Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.
Aus astronomischer Sicht ist die Sommernacht vom 27. auf den 28. Juli das Spektakulärste, was dieses Jahrhundert zu bieten hat. Bei voraussichtlich bestem Wetter dürfen wir in ganz Europa die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts beobachten. 103 Minuten dauert das Spektakel während dessen der Vollmond kupferrot erscheint. Auch der Mars bekommt einen großen Auftritt.
Ein russischer Weltraumfrachter hat auf einer besonders kurzen Flugbahn in nur dreieinhalb Stunden Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Das ist neue Rekordzeit. Was die schnelle Reise zur ISS so kompliziert macht, darüber sprach ingenieur.de mit Paolo Ferri, dem Leiter des Missionsbetriebs der ESA in Darmstadt.
Das wäre was: Fotos und Videos der Erdoberfläche rund um die Uhr in Echtzeit. Vulkane und Stürme beobachten, Landwirtschaft, Kriegsgebiete, die Wanderung der Wale. Diesen Service verspricht EarthNow. Sie wollen eine Flotte von Satelliten im All stationieren. Damit solle der „Menschheit geholfen werden, die Erde zu verstehen“. Oder geht es eher um handfeste kommerzielle Interessen?
Für seine nächste Mission Horizon auf der Internationalen Raumstation wird Alexander Gerst einen neuen Partner dabei haben. Er heißt Cimon und ist eine medizinballgroße Kugel mit künstlicher Intelligenz. Der kleine Roboter wird Gerst auf der ISS bei Routinearbeiten unterstützen.
Tausende von Menschen in Hongkong könnten in Zukunft in Betonröhren wohnen. Bezahlbarer Wohnraum ist in der 7-Millionen-Metropole Hongkong so knapp, dass der Architekt James Law vorgeschlagen hat, große Betonröhren in Kleinstwohnungen umzubauen. Die Röhren werden normalerweise für die Abwasserkanäle der Stadt genutzt und sind 2,5 m hoch. Clever ausgebaut bieten sie 9,29 m² Wohnraum.
Alexander Gerst fliegt nochmal zur ISS, die Europäer zum Merkur und eine Raumstation könnte über Europa abstürzen: Das vor uns liegende Raumfahrtjahr verspricht spannende Missionen und Ereignisse. Wir bringen sie auf den neuesten Stand, was die europäischen Raumfahrt 2018 erwartet.
Dünn aufgesprüht soll ein neuer Spezial-Beton bestehende Wände extrem erdbebensicher machen. Das jedenfalls versprechen kanadische Forscher, die den neuen Beton nicht mit Stahl, sondern mit Polymer-Fasern verstärkt haben. Jetzt wird eine Grundschule in Vancouver damit bewehrt.
In Frankreich sollen die schnellen TGV-Züge bald so aufgerüstet werden, dass sie weitgehend autonom fahren können. Lokführer sollen nur noch im Notfall eingreifen. 2019 beginnen die ersten Tests, 2023 sollen die autonomen TGV im regulären Fahrplan auftauchen.
Der israelische Künstler Eyal Gever und die Nasa wollen ein menschliches Lachen auf die Reise in die unendlichen Weiten des Alls entlassen. Wer Lust hat, bei dem Projekt mitzumachen, kann sein Lachen per iOS-App aufnehmen und in eine 3D-Visualisierung umwandeln lassen. Das schönste Lachen wird auf der Raumstation ISS mit einem 3D-Drucker ausgedruckt und in den Weltraum geschickt.
Der erste aufblasbare und für Menschen geeigneten Wohnraum im Weltall, das Beam-Modul, hat sich bewährt. Seit fünf Monaten ist es an der ISS angedockt. Erstes Zwischenfazit: In dem Modul ist es trocken und warm, die Hülle isoliert besser als gedacht.