Volkswagen: 50.000 weitere Stellen und vier Werke vor dem Aus
Volkswagen könnte laut Medienberichten 50.000 weitere Stellen abbauen und vier Werke schließen. Die IG Metall kritisiert die Pläne scharf und kündigt Widerstand an.
Setzt er noch mehr den Rotstift an? Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group,
Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Volkswagen verschärft seinen Sparkurs offenbar deutlich. Wie mehrere Medien berichten, hat Konzernchef Oliver Blume dem Vorstand ein Sanierungskonzept vorgestellt, das den Abbau von weiteren 50.000 Arbeitsplätzen vorsieht. Das wären dann insgesamt 100.000. Zudem könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden.
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Diese Werke wären laut Bericht betroffen
Betroffen wären demnach die VW-Standorte Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Mit dem Auslaufen der dort derzeit produzierten Fahrzeugmodelle soll die Fertigung an den Standorten eingestellt werden. Eine offizielle Bestätigung des Konzerns gibt es bislang nicht. Laut Medienberichten soll der Aufsichtsrat am 9. Juli darüber beraten.
Beschäftigungssicherung erschwert Stellenabbau
Wie ein Stellenabbau in dieser Größenordnung umgesetzt werden könnte, ist derzeit unklar. Bei Volkswagen gilt eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2030, bei Audi sogar bis Ende 2033. Damit sind betriebsbedingte Kündigungen nur eingeschränkt möglich.
IG Metall: „Unverantwortliche Drohungen“
Die IG Metall reagiert mit scharfer Kritik auf die Berichte. Die Erste Vorsitzende Christiane Benner erklärte:
„Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere Standortregionen zu Recht. Aber: Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern.“
Benner forderte den Vorstand auf, sich auf seine eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Statt „blinden Aktionismus“ brauche der Konzern wettbewerbsfähige Produkte, neue Technologien sowie effizientere Konzernstrukturen und Synergien. Nur so lasse sich Beschäftigung langfristig sichern.
Offizielle Bestätigung steht aus
Ob Volkswagen die in den Medien genannten Maßnahmen tatsächlich umsetzen will, bleibt vorerst offen. Sollte der Konzern die Pläne konkretisieren, wäre mit erheblichem Widerstand von Betriebsrat und Gewerkschaft zu rechnen. Die Beschäftigungssicherung und die Mitbestimmung gelten als zentrale Hürden für einen Stellenabbau und mögliche Werksschließungen in diesem Umfang.
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