Globale Kommunikation 23.07.2025, 15:00 Uhr

DeepL Voice jetzt mit Zoom: Echtzeit-Übersetzung wird noch vielseitiger

DeepL Voice unterstützt jetzt Zoom und neue Sprachen – für effizientere Meetings und bessere Kommunikation in globalen Teams.

DeepL Voice Zoom

DeepL Voice liefert während eines Zoom-Meetings automatisch Übersetzungen als Untertitel – in Echtzeit und über Sprachgrenzen hinweg.

Foto: DeepL

DeepL Voice bekommt ein umfangreiches Upgrade. Die Lösung unterstützt jetzt neue Sprachen wie Mandarin, Ukrainisch und Rumänisch. Zusätzlich lassen sich Transkripte und Übersetzungen nach Meetings abrufen. Eine geplante Zoom-Integration soll die Anwendung in hybriden und internationalen Teams noch einfacher machen.

Neue Funktionen gegen Sprachbarrieren

Kommunikation ist das Rückgrat internationaler Zusammenarbeit. Doch Sprachbarrieren bremsen viele Unternehmen immer wieder aus – sei es im Projektteam, beim Kundenservice oder im IT-Support. Fast 70 % der befragten Unternehmen berichten von täglichen Problemen, die direkt auf sprachliche Hürden zurückgehen. Genau hier setzt DeepL an.

Der Kölner Anbieter für KI-basierte Sprachlösungen hat seine Echtzeit-Übersetzungsfunktion DeepL Voice erweitert. Das Update bringt nicht nur neue Sprachen und Produktivitätsfunktionen, sondern auch die angekündigte Integration in Zoom Meetings. Damit reagiert DeepL auf die zunehmende Bedeutung globaler, digitaler Teamarbeit.

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„Globale Unternehmen können es sich nicht leisten, durch Sprachbarrieren ausgebremst zu werden“, sagt DeepL-Gründer und CEO Jarek Kutylowski. Schon heute nutzen über 200.000 Geschäftskund*innen die KI-Sprachlösungen des Unternehmens – Tendenz steigend.

Neue Sprachen, mehr Möglichkeiten

DeepL Voice wurde 2024 eingeführt, um die Echtzeit-Kommunikation in Meetings und Gesprächen zu erleichtern. Nun erweitert das Unternehmen seine Lösung gleich in mehreren Bereichen. Eine zentrale Neuerung betrifft die unterstützten Sprachen.

Mit dem aktuellen Update können Sie DeepL Voice nun auch mit Mandarin, Ukrainisch und Rumänisch nutzen. Damit wächst die Zahl der Spracheingaben weiter an. Übersetzte Untertitel stehen jetzt in 35 Sprachen zur Verfügung – darunter neu auch Vietnamesisch und Hebräisch. Diese Untertitel lassen sich direkt während eines Gesprächs einblenden und helfen so dabei, Inhalte sofort zu erfassen.

Für Unternehmen mit internationalen Teams ist das ein wichtiger Schritt. Denn nicht jede*r Mitarbeitende spricht die gleiche Sprache – und genau das ist im Alltag oft ein Problem. DeepL Voice bietet dafür eine technische Lösung, die sowohl in digitalen Meetings als auch in persönlichen Gesprächen funktioniert.

Produktiver durch automatische Transkripte

Neben der Spracherweiterung führt DeepL auch neue Funktionen ein, die die tägliche Arbeit effizienter machen sollen. Wer DeepL Voice for Meetings verwendet, kann ab sofort vollständige Transkripte und Übersetzungen nach einem Meeting herunterladen. Das erleichtert es Teams, Notizen zu erstellen, Aufgaben zuzuweisen und Protokolle zu teilen – ohne zusätzliche Tools.

Dabei behalten Unternehmen die Kontrolle: Über Administrator*innenrechte lässt sich genau steuern, wer auf diese Daten zugreifen darf. So bleiben Sicherheitsstandards und Datenschutzvorgaben gewahrt. Gerade in regulierten Branchen wie dem Finanz- oder Gesundheitswesen ist das ein entscheidender Faktor.

Zoom-Integration steht kurz bevor

Bislang war DeepL Voice for Meetings nur mit Microsoft Teams kompatibel. Mit dem neuen Update kommt nun Zoom als weitere Plattform hinzu – ein logischer Schritt. Zoom zählt weltweit zu den meistgenutzten Tools für Videokonferenzen. Die Integration soll in Kürze verfügbar sein und die Nutzung in gemischten Systemlandschaften deutlich vereinfachen.

Teams, die mit internationalen Partner*innen zusammenarbeiten, können so Sprachbarrieren direkt in ihren Zoom-Meetings abbauen. Die Live-Untertitel erscheinen automatisch, während die Teilnehmenden sprechen. Die Übersetzung läuft in Echtzeit – mit minimaler Verzögerung.

Für persönliche Gespräche gibt es DeepL Voice for Conversations. Die App ist für iOS und Android erhältlich und übersetzt Gesprochenes direkt auf dem Smartphone. Das eignet sich vor allem für mobile Einsätze – etwa im Außendienst oder bei internationalen Veranstaltungen.

Praxisbeispiel: Wie Unternehmen DeepL Voice nutzen

Dass DeepL Voice nicht nur gut klingt, sondern bereits im Alltag angekommen ist, zeigen Beispiele wie Inetum. Das internationale IT-Beratungsunternehmen mit 28.000 Mitarbeitenden in 19 Ländern nutzt DeepL Voice, um Teams nach Kompetenzen statt nach Sprachkenntnissen zusammenzustellen. Das verbessert die Projektqualität und beschleunigt den Einsatz von Fachkräften.

„[Mit DeepL Voice] können unsere internen Support-Teams verschiedene Länder abdecken und so alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Sprache unterstützen“, erklärt Sébastien Dumon vom CTO-Team bei Inetum. Unternehmen wie Cybozu oder Brioche Pasquier berichten von ähnlichen Erfahrungen.

KI-Modelle, Sicherheit und Datenschutz im Fokus

DeepL Voice nutzt eigene KI-Modelle, die speziell für die Anforderungen der Echtzeit-Sprachübersetzung entwickelt wurden. Das unterscheidet die Lösung von klassischen Übersetzungsdiensten, die oft auf generischen Modellen basieren. Bei DeepL liegt der Schwerpunkt auf Genauigkeit, natürlicher Sprache und einer stabilen Verarbeitung auch unter hoher Last.

Ein weiterer Fokus: Datenschutz. DeepL gibt an, bei Voice dieselben hohen Standards umzusetzen, für die das Unternehmen im Übersetzungsbereich bekannt ist. Für viele Unternehmen ist das ein zentrales Kriterium – insbesondere dann, wenn vertrauliche Informationen in Gesprächen ausgetauscht werden. Administrator*innen können über Rollenrechte steuern, wer welche Daten einsehen oder exportieren darf. Auch die Integration in bestehende IT-Strukturen ist laut Anbieter ohne großen Aufwand möglich.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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