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Weltmarktführer von morgen?

03. Februar 2026

VDI-Z: Was waren die ausschlaggebenden Gründe für die Übernahme von Heller? Won-jong Kim: Die Motivation zur Übernahme lag in einer klaren strategischen Übereinstimmung. Hellers Kompetenzen passen hervorragend zu den Schwerpunkten von DN Solutions – Technologie, Service und globaler Reichweite – und das Unternehmen hat eine solide operative Basis in Europa,…
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VDI-Z: Was waren die ausschlaggebenden Gründe für die Übernahme von Heller?

Won-jong Kim: Die Motivation zur Übernahme lag in einer klaren strategischen Übereinstimmung. Hellers Kompetenzen passen hervorragend zu den Schwerpunkten von DN Solutions – Technologie, Service und globaler Reichweite – und das Unternehmen hat eine solide operative Basis in Europa, über die wir bisher nicht verfügten.

Welche strategischen Lücken schließt Heller im bestehenden Portfolio von DN Solutions?

Heller bringt Kompetenzen in der horizontalen Bearbeitung mit 4– und 5-Achsen-Technologien, tiefgehende Service- und Lösungsexpertise sowie eine umfassende europäische Infrastruktur mit. Diese Elemente ergänzen und stärken das bestehende Angebot von DN Solutions.

DN Solutions CEO Won-jong Kim und Familie Heller (v.l.n.r.): Marc Heller, Veronika Heller, Berndt Heller, WJ Kim, Nicole Pfleiderer, Petra Speidel.

Inwiefern passt Heller kulturell und technologisch zu DN Solutions?

Beide Unternehmen haben sich der technischen Exzellenz, Qualität und langfristigem Denken verschrieben. Die Technologieportfolios ergänzen sich bei minimalen Überschneidungen und einem großen Potenzial für Synergien.

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Gab es alternative Übernahmeziele – und warum fiel die Entscheidung letztlich auf Heller?

Wir haben mehrere Optionen geprüft, aber Heller stach hervor aufgrund seiner starken globalen Präsenz, einer verlässlichen langfristigen Vision und einer hervorragenden Reputation bei den Kunden.

Welche Rolle soll Heller innerhalb des DN-Solutions-Konzerns künftig spielen?

Heller wird ein zentraler Pfeiler unserer globalen Strategie sein und unsere Präsenz in der Fertigung, Technik und im Service in der Region stärken.

Bleibt Heller als eigenständige Marke bestehen?

Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt die Marke Heller bestehen. Sie genießt das Vertrauen der Kunden und steht für einen einzigartigen technologischen Wert. Das möchten wir langfristig bewahren.

Wo sehen Sie die Gruppe in fünf bis zehn Jahren im globalen Wettbewerbsumfeld?

In fünf bis zehn Jahren sehen wir die Gruppe fest etabliert als einen führenden Premium-Anbieter von Werkzeugmaschinen, anerkannt für technologische Exzellenz, Qualität und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit – nicht nur für seine Größe. Unser Ziel ist es, der führende Werkzeugmaschinenbauer weltweit zu werden und Maßstäbe in Innovation, Zuverlässigkeit und Kundenwert zu setzen. Wir kombinieren fortschrittliche Technologien, eine starke globale Präsenz und fundierte Anwendungsexpertise und wollen dadurch die Zukunft der Fertigung in wichtigen Branchen gestalten. Gleichzeitig bauen wir so eine widerstandsfähige, langfristige Wettbewerbsposition auf.

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In welchen Bereichen erwarten Sie die größten Synergieeffekte?

Hauptsächlich in der Technologieentwicklung, im Service und bei Ersatzteilen, in der Beschaffung, der Fertigungseffizienz, im Marketing und bei Veranstaltungen sowie in einem koordinierten Marktzugang und Cross-Selling.

Sind Stellenabbau oder Standortverlagerungen geplant?

Es sind keine zusätzlichen Umstrukturierungen geplant, solange die Umsatzsteigerung im Plan bleibt. Stabilität und Kontinuität haben für uns oberste Priorität.

DN Solutions CEO Won-jong Kim und Familie Heller (v.l.n.r.): Marc Heller, Veronika Heller, Berndt Heller, WJ Kim, Nicole Pfleiderer, Petra Speidel.

Wie wollen Sie Vertrauen und Motivation in einer Phase des Wandels sicherstellen?

Indem wir Kontinuität in den Abläufen gewährleisten, die vollständige Unterstützung für Service und Ersatzteile aufrechterhalten und transparent mit der Führung, den Mitarbeitenden und dem Betriebsrat kommunizieren.

Welche Rolle spielen deutsche Standorte künftig innerhalb der Gruppe?

Die deutschen Betriebe – insbesondere Nürtingen – werden das Zentrum unserer europäischen Präsenz und ein wichtiger Motor für langfristiges Wachstum bleiben.

Welche technologischen Stärken von Heller waren besonders entscheidend für die Übernahme?

Entscheidend waren insbesondere die horizontale 4- und 5-Achsen-Bearbeitungstechnologie von Heller, die Präzisionsfertigung, das tiefgehende Anwendungswissen sowie die starken Lösungs- und Servicefähigkeiten.

Werden Produktlinien von Heller aufgegeben? Oder von DN Solutions?

Derzeit planen wir nicht, Produkte infolge dieser Übernahme einzustellen. Zukünftige Entscheidungen treffen wir auf Basis von Nachfrage, Rentabilität, Technologie-Roadmaps und langfristiger Servicekontinuität.

Welche Vorteile ergeben sich für bestehende Kunden von DN Solutions und Heller?

Stärkere Unterstützung im Service und bei Ersatzteilen in Europa, ein breiteres Produkt- und Lösungsportfolio sowie einen resilienteren, langfristigen Partner.

Wie verändert die Übernahme Ihre Position gegenüber globalen Wettbewerbern?

Durch die gemeinsame globale Infrastruktur und Reichweite sowie das breite Spektrum an Fertigungslösungen können wir schneller und umfassender auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren.

Gibt es Risiken, Kunden durch die Integration zu verunsichern – und wie begegnen Sie diesen?

Wir sind uns dieses Risikos bewusst und werden es durch klare Kommunikation, Kontinuität bei Service und Ersatzteilen sowie stabile kundenorientierte Abläufe minimieren. 



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