Innovationen der MEDICA 2013 21.11.2013, 13:21 Uhr

Roboteranzug für Gelähmte und Pflaster mit Internetanschluss

Über 4640 Aussteller aus 66 Ländern präsentieren in Düsseldorf noch bis zum 23. November auf der weltgrößten Medizintechnikmesse MEDICA ihre neuesten medizinischen Geräte. ingenieur.de stellt einige wichtige Innovationen vor.

130.000 Fachleute, davon 50 Prozent aus dem Ausland, erwartet die MEDICA 2013 in Düsseldorf. 4641 Aussteller aus 66 Nationen präsentieren Neuentwicklungen aus der Medizintechnik.

130.000 Fachleute, davon 50 Prozent aus dem Ausland, erwartet die MEDICA 2013 in Düsseldorf. 4641 Aussteller aus 66 Nationen präsentieren Neuentwicklungen aus der Medizintechnik.

Foto: MEDICA

Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Klinikmanagement sowie der medizinische Fachhandel treffen sich noch bis zum 23. November auf der MEDICA 2013, um sich über neue Produkte, Systeme und Services für die Versorgung der Patienten zu informieren. Schwerpunkte sind in diesem Jahr Themen wie Elektromedizin und neue Orthopädietechnik, aber auch Labortechnik und Diagnostik.

Spannende Neuerungen gibt es durch die Verknüpfung von Internet und Medizintechnik. So bieten neue Techniken die Möglichkeit, Patientendaten in Echtzeit zu verschicken, Diagnosemöglichkeiten zu verbessern oder auch in der Rehabilitation neue Wege zu gehen, beispielsweise durch Robotertechniken, die die Heilung befördern.  

Roboteranzug als Bewegungshilfe für Gelähmte  

Ein technischer Höhepunkt der MEDICA ist der Roboteranzug für Gelähmte, den das japanische  Unternehmen Cyberdyne Inc. entwickelt hat. Der Roboteranzugs HAL Robot Suit HAL hat eine von außen angebrachte zusätzliche Stützfunktion. Dadurch ist er insbesondere für Querschnittsgelähmte gedacht, um mit dem Roboteranzug wieder selbstständige Bewegungen ausführen zu können.

EKG-Daten werden vom Unfallort in die Klinik gesendet

Eine technische Neuerung ist ein mobiles Herzfrequenz-Messgerät „Corpus“, das im Notfall Menschenleben retten könnte. Am Einsatzort gemessene Daten wie EKG können in Echtzeit an das zuständige Ärzteteam im Krankenhaus übermittelt werden, damit alle Vorkehrungen für eine schnelle Behandlung des Patienten getroffen werden können.   

Ein vernetztes Bett merkt über Sensoren, wenn ein pflegebedürftiger Mensch nachts ohne Hilfe das Bett verlassen will und schaltet das Licht in dem Raum ein. Zudem wird eine Nachricht an das Rote Kreuz verschickt, das sich nach dem Befinden des Patienten erkundigen kann.

Ein vernetztes Bett merkt über Sensoren, wenn ein pflegebedürftiger Mensch nachts ohne Hilfe das Bett verlassen will und schaltet das Licht in dem Raum ein. Zudem wird eine Nachricht an das Rote Kreuz verschickt, das sich nach dem Befinden des Patienten erkundigen kann.

Foto: MEDICA

Diagnose am Handy

Telemedizin ist ebenfalls ein wichtiger neuer Trend. Patienten überwachen ihre Behandlung selbstständig, in dem sie Puls- und Blutdruckwerte kontrollieren und die Daten über ihr Smartphone an den zuständigen Hausarzt schicken. Dieses Verfahren soll lange Wartezeiten im Wartezimmer vermeiden. Alltagsbeschwerden können so per Smartphone schneller und einfacher abgeklärt werden und entlastet Arztpraxen, Patienten und Krankenkassen. Der Arztbesuch wird nur noch fällig, um unklare Beschwerden abzuklären.

Ultraschall ohne Kabel

Eine weitere Innovation kommt von der Firma Siemens. Sie hat das weltweit erste Ultraschallgerät mit kabellosem Schallkopf entwickelt. Damit werden Herzkatheter-Eingriffe einfacher und Diagnosen bei Verletzungen schneller. Die Bilder werden über Funk vermittelt.

