Schutz vor Bioterror 23.09.2013, 09:00 Uhr

Menschliche Mini-Organe in 30 Minuten aus dem 3D-Drucker

Seit dem 11. September wächst vor allem in den USA die Angst vor Bioterror mit chemischen Kampfmitteln. Das US-Verteidigungsministerium sucht daher nach Möglichkeiten, im Ernstfall schnell medizinische Maßnahmen einleiten zu können. Hier könnten menschliche Mini-Organe aus dem 3D-Drucker neue Türen öffnen.

Ein 3D-Drucker stellt Knorpelgewebe her. US-Forschern ist es jetzt gelungen, mit ein und demselben Gerät verschiedene Organe wie Niere, Herz oder Lunge in nur 30 Minuten herzustellen. 

Ein 3D-Drucker stellt Knorpelgewebe her. US-Forschern ist es jetzt gelungen, mit ein und demselben Gerät verschiedene Organe wie Niere, Herz oder Lunge in nur 30 Minuten herzustellen. 

Foto: Wake Forest Institute for Regenerative Medicine

Einem Forscherteam aus den USA ist es jetzt gelungen, mit einem modifizierten 3D-Drucker menschliche Organe in Mini-Größe auf Gerüste aus Hydrogel zu drucken. Als Druckmittel kommen dabei humane, replizierte Zellen zum Einsatz. Zwar ist dieses so genannte Bioprinting eigentlich nichts Neues. Doch nun ist es erstmals möglich, mit demselben Gerät verschiedene Organe wie Niere, Herz oder Lunge in nur 30 Minuten herzustellen. Und zwar nicht nur flache Organe wie die Haut, sondern auch solche wie Blase und Magen mit komplexen Strukturen und Funktionen. 

Mini-Organe liefern bessere Ergebnisse als Tierversuche

Die Wissenschaftler platzieren die Organe nach dem Druck auf einen fünf Zentimeter großen Mikrochip und halten sie mit einem Blutersatz am Leben. Dank dieser Klaviatur unterschiedlicher Organe wird es möglich zu überprüfen, wie Teile des menschlichen Körpers auf chemische Giftstoffe und biologische Wirkstoffe reagieren. Der Mikrochip misst dabei Faktoren wie Temperatur, Sauerstoffwerte und PH-Wert. „Die Tests finden an echtem menschlichen Gewebe statt“, erklärt Anthony Atala, leitender Wissenschaftler am Wake Forest Institute for Regenerative Medicine in einem Bericht von Innovations-Report.de. „Das funktioniert deutlich besser als Tierversuche.“

Schutz vor Bioterror: Verteidigungsministerium unterstützt Bioprinting

Das US-Verteidigungsministerium hat das Institut bei der Entwicklung der neuen Technologie mit 24 Millionen US-Dollar unterstützt. Es erhofft sich dadurch, bei Angriffen durch Bioterroristen medizinische Gegenmaßnahmen deutlich schneller einleiten zu können. Die Mini-Organe machen es theoretisch schon jetzt möglich, Mittel gegen den chemischen Kampfstoff Sarin zu testen, dem in jüngster Vergangenheit in Syrien zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen sind.

Menschliches Ohr aus dem 3D-Drucker

Ursprünglich setzen Wissenschaftler das Bioprinting ein, um Gewebe und Organe für Patienten herzustellen. Erst kürzlich ist es einem US-amerikanischen Forscherteam gelungen, ein natürliches Ohr-Transplantat zu züchten. Dabei erstellten sie mit einem 3D-Drucker eine Gussform, die sie anschließend mit einer körpereigenen DNA-Lösung auffüllten. Daraufhin wuchs das lebende Gewebe in der vorgegebenen Form zusammen. Das Resultat: ein körpereigener Knorpel, der keine Abstoßmechanismen hervorruft. Das könnte in Zukunft für Transplantations-Patienten erhebliche Erleichterung bedeuten. Denn momentan muss man noch Knorpelgewebe in einem oft schmerzhaften Eingriff von einem anderen Körperteil entnehmen. 

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Firmengruppe Max Bögl-Firmenlogo
Konstrukteur (m/w/d) Firmengruppe Max Bögl
Sengenthal Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für die Planung von Ingenieurbauwerken Die Autobahn GmbH des Bundes
GEBHARDT Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Project Manager Intralogistics Automation (m/w/d) GEBHARDT Fördertechnik GmbH
Waldbüttelbrunn, Weiden in der Oberpfalz, Sinsheim, Karlsruhe-Durlach Zum Job 
N-ERGIE Aktiengesellschaft-Firmenlogo
Projektplaner Versorgungsnetze Fernwärme (m/w/d) N-ERGIE Aktiengesellschaft
Nürnberg Zum Job 
Mehrer Compression GmbH-Firmenlogo
Applikationsingenieur Verfahrenstechnik (m/w/d) Mehrer Compression GmbH
Balingen Zum Job 
FERNSTEUERGERÄTE Kurt Oelsch GmbH-Firmenlogo
Montageleiter (w/m/d) FERNSTEUERGERÄTE Kurt Oelsch GmbH
Maximator Hydrogen GmbH-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur EPLAN P8 - Anlagenbau (m/w/d) Maximator Hydrogen GmbH
Nordhausen Zum Job 
UCG United Consulting Group GmbH-Firmenlogo
(Junior) IT Consultant / Unternehmensberater (w/m/d) UCG United Consulting Group GmbH
Frankfurt am Main Zum Job 
SFS Group Germany GmbH-Firmenlogo
Technischer Projektberater VHF (m/w/d) SFS Group Germany GmbH
Menden (Sauerland) Zum Job 
Stadtverwaltung Gera-Firmenlogo
Projektingenieure (m/w/d) Stadtverwaltung Gera
WOLFF & MÜLLER-Firmenlogo
Oberbauleiter Hochbau (w/m/d) WOLFF & MÜLLER
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Konstruktion und Entwicklung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Autoland AG-Firmenlogo
Oberbauleiter Tiefbau / Dipl. Ing. Tiefbau (m/w/d) Autoland AG
Sandersdorf-Brehna Zum Job 
Technische Hochschule Deggendorf-Firmenlogo
Professorin | Professor (m/w/d) für das Lehrgebiet "Nachhaltige Sanierung und Renovierung" Technische Hochschule Deggendorf
Deggendorf Zum Job 
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH)-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Fachrichtung Tiefbau, Straßenbau oder Siedlungshydrologie Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH)
VDM Metals Gruppe-Firmenlogo
Qualitätsingenieur Schmiede (m|w|d) VDM Metals Gruppe
VDM Metals Gruppe-Firmenlogo
Trainee Nachhaltigkeitsmanagement (m|w|d) VDM Metals Gruppe
Werdohl, Altena, Unna, Dortmund, Frankfurt Zum Job 
VDM Metals Gruppe-Firmenlogo
Trainee Qualitätssicherung / Technische Klärung (m|w|d) VDM Metals Gruppe
Werdohl, Altena, Unna, Dortmund, Frankfurt Zum Job 
VDM Metals Gruppe-Firmenlogo
Initiativbewerbung Ingenieure / Produktionsmitarbeiter (m|w|d) VDM Metals Gruppe
Werdohl, Altena, Unna, Dortmund, Frankfurt Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
Prüfingenieur Konstruktiver Ingenieurbau / Bauwesen (w/m/d) Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 

Ein Beitrag von:

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitete während seines Studiums der Kommunikationsforschung bei verschiedenen Tageszeitungen. 2012 machte er sich als Journalist selbstständig. Zu seinen Themen gehören Automatisierungstechnik, IT und Industrie 4.0.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.