Ressourceneffizienz 02.01.2025, 17:00 Uhr

Vorsatz 2025: Verpackungsmüll vermeiden dank Ressourcencheck

Noch immer sind zahlreiche Produkte mit unnötig viel Material verpackt. Der Ressourcencheck des VDI-ZRE zeigt, wo Einsparungen möglich sind.

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Kunststofffolie in einer Maschine: Beim Verpackungsmaterial gibt es einige Potenziale Ressourcen einzusparen, wie ein Onlinecheck des VDI ZRE zeigt.

Foto: PantherMedia / Pixel_B

Wer hat sich nicht schon darüber geärgert, Produkte gekauft zu haben, die z. B. in großen Pappschachteln und dann auch noch mit weiteren Umverpackungen angeboten wurden. Das mag zwar aus psychologischer Sicht vom Produktmarketing so gewünscht sein, es verbraucht aber unnötig viele Ressourcen. Das reicht von den Ressourcen zur Herstellung der Verpackung über den Transport zum Verpackungsort, die nötigen Verpackungsprozesse, den Versand der verpackten Waren bis hin zum Abtransport des Verpackungsmülls und einer möglichen nachträglichen Verwertung. Für Verbraucher und Unternehmen könnte der Verzicht auf unnötiges Verpackungsmaterial damit zu einem guten Vorsatz für 2025 werden, der verschmerzbar ist und der Umwelt viel bringt.

Wie Unternehmen dabei besser werden können, zeigt der neue Ressourcencheck „Produkt- und Umverpackungen“ zu ressourceneffizienteren Verpackungslösungen, den das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) im Auftrag des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) erstellt hat.

Sechs Einstiegsfragen führen zur individuellen Analyse der Verpackungsstrategie

Der Ressourcencheck für die Verpackungsstrategie ist so konzipiert, dass Unternehmen im Detail analysieren können, wie ihre aktuelle Strategie, das Verpackungsdesign und die Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Einsparung von Materialien und Energie sowie zur Kreislauffähigkeit beitragen.

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Nach Beantwortung von sechs Fragen zur bisherigen Verpackungsstrategie in Bezug auf die Materialeffizienz und die Produktentwicklung erhalten die Nutzenden von dem Onlinetool eine detaillierte Auswertung. Entsprechend der individuellen Antworten gibt es zu jedem Punkt konkrete Handlungsempfehlungen sowie passende Maßnahmen. Darüber hinaus werden Methoden und Werkzeuge sowie Gute-Praxis-Beispiele beschrieben, die den Unternehmen dabei helfen, ihre Verpackungen weiter zu optimieren, um umweltfreundlichere und zirkuläre Verpackungslösungen umzusetzen.

Auch die aktuellen gesetzlichen Anforderungen werden dabei berücksichtigt. So informiert der Ressourcencheck Unternehmen über aktuelle Gesetzgebungen sowie Recyclingquoten und unterstützt bei der Umsetzung eigener Umweltziele.

 Lieferketten und Kreislauffähigkeit von Verpackungen im Fokus

Ressourcencheck beleuchtet dazu die gesamte Lieferkette der Verpackungsmaterialien und hilft dabei, die Potenziale für Einsparungen sowie Effizienzsteigerungen zu erkennen. In der detaillierten Auswertung werden dabei nicht nur Schwachstellen in der Verpackungskette sichtbar, sondern auch innovative Lösungen gezeigt, wie Verpackungen energieeffizienter und ressourcenschonender gestaltet werden können. Eine wichtige Rolle spielen dabei digitale Lösungen.

Neben der Analyse von Materialeinsparungen betrachtet der Ressourcencheck auch die Kreislauffähigkeit der Verpackungen. Das Werkzeug hilft zudem dabei, die eingesetzten Materialien und die dahinterstehenden Herstellungsprozesse nachvollziehbar darzustellen – ein entscheidender Schritt in Richtung Ressourceneffizienz. Vorgestellt werden dann alternative Materialien, die besser recycelbar sind, aber auch innovative Verpackungslösungen, die bereits auf dem Markt sind.

Der Ressourcencheck „Produkt- und Umverpackungen“ kann hier kostenlos  durchgeführt werden.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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