Bundeswehr ordert Hyperschall-Flugzeug bei Polaris
Der Bremer Flugzeugbauer Polaris soll für die Bundeswehr ein wiederverwendbares Hyperschall-Flugzeug bauen. Es soll auch Satelliten transportieren können und verfügt über ein extravagantes Triebwerk.
Der Neubautrakt des BAAINBw im Koblenzer Verwaltungszentrum. Die Behörde hat Polaris einen Auftrag zum Bau und zum Flugtest eines wiederverwendbaren Hyperschallflugzeugs erteilt.
Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey
Die Bundeswehr treibt ihre Hyperschallforschung voran. Beim Bremer Unternehmen orderte das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) ein zweistufiges, wiederverwendbares Forschungsflugzeug, das horizontal vom Boden abheben kann, wie ein Verkehrsflugzeug.
Der Kontrakt schließt den Bau und den Betrieb mit ein. Zuvor hatte Polaris – ebenfalls im Auftrag der Bundeswehr – seit 2024 das Hytev-Vehikel (Hypersonic Test and Experimentation Vehicle) entwickelt.
Hyperschalltests und Satellitentransporte
Hauptsächlich sollen mit dem Flugzeug Hyperschalltest sowie militärische und wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden. Zusätzlich lassen sich nach Angaben von Polaris auch Kleinsatelliten transportieren – eine verlängerte Oberstufe vorausgesetzt.
Hytev ist in Gewicht und Größe an heutige Kampfjets angelehnt. Das Flugzeug soll Ende 2027 erstmals abheben. Die Unterstufe wird von zwei Turbofans und einem Aerospike-Motor angetrieben. Dieser Antriebstyp gilt als besonders effizient über einen großen Flughöhenbereich, aber auch als schwer zu beherrschen. Die Oberstufe ist mit einem nicht näher spezifizierten Raketenantrieb ausgestattet.
Polaris entwickelt neben Hytev weitere Flugzeuge mit Hyperschallfähigkeit. Darunter ist auch Nova, ein Demonstrator für ein Raketenflugzeug, der Ende 2025 zum ersten Mal getestet werden sollte.
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