US-Robotikmarkt wächst um 11 %: 38.000 neue Industrieroboter installiert
In den USA werden mehr Industrieroboter eingesetzt. 2025 wurden 38 000 Einheiten neu installiert. Größte Abnehmerbranche ist, wie auch zuvor, die Automobilindustrie.
Im Vorfeld der Automate in Chicago hat die IFR Zahlen für den US-Robotikmarkt veröffentlicht - im Bild: automatisierte Verpackungslösung mit Viper-Robotern und integrierten Robotersteuerungen. Bild: Omron
Foto: Omron
In den USA ist der Absatz von Industrie-Robotern im Vergleich zum Vorjahr um 11 % gestiegen: 38 000 Einheiten wurden 2025 neu installiert. Die deutliche Erholung beruht auf einem robusten Wachstum in der Lebensmittelbranche und anderen nicht-verarbeitenden Sektoren.
Die Autoindustrie bleibt jedoch die größte Abnehmerbranche und liegt mit 13 500 installierten Einheiten nur 1 % unter dem Vorjahresergebnis. Das zeigen vorläufige Ergebnisse der International Federation of Robotics (IFR).
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„Die Vereinigten Staaten sind wieder auf Wachstumskurs“, sagt Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics. „Während die Automobilbranche ihr drittbestes Ergebnis seit sieben Jahren erzielte, zeigen die Daten gleichzeitig eine steigende Nachfrage nach flexibler Automatisierung in der Lebensmittelindustrie: In diesem Sektor stiegen die Installationszahlen um 30 % und liegen so gleichauf mit dem Metall- und Maschinenbau sowie der Elektronik. Diese Branchen verzeichnen alle jeweils rund 3 000 Installationen im Jahr 2025.“
USA rangieren weltweit auf Platz 8 bei der Roboterdichte
Der Automatisierungsgrad in den USA liegt, wie IFR ausführt, gemessen an der Roboterdichte, bei 307 Einheiten pro 10 000 Beschäftigte in der verarbeitenden Industrie. Damit rangieren die Vereinigten Staaten weltweit auf Platz 8, zwei Plätze besser als im Vorjahr. Mit diesem Ergebnis liegt das Land hinter stärker automatisierten Ländern wie
- Südkorea (1 220 Roboter),
- Deutschland (449 Roboter) und
- Japan (446 Roboter), aber vor
- China (166 Roboter).
Hintergrund: Die Roboterdichte ist die Anzahl der einsatzbereiten Industrieroboter im Verhältnis zur Anzahl der Beschäftigten. Sie kann die gesamte verarbeitende Industrie oder nur bestimmte Industriezweige abbilden. Die Zahl der Beschäftigten dient als Maß für die wirtschaftliche Größe, so dass der Quotient aus Betriebsbestand und Beschäftigten den Betriebsbestand auf eine einheitliche Basis stellt (Quelle: IFR).
Bei der absoluten Marktgröße übertrifft China den Rest der Welt
Allerdings übertrifft China den Rest der Welt deutlich, so IFR weiter, wenn es um die Marktgröße geht: 295 000 Industrie-Roboter wurden im Reich der Mitte 2024 installiert. Das entspricht einem weltweiten Marktanteil von 54 %. Vorläufige Ergebnisse für das Jahr 2025 liegen für China noch nicht vor, doch nach Schätzungen der IFR dürften die Installationen etwa zehnmal höher liegen als in den Vereinigten Staaten.
Diese Erfolgsgeschichte basiert auf der nationalen Robotik-Strategie des Landes, die vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde. Chinas kürzlich veröffentlichter 15. Fünfjahresplan (2026 bis 2030) rückt die Robotik jetzt sogar in den Mittelpunkt seiner Industrie-Strategie. Ziel ist es, die KI-Forschung auf physische Anwendungen zu konzentrieren, wobei Roboter als Hauptmotor des Wirtschaftswachstums dienen sollen.
Verband stellt nationale Robotik-Strategie für die USA vor
Nordamerikas größter Verband für die Automatisierungsbranche, A3, hat inzwischen seine „Vision für eine nationale Robotik-Strategie“ offiziell veröffentlicht und den Gesetzgebungsorganen vorgestellt. Der Verband setzt sich damit für die Schaffung eines Bundesamtes für Robotik und einer nationalen Kommission zur Koordinierung der Strategie ein. Ziel soll sein, die staatliche Forschung zu harmonisieren und öffentlich-private Partnerschaften zu fördern.
Das Papier sieht zudem marktorientierte steuerliche Anreize, eine Ausweitung der Umschulung von Fachkräften, aktualisierte Sicherheitsstandards sowie eine bundesweite Verpflichtung zum Kauf einheimischer Robotik-Technologie vor, um den kommerziellen Einsatz zu beschleunigen.
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IFR prognostiziert stabilen Wachstumskurs
Die Aussichten für eine industrielle Modernisierung in Nordamerika und den USA bleiben weiterhin äußerst positiv. Dies ist auf die zunehmende Rückverlagerung von Produktionsstätten sowie den anhaltenden Fachkräftemangel zurückzuführen. Die IFR prognostiziert für den Automatisierungssektor der Region einen stabilen, langfristigen Wachstumskurs, da die Hersteller ihre Investitionen in die Automatisierung erhöhen, um strukturellen Arbeitskräftemangel auszugleichen. Zudem diversifiziert sich die Nachfrage über die traditionellen Sektoren hinaus.
Auf der Automate Show 2026 in Chicago wird Jane Heffner, Vizepräsidentin der IFR, am Mittwoch, den 24. Juni, um 10:30 Uhr (Automate Show Theatre) die vorläufigen Zahlen zu den Installationen von Industrierobotern auf dem nordamerikanischen Markt vorstellen, heißt es weiter. Auf dem anschließenden IFR Executive Roundtable zum Thema “What’s Next in Automation: Market Forces, Technology, and Leadership Perspectives” diskutieren Mikell Taylor (General Motors), Justin Brown (Teradyne), Justin King (Omron Robotics), Jan Louwen (Stäubli), Robert Little (Robert Little Robotics Advisory) und Robert Huschka A3.
(Quelle: IFR)
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