Geheimnis um 2024 PTS 25.01.2025, 10:46 Uhr

Kleiner Asteroid ist wahrscheinlich ein Bruchstück des Mondes

Vor einem Jahr wurde ein kleiner Asteroid entdeckt, der in der gleichen Umlaufbahn wie die Erde um die Sonne kreist. Nun ist klar: Es handelt sich wohl um ein Stück des Mondes.

Asteroid

Typischerweise stammen Asteroiden – wie der in diesem Konzept des Künstlers dargestellte – aus dem Asteroiden-Hauptgürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Eine kleine Population erdnaher Objekte kann jedoch auch von der Mondoberfläche stammen, nachdem sie durch einen Einschlag ins All geschleudert wurde.

Foto: NASA/JPL-Caltech

Ein kleiner erdnaher Asteroid mit der Bezeichnung 2024 PT5 (wir berichteten darüber) könnte ein Stück Mondgestein sein, das vor Tausenden von Jahren durch einen Einschlag von der Mondoberfläche ins All geschleudert wurde. Neue Forschungsergebnisse liefern Hinweise darauf, dass das Objekt sowohl in seiner Zusammensetzung als auch in seinem Verhalten einzigartig ist und möglicherweise wertvolle Erkenntnisse für die Asteroiden- und Mondforschung liefert.

Ein Himmelskörper sorgt für Aufsehen

Im August 2024 entdeckte ein NASA-finanziertes Teleskop in Südafrika den kleinen Asteroiden 2024 PT5. Mit einem Durchmesser von etwa 10 Metern ist er zwar keine Bedrohung für die Erde, seine besondere Umlaufbahn – fast identisch mit der unseres Planeten – machte ihn jedoch zu einem spannenden Forschungsobjekt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuteten schnell, dass das Objekt möglicherweise ein Bruchstück unseres Mondes sein könnte. Diese Hypothese wurde nun durch eine im Januar 2025 in den „Astrophysical Journal Letters“ veröffentlichte Studie untermauert.

Die Forschung ergab, dass 2024 PT5 reich an Silikatmineralien ist – einer Substanz, die auf der Mondoberfläche vorkommt, aber selten bei typischen Asteroiden zu finden ist. „Wir hatten eine allgemeine Vorstellung davon, dass dieser Asteroid vom Mond stammen könnte, aber der schlagende Beweis war, als wir herausfanden, dass er reich an Silikatmineralien ist – nicht die Art, die man auf Asteroiden sieht, sondern die, die in Mondgesteinsproben gefunden wurden“, erklärte Teddy Kareta, Astronom am Lowell Observatory in Arizona. Zudem zeigte die Analyse des Lichts, das von der Oberfläche des Asteroiden reflektiert wurde, eine frappierende Ähnlichkeit mit Mondgestein.

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Weltraumwetter verrät das Alter

Ein weiterer Hinweis auf die mögliche Herkunft des Asteroiden ist sein junges Alter im Weltraum. „Es sieht so aus, als wäre er noch nicht sehr lange im All, vielleicht nur ein paar tausend Jahre oder so“, sagte Kareta. Dies leitet sich aus der Tatsache ab, dass das Objekt keine Anzeichen von Weltraumverwitterung aufweist, die sonst im Laufe der Zeit das Spektrum rötlich verfärben würde.

Neben seiner chemischen Zusammensetzung untersuchten Forschende auch die Bewegung des Objekts im All, um sicherzustellen, dass es sich nicht um ein von Menschen gemachtes Objekt wie Weltraummüll handelt. Der sogenannte Sonnenstrahlungsdruck, der durch Photonen des Sonnenlichts auf ein Objekt ausgeübt wird, beeinflusst natürliche und künstliche Objekte unterschiedlich.

Oscar Fuentes-Muñoz, NASA-Postdoktorand und Mitautor der Studie, erklärte: „Von Menschen hergestellter Müll ist in der Regel relativ leicht und wird durch den Druck des Sonnenlichts herumgeschoben. Dass sich 2024 PT5 nicht auf diese Weise bewegt, deutet darauf hin, dass er viel dichter ist als Weltraummüll.“ Präzise Berechnungen der Schwerkraftwirkung und des Sonnenstrahlungsdrucks zeigten, dass das Objekt natürlichen Ursprungs ist.

Ein seltenes Phänomen

2024 PT5 ist erst der zweite bekannte Asteroid, der wahrscheinlich vom Mond stammt. Bereits 2016 wurde der Asteroid 469219 Kamo’oalewa entdeckt, dessen Umlaufbahn und Zusammensetzung ebenfalls darauf hindeuteten, dass er durch einen großen Einschlag von der Mondoberfläche ins All geschleudert wurde. Mit der zunehmenden Empfindlichkeit moderner Teleskope könnten in Zukunft weitere dieser seltenen Himmelskörper entdeckt werden.

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Die Entdeckung solcher Objekte bietet nicht nur Asteroidenforschenden neue Einblicke, sondern ist auch für die Mondforschung von großem Interesse. Wenn ein solcher Asteroid mit einem bestimmten Einschlagkrater auf dem Mond in Verbindung gebracht werden kann, könnten Forschende mehr über die Prozesse erfahren, die zur Kraterbildung führen. Darüber hinaus könnte Material aus der Tiefe der Mondoberfläche, das auf der Erde schwer zugänglich ist, durch solche Objekte untersucht werden.

„Dies ist eine Geschichte über den Mond, wie sie von Asteroidenforschenden erzählt wird“, sagte Kareta. „Es ist eine seltene Situation, in der wir einen Asteroiden untersuchen wollten, dann aber in Bezug auf die Fragen, die wir 2024 PT5 stellen können, Neuland betreten haben.“

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Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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