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Fahnder ermitteln gegen Stromklau für die Cannabis-Aufzucht

29. November 2013

Fahnder ermitteln gegen Stromklau für die Cannabis-Aufzucht
Cannabis-Produktion mit 2000 Pflanzen in einem Wohnhaus: In Großbritannien hat der Anbau so zugenommen, dass die Energieversorger nun Fahndungseinheiten bilden, um dem illegalen Abzapfen von Strom für den Cannabis-Anbau auf die Spur zu kommen.
Der Stromdiebstahl für den Betrieb illegaler Cannabis-Plantagen hat in Großbritannien ein Ausmaß angenommen, dass der Staat jetzt die Energieversorger und Netzbetreiber verpflichtet hat, verstärkt gegen Stromdiebstahl vorzugehen. 
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Stromdiebstähle haben in Großbritannien so stark zugenommen, dass statistisch jeder Haushalt zusätzlich mit umgerechnet 8,50 Euro zur Kasse gebeten wird. Diese vergleichsweise hohe Belastung hat nun den britischen Energiemarktregulator Ofgem auf den Plan gerufen. Neue Vorschriften, die in Kürze in Kraft treten, verpflichten die Stromversorger, den Stromklau „zu entdecken, zu untersuchen und in der Folge zu verhindern“.

Ofgem kann künftig sogar Strafen verhängen, wenn die Stromversorger der Verpflichtung nicht nachkommen. Zugleich werden die Stromversorger verpflichtet, gemeinsam mit den Stromnetzbetreibern eine Organisation aufzubauen, die Gebäude aufspüren soll, bei denen der Verdacht hoch ist, dass hier illegal Strom genutzt wird. Gemeint sind damit vor allem Cannabis-Züchter.

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Cannabis braucht sehr viel Licht

25.000 mal im Jahr werden in Großbritannien Stromleitungen außerhalb des häuslichen Zählers angezapft. Diese Zahl stammt von den Stromversorgern im Lande. Nach ihren Feststellungen ist in jedem dritten Fall das Motiv, genügend Strom für die illegale häusliche Cannabis-Plantage zu bekommen.

Allerdings verbraucht eine Cannabis-Zucht so viel Strom, dass dies in Privathaushalten auffällt. Die Pflanzen müssen am besten rund um die Uhr gleißend hell beleuchtet werden. Deshalb zapfen Cannabis-Züchter Stromleitungen überland an.

Die britischen Stromversorger haben ausgerechnet, dass durch den Stromklau jedes Jahr ein Schaden in der Größenordnung von umgerechnet 240 Millionen Euro entsteht. Ein Drittel davon wären 80 Millionen Euro im Jahr Stromklau für die Cannabis-Aufzucht.

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Häufig werden Privathäuser voll zur Cannabis-Produktion benutzt

Razzien der Polizei zeigen, dass Einfamilienhäuser oft komplett für den Anbau genutzt werden, vom Keller bis zum Dachboden. Die für die Aufzucht nützliche Wärme ist dabei ein Nebenprodukt der intensiven Beleuchtung. Legal ist in Großbritannien lediglich der Besitz von maximal fünf Cannabis-Pflanzen. In den einschlägigen Farmen aber wachsen Tausende von Pflanzen.

 



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