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Siemens baut bald Batterien für Züge in Bayern

29. September 2025

Zug auf freier Strecke mit hoher Geschwindigkeit
Siemens leistet mit dem Bau der neuen Produktionsstätte in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende.
Foto: smarterpix / mikdam
Der Spatenstich für eine neue Batteriesystemfertigung von Siemens ist ein klares Signal: Das Unternehmen bekennt sich zum Standort Deutschland und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende. Ab Herbst 2027 sollen in Bayern leistungsstarke Batterien für elektrische Züge produziert werden.
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In Luhe-Wildenau hat Siemens Mobility gemeinsam mit Partnern den Auftakt für ein ambitioniertes Bauprojekt gefeiert. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern entsteht eine hochmoderne Fabrik, in der künftig Batteriesysteme für Regionalzüge, Lokomotiven und weitere Kunden gefertigt werden. Rund 200 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Siemens investiert dabei etwa 22 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in das Projekt, zusätzlich ergänzt durch 2,7 Millionen Euro aus bayerischen Förderprogrammen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf rund 35 Millionen Euro. Das Unternehmen bekräftigt mit diesem Schritt seine enge Bindung an den Standort Deutschland und seine Rolle als zentraler Treiber der Verkehrswende. Fertigstellung der Gebäude ist für Frühjahr 2027 vorgesehen, die Serienproduktion soll im Oktober desselben Jahres beginnen. Ein besonderer Moment war die Übergabe des Förderbescheids durch Hubert Aiwanger, den bayerischen Staatsminister.

„Mit der neuen Batteriesystemfertigung in Luhe-Wildenau bekennen wir uns klar zu Deutschland als Produktions- und Innovationsstandort. Wir investieren gezielt in Schlüsseltechnologien, schaffen hochwertige Arbeitsplätze in der Region und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Bahnindustrie. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende und setzen ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, erklärte Karl Blaim, CFO von Siemens Mobility. Auch Hubert Aiwanger betonte die Bedeutung des Projekts: „Dieses Projekt bringt Bayern technologisch und wirtschaftlich voran. Moderne Batterien für Züge herzustellen ist ein Zukunftsthema, von dem nicht nur Luhe-Wildenau und die Oberpfalz, sondern ganz Bayern profitiert.“ Mit diesen Aussagen unterstrichen beide die Tragweite der Entscheidung und die Vorteile für die Region und das Land.

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Siemens baut Batterieproduktion als Signal für Bayern

Siemens Mobility gilt seit 2017 als führender Anbieter batterieelektrischer Regionalzüge und erweitert seine Aktivitäten nun auf den Bereich der Lokomotiven für den Güterverkehr. Die Grundlage für beide Entwicklungen sind hochleistungsfähige Batteriesysteme, die erheblich höheren Anforderungen genügen müssen als vergleichbare Lösungen im Automobilsektor. Während im Pkw-Bereich deutlich geringere Kapazitäten üblich sind, erreichen die Siemens-Systeme 500 Kilowattstunden für Regionalzüge und bis zu 2.000 Kilowattstunden für Lokomotiven. Durch ihre Robustheit und Langlebigkeit werden sie zu einer Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs. In der neuen Produktionsstätte werden nicht nur komplette Batteriesysteme gefertigt, sondern auch ein innovatives Batterie-Management-System integriert. Das hat Siemens gemeinsam mit der Firma Stercom aus München entwickelt. Es optimiert den Betrieb, gewährleistet Sicherheit und trägt zu einem langen Lebenszyklus bei. Siemens Mobility setzt dafür auf Batteriezellen von externen Partnern wie Toshiba, die dann im eigenen Werk zu einem funktionalen Gesamtsystem integriert werden.

Schon heute werden in Luhe-Wildenau einzelne Batteriemodule vormontiert, die Erfahrung und Expertise in der Region sind daher bereits vorhanden. Der neue Standort baut dieses Fundament nun konsequent aus. Mit dem geplanten Betrieb im Dreischichtmodell soll künftig eine Jahreskapazität von bis zu 120 Megawattstunden erreicht werden. Siemens Mobility investiert dabei sowohl in den Aufbau einer modularen Batteriefamilie als auch in hochmoderne automationsgestützte Produktionsmethoden. Dazu gehören fortschrittliche Schweißtechniken, die für Effizienz und Qualität in der Fertigung sorgen. Neben den Eigenmitteln von Siemens wird das Projekt weiterhin von bayrischen Investitionsprogrammen unterstützt, die mit 2,7 Millionen Euro zur Realisierung des großen Vorhabens beitragen. Die Projektentwicklung und Umsetzung erfolgen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Dirnberger Real Estate GmbH und DIMONDA Projektbau GmbH, die als Investoren und Vermieter auch die Steuerungsfunktion am Standort übernehmen. Damit entsteht ein Projekt, das technologische Innovation mit regionalen Partnerschaften verbindet.

Neue Batterieproduktion von Siemens zeigt Innovationskraft

Mit der geplanten Fertigung betont Siemens Mobility seine Rolle als Vorreiter in dem Bereich des Schienenverkehrs und stärkt Deutschland zugleich als Standort für Zukunftstechnologien. Die Investition in Luhe-Wildenau zeigt, wie Regionalentwicklung, Beschäftigung und industrielle Innovation Hand in Hand gehen können. Die neue Fabrik wird nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bahnsektors innerhalb Europas erheblich steigern. Zugleich ist der Bau ein Symbol für die Umsetzung politischer Initiativen wie der Verkehrswende, die auf nachhaltigen Transport setzt.

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