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Tiefseeroboter Tramper besteht Fahrübungen in 4150 m Meerestiefe

23. September 2015

Der Unterwasserroboter Tramper des Alfred-Wegener-Institutes in Bremerhaven hat seine ersten Testfahrten in 4150 m Tiefe im Pazifik perfekt absolviert. Das Kettenfahrzeug wird auf einer Expedition des Forschungsschiffes Sonne nun in einem Feld von Manganknollen auf dem Meeresboden ein Jahr lang die Sauerstoffprofile messen.
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„Diese neue Technologie eröffnet uns zum ersten Mal die Möglichkeit, das ganze Jahr hindurch Messungen in der Tiefsee durchzuführen und mit Hilfe dieser Daten die saisonale Variabilität zu erfassen“, erklärt Frank Wenzhöfer, Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut (AWI).

Den ersten Härtetest hat der Unterwasserroboter Tramper in 4150 m Tiefe vor der Küste Perus bestanden. Die Forscher an Bord des Forschungsschiffes Sonne setzten das Kettenfahrzeug auf dem Meeresboden ab und konnten mit ihm zuverlässig Testfahrten absolvierten. Gefilmt wurde er dabei von einem zweiten Roboter, dem ROV Kiel 6000 des Forschungszentrums Geomar. Ergebnis: Tramper funktioniert zuverlässig.

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653 Kilogramm schwer: Auftrieb durch Schaumblöcke

Zur Belohnung bekommt der Tiefseeroboter seinen ersten Auftrag: Tramper soll auf dem Grund der Tiefsee in einem Feld mit Manganknollen ein Jahr lang wöchentlich Sauerstoffprofile aufzeichnen. Dazu ist das Fahrzeug auf absolutem Energiesparmodus programmiert. So bewegt er sich energiesparend mit nur 13 Metern pro Minute. Dabei bewegt sich der Rover eigenständig und ohne Fernsteuerung. Der Vorgänger hatte noch eine Kabelverbindung zum Forschungsschiff.

Der Tiefseeroboter Tramper ist eine Weiterentwicklung des an der Universität von Bremen entwickelten Crawlers Wally. Jedoch ist Tramper nicht nur mit einer Kamera ausgerüstet. Eine Batterie, ein Abwurfgewicht, ein Auslöser, Ortungsgeräte und das für die Expedition notwendige Sauerstoffmessgerät sind mit an Bord.

Deshalb ist Tramper mit 653 kg Gewicht auch relativ schwer. Doch am Meeresgrund ist er ein Leichtgewicht. Nicht nur wegen des natürlichen Auftriebs. Zudem ist Tramper mit tiefseetauglichen Schaumblöcken ausgestattet, die ihm zusätzlichen Auftrieb geben. Sein Gewicht auf dem Meeresgrund sinkt dadurch auf nur noch 20 kg, so die Forscher.

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Ein Jahr lang bleibt Roboter auf dem Meeresgrund

Ein Jahr lang soll die Batterie den Rover mit Energie versorgen. Dafür geht Tramper ausgesprochen sparsam mit der Energie um. Wenn er die Sauerstoffkonzentrationen messen soll, fotografiert er zunächst die Messstelle und nimmt anschließend die Messung vor. Danach fällt er in einen einwöchigen Schlaf, bevor er wieder aufwacht und erneut eine Messung durchführt.

„Am Ende seiner Mission kann der Crawler vom Forschungsschiff aus akustisch geortet und ausgelöst werden. Das heißt, er wirft auf Signal ein Ballastgewicht ab und steigt dann selbstständig in der Wassersäule auf“, erklärt Johannes Lembur. An der Wasseroberfläche kann Tramper über das Argos-Satellitenortungssystem und im Nahbereich über einen UKW-Funksender angepeilt werden, um den Tiefseeroboter dann an Bord des Forschungsschiffes zu holen.

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