Ein Herz aus Daten: Forschende der Hochschule München (HM) haben ein digitales, pulsierendes Herz entwickelt. Mithilfe von KI sollen so Ursachen von Herzerkrankungen schneller erkannt und Eingriffe künftig präziser geplant werden können.
Ein Schlaganfall – und plötzlich funktioniert das eigene Bein nicht mehr. Für Millionen Menschen weltweit ist das die bittere Realität. Die Technische Universität Ilmenau will das mit einem internationalen Forschungsteam ändern – und das mit der Hilfe des Gehirns selbst.
Antibiotikaresistenz zählt zu den größten Gefahren der modernen Medizin und die Zahl unheilbarer Infektionen steigt. Forschende aus Jena haben nun eine Technologie entwickelt, die die Entwicklung neuer Schnelltests drastisch verkürzt: Mit ihrer Mikroarray-Plattform lassen sich geeignete Antikörper-Paare in Tagen statt Wochen finden.
Aktuell gibt es einen rasanten Anstieg von Ausbrüchen der Vogelgrippe. Zugvögel, wie Kraniche, verbreiten das Virus – Hunderttausende Nutztiere sterben an den Folgen. Forschende der Universität Heidelberg haben ein Modell entwickelt, das auf maschinellem Lernen basiert und anhand verschiedener Indikatoren Ausbruchsmuster der für Vögel höchst ansteckenden Krankheit in Europa mit hoher Genauigkeit vorhersagt.
Virtuelle Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz? Mit den neuen „Added Value Avatars“ bringt das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO fotorealistische KI-Avatare in den Arbeitsalltag – sie sprechen, denken mit und beantworten Fragen in Echtzeit.
Offene Büros fördern Austausch – aber rauben auch oft die nötige Ruhe. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP erforscht, wie akustische und visuelle Privatheit Stress mindern, Gesundheit stärken und Büros nachhaltiger machen kann. Ziel ist ein „Privatheitsindex“, der Architektinnen und Architekten dabei hilft, Räume zu planen, die Konzentration und Wohlbefinden fördern.
Deutschland ist Europas Innovationsmotor: Fast ein Drittel aller europäischen Patente mit Beteiligung öffentlicher Forschung stammt aus deutschen Instituten. Eine neue EPA-Studie zeigt, wie Fraunhofer, Max-Planck und DLR mit Tausenden Patenten die technologische Zukunft prägen.
Kristalle, die sich selbst zerlegen und wieder zusammensetzen – was nach Science Fiction klingt, ist reale Physik. Forschende aus Deutschland und den USA haben rotierende Festkörper entdeckt, die völlig neue Materialgesetze befolgen. Ihre Erkenntnisse könnten die Grundlagen der Materialforschung verändern.
Mit dem EU-Projekt X-Celerate möchte ein europäisches Forschungsteam – darunter auch die Universität Passau – die Entwicklung intelligenter Materialien vorantreiben. Mithilfe modernster 4D-Röntgentechnik sollen Werkstoffe sichtbar gemacht werden, die sich selbst verändern oder heilen können – ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Materialforschung.
Im Operationssaal zählt oft jede Sekunde: Ärztinnen und Ärzte überwachen Herzschlag, Blutdruck und Atmung – doch Warnsignale kommen meistens erst, wenn es bereits kritisch wird. Das Projekt TRANSFER des Technologieentwicklers SectorCon will das ändern: Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) sollen Komplikationen erkannt werden, bevor sie entstehen und so Leben gerettet werden, noch bevor Gefahr droht.