Pflaster sendet Vitalwerte aufs iPhone

Ein „Pflaster mit Internetfunktion“ haben die Deutsche Telekom und das Medizintechnikunternehmen Medisana entwickelt. Das Pflaster „Metria“ erfasst über Sensoren, die die Oberflächenspannung der Haut messen, Puls, Temperatur, Schlafzeiten, körperliche Aktivitäten und Schrittzahlen. Via Handy-App sendet das Pflaster die Vitalwerte auf ein persönliches Vital-Portal. Dort kann der Nutzer etwa seinen Trainingscoach für die Daten frei schalten. Ärzte haben damit ohne aufwendige Elektrodenverkabelung Zugriff auf die Vitaldaten der Patienten. Das Pflaster läuft mit einer Akkuladung sieben Tage. Mit dem Pflaster kann man sogar duschen oder Sport treiben.

Die Deutsche Telekom und Medisana haben ein vernetztes Pflaster entwickelt, das über die Oberflächenspannung der Haut Puls, Temperatur, Schlafzeiten, körperliche Aktivitäten und Schrittzahlen erfasst und an ein persönliches Portal verschickt.

Die Deutsche Telekom und Medisana haben ein vernetztes Pflaster entwickelt, das über die Oberflächenspannung der Haut Puls, Temperatur, Schlafzeiten, körperliche Aktivitäten und Schrittzahlen erfasst und an ein persönliches Portal verschickt.

Foto: MEDICA

Ebenfalls von der Telekom kommt eine App, die Demenz-Patienten bei der Bewältigung des Alltags helfen soll. Wann nehme ich welche Pille? Wann esse und trinke ich? Wie heißen meine Kinder? Ein neuer Tablet-PC mit Tages-Navigations-App erinnert automatisch an Termine, tägliche Aufgaben und Aktivitäten. Das Gerät enthält sogar ein Fotoalbum als Erinnerungsstütze etwa für vertraute Personen.

 Philips mit Ultraschallsystem für mehrere Anwendungen

Philips zeigt in Düsseldorf ein völlig neues Ultraschallsystem, das sich gleich für mehrere Disziplinen eignet. Es kann in der Kardiologie, der Radiologie, der Inneren Medizin, der Gynäkologie sowie der Geburtshilfe eingesetzt werden. Dabei werden Bilder nicht nur erfasst und gespeichert, sondern von  der Software sogar auf Auffälligkeiten hin ausgewertet.

Dazu erzeugt die Technik besonders schnell sehr klare Bilder und macht Strukturen sichtbar, die bisher im Ultraschall nur begrenzt sichtbar waren. Zudem lässt sich die Eindringtiefe in das Gewebe im Vergleich zu Vorgängermodellen von Philips deutlich erhöhen.

General Electric zeigt Langzeit-EKG mit iPad-Anbindung

Ein Langzeit-EKG-System, das bis zu sieben Tage die Herzschläge aufzeichnet und drahtlos an ein iPad übertragen kann, stellt General Electric vor. „Die iPad App ist mit heutigen drahtlosen Technologien, wie Tablets, Smartphones und Bluetoothfähigen PCs kompatibel, so dass jeder Benutzer Daten auf dem ihm vertrauten Gerät eingeben und abrufen kann, ohne sich mit Bildlauftasten und Miniaturdisplays abmühen zu müssen“, GE-Manager Carsten Simon.

Fachmesse COMPAMED parallel zur MEDICA

Parallel zur MEDICA findet die COMPAMED statt. Als Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizintechnischen Fertigung zeigen 500 Aussteller neue Vorprodukte, Rohstoffe für die medizinische Fertigung sowie Technologien für medizintechnische Systeme und Produkte vorgestellt.

Im Rahmen der MEDICA 2013 findet zudem erstmals die Konferenz für Sportmedizin MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE statt. Internationale Experten aus der Sportmedizin, professionelle Athleten und Vertreter der Sportartikelindustrie können sich hier über Neuheiten in der Präventions- und Behandlungsmöglichkeit sowie über Therapien bei Verletzungen austauschen.

Informationen zur MEDICA 2013 finden Sie hier.

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