Gold aus Quecksilber: Start-up meldet Alchemie per Kernfusion, Bitcoin-Szene jubelt
23. Oktober 2026

Jahrhundertelang sind Alchemisten daran gescheitert, jetzt melden US-Forscher Vollzug: Sie haben Quecksilber in echtes Gold verwandelt – in Rekordgeschwindigkeit. Die Krypto-Szene jubelt, sieht Bitcoin als „digitales Gold“ im Vorteil.
Steht die größte Kapitalrotation aller Zeiten bevor – oder bleibt das Labor-Gold ein Labor-Kuriosum?
Inhaltsverzeichnis
Alchemie-Durchbruch: Gold aus dem Fusionsreaktor
Schnöde Stoffe in Gold verwandeln – ein Alchemisten-Traum wird wahr: US-Forschern ist es nach eigenen Angaben gelungen, Quecksilber mit Fusionsneutronen in stabiles Gold zu verwandeln – und zwar zehnmal schneller als beim bisherigen CERN-Rekord. „Wir konnten die Alchemie auf eine Reihe schwieriger, aber lösbarer Ingenieursprobleme reduzieren“, schreibt das Startup Marathon Fusion aus San Francisco auf X.
Bereits 2025 hat das Unternehmen ein Konzept vorgelegt, nach dem ein Fusionskraftwerk mit einem Gigawatt Leistung rund 5 t Gold pro Jahr abwerfen könnte – als Nebenprodukt der Stromerzeugung. Zum Vergleich: Gold-Minen fördern weltweit rund 3672 t pro Jahr. Ein einzelner Reaktor ändert also wenig – eine ganze Kraftwerksflotte über Jahrzehnte dagegen schon.
Krypto-Szene: „So selten ist Gold gar nicht“
Die Reaktion aus der Bitcoin-Szene folgt prompt. „Sie haben einen Weg gefunden, aus Quecksilber Gold zu machen – so selten ist es offenbar gar nicht“, kommentiert etwa der bekannte Influencer „Crypto Bitlord“. Tushar Jain, Mitgründer des Krypto-Fonds Multicoin Capital, zieht die Parallele zu einer anderen Branche: Im Labor gezüchtete Diamanten hätten den Diamantenpreis einbrechen lassen – „was wird im Labor gezüchtetes Gold mit dem Goldpreis machen?“, spekuliert der Investor. Damit nicht genug. Nic Carter, Partner der Risikokapitalgesellschaft Castle Island Ventures, vergleicht den Fall mit der Debatte um Quantencomputer, die eines Tages Bitcoins Verschlüsselung knacken könnten – „nur viel schlimmer, denn Gold lässt sich nicht per Software-Update reparieren“.
Bitcoin-Analyst Joe Burnett formuliert es ähnlich: Wird bei Gold eine Schwachstelle im Angebot entdeckt, „lässt sich der Fehler nicht patchen“ – Bitcoin dagegen könne sich vor oder sogar nach einer Bedrohung weiterentwickeln, so der Branchenbeobachter. Der Kern der Debatte: Die Knappheit von Gold beruht auf Physik und Förderkosten. Macht neue Technik die Herstellung günstiger, wächst das Angebot – und mit ihm der Druck auf den Preis. Bei Bitcoin dagegen legt der Code die Menge fest, nicht der Stand der Technik.
Wird auch Bitcoin Gold gefährlich?
Das ist der Grund, warum Bitcoin langfristig von der Entwicklung profitieren dürfte. Die Krypto-Leitwährung gilt als „digitales Gold“ – mit einem entscheidenden Unterschied: Die Obergrenze von 21 Millionen Coins ist unveränderlich – kein Labor und kein Kraftwerk der Welt kann daran rütteln. Gut 20 Millionen davon sind bereits geschürft, die Ausgabe neuer Coins halbiert sich rund alle vier Jahre, der letzte Bitcoin dürfte um das Jahr 2140 entstehen.
Bitcoin-Philosoph und Podcaster Robert Breedlove („What is Money?“) denkt noch einen Schritt weiter: Gold lasse sich zwar bereits künstlich herstellen, nur noch nicht unter Marktpreis. Weil Bitcoin-Mining wie ein „globales Kopfgeldprogramm“ für billigere Energiequellen wirke, könnte ausgerechnet Bitcoin die Energiekosten so weit drücken, dass Labor-Gold rentabel wird. Die Folge: Das echte Edelmetall würde seine Funktion als Wertspeicher einbüßen – und Anleger in Richtung Bitcoin treiben.
Fusions-Gold: Radioaktiv – und unter Verschluss
Nichtsdestotrotz lauern noch einige Hürden: Das Fusions-Gold ist zunächst radioaktiv und müsste laut Marathon Fusion sieben bis 17 Jahre lagern, bevor es in den Handel darf. Und kommerzielle Fusionskraftwerke gibt es bislang nicht.
Für den belgischen Bestseller-Autor Quinten Francois sind die langfristigen Folgen aber dennoch klar: „Gold-Marktkapitalisierung beträgt 28,5 Billionen $, Bitcoin-Marktkapitalisierung beträgt 1,6 Billionen $. Das wird die Mutter aller Kapitalrotationen sein.“






























