier Entlastung und Verbesserungen bringen.

Ein wesentlicher Faktor bei der Schaffung eines sicheren Arbeits- und Behandlungsplatzes ist dabei die Überwachung und Auswertung von Zugangsbeschränkungen in den Gesundheitseinrichtungen. Brivo, ein weltweit führender Anbieter von cloudbasierten Zugangskontroll- und Smart Building-Technologien, schlüsselt auf, wie derartige Systeme funktionieren, welche Vorteile sie bieten und welchen Anforderungen sie gerecht werden müssen. 

Sicherheit und Wohlbefinden der Patienten als oberste Priorität

Natürlich ist die oberste Priorität im Gesundheitswesen, die Bedürfnisse der Patienten zu erfüllen, die eine Einrichtung aufsuchen. Die Patienten müssen sich sicher und geborgen fühlen und darauf vertrauen können, dass sie an der richtigen Adresse sind, um sich behandeln zu lassen. Der Schutz von Patienten, aber auch von Mitarbeitenden – sowohl, was deren physische Sicherheit als auch was den Schutz ihrer privaten Daten betrifft – ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Die elektronische und cloudbasierte Zugangskontrolle verändern heutzutage die Art und Weise, wie Gesundheitsorganisationen ihre Einrichtungen zentral managen und schützen und dabei die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitenden gewährleisten. Sinnvoll implementierte, benutzerfreundliche Zutritts- und Sicherheitslösungen erleichtern den Arbeitsalltag und geben dem Personal die Freiheit sich auf die Patienten zu konzentrieren, ohne sich mit sicherheitsrelevanten Fragen und Problemen befassen zu müssen.

Vorteile der cloudbasierten Zugangskontrolle

Im Bereich der physischen Sicherheit ist eine starke Verlagerung hin zur cloudbasierten Zugangskontrolle zu beobachten. Damit werden die cloudbasierten Zugangskontrollsysteme online remote verwaltet und gehostet und nicht lokal in den Räumlichkeiten einer Organisation. Typischerweise wird dabei eine App verwendet, die für bestimmte Personen und Zeiten den Zutritt zu Räumlichkeiten und Einrichtungen benutzerdefiniert autorisiert. Solche cloudbasierten Zugangssysteme bieten Unternehmen, aber auch Mitarbeitenden zahlreiche Vorteile in Form von betrieblichen Verbesserungen, höherer Sicherheit sowie vermehrter Flexibilität und Skalierbarkeit bei der zentralisierten Verwaltung des Zutritts an mehreren unterschiedlichen Standorten.

Individuelle Anforderungen an die Zugangskontrolle

Für die einzelnen Abteilungen und Bereiche einer Gesundheitseinrichtung gelten individuelle Anforderungen an die Lösungen für die Zugangskontrolle und an die Sicherheitstechnik. OP-Säle, Labore oder Medikamentenräume zum Beispiel benötigen feinabgestimmte Zutrittsrechte für einen eng beschränkten Personenkreis. Damit wird der Zugang zu diesen sensiblen Bereichen geregelt, der Einbruchschutz gewährleistet und eventueller Missbrauch durch unbefugte Personen verhindert, was von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit der Mitarbeitenden und Patienten ist.

In den Krankenzimmern und in den öffentlichen Bereichen, wie Lobby oder Kantine, gelten wiederum andere Zugangsbeschränkungen. Die Überwachung von Besucherströmen spielt dabei eine zentrale Rolle. Auf den Stationen ist darüber hinaus die Absicherung des Patienteneigentums beziehungsweise der Schränke und Spinde sehr wichtig. Außerdem müssen die spezifischen Hygiene und Infektionsregeln für bestimmte Bereiche beachtet werden, vor allem bei Quarantänestationen.

In Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheimen oder psychiatrischen Stationen, wo beispielsweise Patienten mit Demenz oder psychischen Störungen und Beeinträchtigungen versorgt werden, ist die Patientenüberwachung entscheidend, um der Aufsichts- und Fürsorgepflicht nachkommen zu können. Die zuständigen Heim- oder Krankenhausmitarbeiter müssen zu jeder Zeit in der Lage sein die Patienten innerhalb bestimmter Gebäude oder in definierter Außenbereiche zu orten, um die Sicherheit der Betroffenen zu gewährleisten und gefährliche Situationen zu vermeiden.

Mehrere Standorte und Einrichtungen zentralisiert verwalten

Die Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen haben dank der cloudbasierten Zugangskontrolle die Möglichkeit, mehrere Standorte oder unterschiedliche Abteilungen über eine einzige Weboberfläche zu verwalten, das interne sowie externe Vertrauen in ihre Zugangsdaten zu steigern und Daten abteilungsübergreifend auszutauschen. Durch die Verbindung mit ihren unternehmenseigenen IAM-Systemen (Identity Access Management) verknüpfen Gesundheitsdienstleister ihre wachsenden physischen und digitalen Zugangsumgebungen, um einen integrierten Überblick über alle Zutrittspunkte ihrer Einrichtung zu erhalten.

Die digitalen Zutrittslösungen ermöglichen es Gesundheitsdienstleistern auch, einen Zeitplan für das automatische Entsperren und Verriegeln von Türen festzulegen sowie Compliance-Anforderungen zu erfüllen und Audits einfacher durchzuführen und zu bestehen. Zudem ermöglichen es ihnen die Systeme, den Zeit- und Kostenaufwand für das Beschaffen von Nachschlüsseln oder den Einbau neuer Schließanlagen einer Einrichtung zu eliminieren, wenn jemand einen Schlüssel verlegt hat, und vieles mehr.

Fazit

Ein cloudbasiertes, zentralisiertes System für die Zugangskontrolle und Überwachung trägt zu der Optimierung der Zutritts- und Arbeitsprozesse im Krankenhaus bei, entlastet die Unternehmen sowie ihre finanziellen bzw. personellen Ressourcen und gewährleistet ein hohes Maß an Sicherheit und Geborgenheit für das Personal und die Patienten.

Ingo Meijer
Vice President of EMEA bei Brivo.