Nachruf 24.01.2022, 08:33 Uhr

Zum Tod von Kastulus Bader

Der Ingenieur und Unternehmer Kastulus Bader, der ein deutschlandweit führendes Unternehmen der Baustoff-Branche aufgebaut und jahrzehntelang geleitet hat, ist im Alter von 81 Jahren verstorben.

Kastulus Johann Bader (1940-2022). Foto: Leipfinger-Bader Ziegelwerke

Kastulus Johann Bader (1940-2022).

Foto: Leipfinger-Bader Ziegelwerke

Das neue Jahr hat für die Unternehmensfamilie der Leipfinger-Bader Ziegelwerke in Vatersdorf mit einem schmerzlichen Verlust begonnen. Kastulus Bader war ein Vollblutunternehmer mit Leib und Seele. Nachdem er im Jahr 1963 mit 23 Jahren als Diplom-Ingenieur in den elterlichen Betrieb eintrat, waren es vor allem seine unternehmerischen Visionen und seine beeindruckende Fähigkeit, diese auch erfolgreich in die Tat umzusetzen, die die Grundlagen für die rasante und bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte von Leipfinger-Bader legten.

Getreu seinem Lebensmotto „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ hat er die Ziegelwerke sowohl menschlich als auch unternehmerisch über mehr als vier Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Den Ziegel als einen gesunden und zukunftsfähigen Baustoff beständig weiterzuentwickeln, war ihm immer eine Herzensangelegenheit. Durch seine Unternehmensführung setzte er Maßstäbe in der Branche und machte das Unternehmen im Lauf der Jahre zu einem der deutschlandweit führenden Produzenten von nachhaltigen Ziegelprodukten.

Unternehmerische Verantwortung

Bader war sich seiner großen gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmer bewusst. Seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen krisensicheren Arbeitsplatz und eine Zukunftsperspektive in ihrer niederbayerischen Heimat bieten zu können, hatte für ihn den gleichen Stellenwert wie der unternehmerische Erfolg. Firmenphilosophie war für ihn der wertschätzende Umgang mit Belegschaft, Kunden und Partnern des Unternehmens, aber auch der Schutz der Natur und deren Ressourcen.

Ab 1976 stand Bader über drei Jahrzehnte ehrenamtlich an der Spitze mehrerer bedeutender Institutionen der Ziegelindustrie – sowohl in Bayern wie auch auf der Bundesebene. Er war Gründungsmitglied und über 36 Jahre Präsident und Vorsitzender der Unipor-Interessengemeinschaft e.V., Vorsitzender des Ziegelforums e.V., Präsident sowie Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie. Im Alter von 72 Jahren legte er diese Ämter 2012 nieder.

1991 wurde er in das Industrie- und Handelsgremium Landshut der IHK Niederbayern gewählt, 1992 berief man ihn ins Kuratorium des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik.

Gesellschaftliches Engagement

Mit enormem Engagement setzte sich Bader jahrzehntelang für Kunst und Kultur in seiner Heimat ein und förderte kirchliche, soziale und gesellschaftliche Einrichtungen und Projekte. Im Jahr 2010 gründete er zusammen mit seiner Ehefrau Elfriede Bader-Nusser die Kastulus-Bader-Stiftung, die seither Projekte im Naturschutz, in der Jugend- und Altenhilfe sowie Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung fördert.

Für sein beeindruckendes Lebenswerk als Unternehmer, für sein Vorbild im Sinne einer Mensch und Natur gleichermaßen wertschätzenden Firmenpolitik und für seine Verdienste für die Gesellschaft hat Kastulus Bader mehrere hochrangige Auszeichnungen erhalten. Unter anderem wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Bayerische Staatsmedaille verliehen.

Kastulus Johann Bader (1940-2022).

Foto: Leipfinger-Bader Ziegelwerke

Mit 81 Jahren ist Kastulus Bader am 19. Januar verstorben. Die Unternehmensfamilie Bader trauert um einen geliebten Ehemann, Vater von vier Kindern, Schwiegervater und Großvater. „Er war ein Vorbild durch und durch, emotional und kämpferisch für die Sache“, so sein Sohn Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader.

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